Dienstag, 21.04.2015

Neuaufnahme des Prozesses

Wettskandal: Schnitzler schweigt

Der frühere Zweitliga-Profi Rene Schnitzler hat zum Auftakt des neuerlichen Wettskandal-Prozesses von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Der 30-Jährige, der 2008 im Trikot des FC St. Pauli an Wettbetrügereien beteiligt gewesen sein soll, wollte sich vor dem Bochumer Landgericht am Dienstag zu den Vorwürfen gegen ihn nicht äußern.

Rene Schnitzler (r.) spielte von 2007 bis 2009 bei St. Pauli
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Rene Schnitzler (r.) spielte von 2007 bis 2009 bei St. Pauli

Der frühere Profi soll 100.000 Euro von der Wettmafia erhalten haben, um Spiele des FC St. Pauli im Unterhaus zu verschieben.

Schnitzler soll Wettschulden gehabt haben, die ihn in die Arme der Wettmafia getrieben haben. Der heutige Trainer des Rheydter SV soll dann versucht haben, über Spielmanipulationen seine Schulden zu begleichen. Dabei geht es um Spiele der Hamburger gegen Alemannia Aachen, Hansa Rostock und den FSV Mainz.

Schnitzler hatte zuvor preisgegeben, dass er seit seinem 18. Lebensjahr täglich gezockt und auch in illegalen Spielkasinos sein Glück gesucht habe. Ebenso sind ein weiterer Ex-Profi von Pauli und der mutmaßliche Wettpate Paulus R. aus den Niederlanden, der zum Prozessauftakt einräumte, dass die Anklage im Großen und Ganzen stimme, und eine vierte Person angeklagt.

Schnitzler war vom DFB 2010 bereits wegen seiner Verwicklung in der Wettskandal für zweieinhalb Jahre gesperrt worden, was gleichbedeutend mit dem Ende seiner Profikarriere war. Ende April werden die Urteile in Bochum erwartet.

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