Zukunft von Trainer Stipic offen

Abschiedsstimmung bei Absteiger Aue

SID
Montag, 25.05.2015 | 14:18 Uhr
Was wird aus Aue-Coach Tomislav Stipic?
© getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Superliga
Nordsjälland -
Kopenhagen
Primera División
Espanyol -
Leganes
Primera División
Eibar -
Bilbao
Premier League
Zenit -
Rostow
Super Liga
Roter Stern -
Partizan
Premier League
Tottenham -
Burnley
Primera División
Getafe -
Sevilla
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Kolumbien
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
Serie B
Empoli -
Bari
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile
WC Qualification South America
Kolumbien -
Brasilien
WC Qualification South America
Ecuador -
Peru
WC Qualification South America
Paraguay -
Uruguay
WC Qualification South America
Argentina -
Venezuela

Auch ein Kopfballtor von Torhüter Martin Männel hat den Abstieg von Erzgebirge Aue nicht verhindern können. Es wird einen Umbruch geben, die Zukunft von Trainer Tomislav Stipic ist ungewiss.

Am Tag nach dem bitteren Abstieg in die Drittklassigkeit herrschte bei Erzgebirge Aue eine bleierne Abschiedsstimmung. Trainer Tomislav Stipic und Präsident Helge Leonhardt versammelten die Mannschaft am Pfingstmontag zu einem letzten Gespräch in der Kabine. Danach räumten viele Spieler ihre Spinde und verließen mit Rollkoffern wohl für immer das Vereinsgelände.

"Für mich ist es der erste Abstieg, das ist ein Scheißgefühl. Ich habe wenig geschlafen", sagte Routinier René Klingbeil einen Tag nach dem 2:2 (0:0) beim 1. FC Heidenheim, der den zweiten Abstieg der Veilchen nach 2008 besiegelt hatte. Auch ein Kopfballtor aus dem Lehrbuch von Torhüter Martin Männel in der 89. Minute hatte am Ende nicht für die Rettung gereicht.

"Es ist absolut erschütternd. Nach dem 2:2 war ich felsenfest davon überzeugt, dass wir es noch ziehen", sagte Klingbeil noch immer tief enttäuscht. Auch für Teamkollege Clemens Fandrich brach eine Welt zusammen: "Wir sind am Boden zerstört. Am Ende entscheidet ein Tor über den Abstieg, das ist megabitter."

"Jetzt greifen wir wieder an"

Der mächtige Klubboss Leonhardt wollte die Trauerstimmung aber so schnell wie möglich beenden. "Über Nacht konnten wir trauern, jetzt greifen wieder an", sagte der schillernde Unternehmer am Montag. Ob Trainer Stipic, der in Aue noch einen Vertrag bis Ende Juni 2017 besitzt, das Projekt Wiederaufstieg anpacken wird, bleibt offen.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff in Heidenheim hatte der Kroate ein klares Bekenntnis zum Klub vermieden: "Es geht hier nicht um mich, es geht um den Verein. Ich habe die Zeit hier gelebt und genossen. Wie es weitergeht, kann ich nicht sagen."

Stipic hat in der Saison nicht alles richtig gemacht, die Mannschaft hat sich aber nie aufgegeben. Die Fans honorierten den unermüdlichen Einsatz ihrer Spieler und empfingen sie mit Applaus statt mit Pfiffen. "Ihre Reaktion war unglaublich. Es ist so wichtig, dass sie gemeinsam mit uns, dem Verein und den Sponsoren versuchen, schnell wieder in die 2. Liga zu kommen", sagte Michael Fink.

Es wird einen Umbruch geben

Ob der Routinier jedoch an Bord bleibt, ist fraglich. Die vielen Leihspieler werden ohnehin nicht zu halten sein, Leistungsträger wie Selcuk Alibas oder Patrick Schönfeld auch nicht. Es wird einen Umbruch in Aue geben, große Sprünge sind angesichts des nahezu halbierten Etats (von 12 auf rund 6,5 Millionen Euro) nicht möglich.

Rainer Milkoreit, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), sorgt sich deshalb. "Schlimmer hätte es nicht kommen können. Es ist sehr schmerzhaft, wenn von den wenigen Zweitligisten, die der Nordosten noch hat, auch noch einer absteigt", sagte der DFB-Vizepräsident dem SID.

Die 3. Liga wird mehr und mehr zu einer nordostdeutschen Fußball-Meisterschaft. Sollte Regionalligist 1. FC Magdeburg im Relegations-Duell gegen Kickers Offenbach den Aufstieg schaffen, würde der NOFV acht Drittligisten stellen. Zahlreiche Derbys zwischen ehemaligen DDR-Oberligisten versprechen volle Stadien.

Keine Weltuntergangsstimmung

"Die 3. Liga wird im Osten noch mehr an Brisanz gewinnen. Ich hoffe, dass sich am Ende auch einer durchsetzt und den Aufstieg schafft", sagte Milkoreit: "Wir sind weit davon entfernt, Weltuntergangsszenarien zu verbreiten. Aber unsere Vereine müssen sich der harten Konkurrenz stellen."

Aue wird es versuchen, mit dem ehrgeizigen Boss Leonhardt an der Spitze. Am Bau des neuen Stadions soll trotz des Abstiegs festgehalten werden, die Mannschaft trotz der geringeren Geldmittel konkurrenzfähig zusammengestellt werden.

Die 2. Liga im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung