Union-Boss lässt Anti-RB-Proteste zu

SID
Donnerstag, 18.09.2014 | 12:48 Uhr
Die Fans von Union Berlin planen eine Protestaktion gegen RB Leipzig
© getty
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Präsident Dirk Zingler von Union Berlin will Vorbehalte im eigenen Klub gegen den Ligarivalen RB Leipzig nicht eindämmen. "Ist das unsere Aufgabe? Nein, Fußball lebt auch von Abgrenzung, von Rivalität. Es gibt zum Glück Unterschiede zwischen den Vereinen, und ich finde es gut, wenn diese immer wieder deutlich werden", sagte der 50-Jährige der "Berliner Morgenpost".

Für das erste Zweitliga-Duell ihrer Klubs am Samstag (13.30 Uhr) planen Union-Fans mehrere Protest-Aktionen gegen das "Kunstprodukt" RB Leipzig. Zingler zeigte Verständnis für die Anti-Haltung, da der faire Wettbewerb im Fußball durch einen immer stärkeren Kapitaleinsatz bedroht sei. "Und wenn Fußball sogar vorrangig als Marketingeinheit für eine Produktmarke benutzt wird, dann kann ich die Sorgen vieler Fußballfans gut verstehen", so Zingler.

Der Union-Boss glaubt nicht, dass Neid eine Triebfeder der Union-Fans sei, obwohl Leipzig mittlerweile mehr Zuschauer als die "Eisernen" hat. "Der schnelle Erfolg verschärft den Konflikt sicher, aber der Widerstand ist in diesem Fall deutlich tiefgründiger. Es geht um Werte wie Mitbestimmung und Teilhabe auf dem Weg meines Vereins. Ich möchte als Fan Teil dieses Weges sein. Und nicht nur Konsument."

Am Sonntag werden 20.000 Einweg-Regenjacken an die Zuschauer verteilt, um weite Teile des Stadions in schwarz zu hüllen. Zusätzlich wollen die Union-Fans in den ersten 20 Minuten aus Protest gegen den Klub von Brause-Hersteller Dietrich Metschitz schweigen, um dann erst mit den Fan-Gesängen zu starten.

RB Leipzig indes reagierte gelassen auf die erneuten Protestaktionen. "Ich freue mich auf das Spiel. Aber Wahnsinn, dass uns zu Ehren sich das ganze Stadion schwarz einfärben will. Ich habe großen Respekt vor den Fans, was die bei Union auf die Beine gestellt haben. Aber warum supporten die nicht viel mehr ihre eigene Mannschaft als sich auf uns zu konzentrieren", sagte Trainer Alexander Zorniger der "Bild".

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