Aue: Stipic vor erster Bewährungsprobe

SID
Donnerstag, 11.09.2014 | 12:04 Uhr
Trainer-Debüt gegen Darmstadt: Erzgebirge Aue muss den Blick wieder nach oben richten
© getty
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Die Vorgabe für den neuen Trainer Tomislav Stipic ist eindeutig. "Das kurzfristige Ziel kann nur sein, die Profis sofort auf Vordermann zu bringen", sagte Helge Leonhardt, Präsident des Schlusslichts Erzgebirge Aue, vor dem Duell beim noch ungeschlagenen Aufsteiger Darmstadt 98.

Nach dem katastrophalen Saisonstart mit vier Niederlagen aus vier Spielen und dem kompletten Neuanfang auf der Trainerbank sowie der Führungsetage helfen den Sachsen nur sportliche Erfolge.

Die turbulenten Tage nach der Trennung von Coach Falko Götz und dem Rücktritt des Präsidenten Lothar Lässig sollen möglichst schnell in Vergessenheit geraten.

Dafür soll Götz-Nachfolger Stipic sorgen, am besten schon in Darmstadt. Überraschend holte Aue Anfang der Woche den bisher weitgehend unbekannten Trainer von der U23 des Ligakonkurrenten FC Ingolstadt.

"Ich bin bereit - es kann losgehen. Ich bin so froh, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen", sagte der 35-jährige Kroate. Und lieferte sein Erfolgsrezept gleich mit: "Wenn der Gegner den Ball hat, starten wir den Angriff auf den Ball. Wenn wir den Ball haben, starten wir den Angriff auf das gegnerische Tor."

"Das ist einzigartig in Deutschland"

Mit regionalen Wurzeln wie Vorgänger Götz kann der mit zehn Jahren nach Deutschland gekommene Stipic zwar nicht punkten, bei seiner ersten Pressekonferenz ließ er allerdings keinen Zweifel daran, wie ernst und mit welchem Einsatzwillen er seinen Job im Erzgebirge angehen will.

Von seinem "Zuhause" und einer "neuen Heimat" sprach Stipic bereits nach wenigen Tagen. Seine Frau und die vier Söhne, der jüngste lediglich fünf Wochen alt, sollen höchstwahrscheinlich bald nachkommen.

"Die Menschen haben mir das Gefühl gegeben, dass es passt", sagte er: "Dieser Verein, diese Menschen hier sind besonders arbeitswillig. Ich nenne es mal: Einzigartig in Deutschland. Sie sind sehr zielgerichtet und wissen, was sie können."

Darmstadt will sich nicht beirren lassen

Auch in Darmstadt hat man die letzten Tage in Aue registriert. Beeinflussen lassen wollen sich die Hessen davon aber nicht.

"Wir müssen unser Spiel durchziehen - egal, wer Trainer bei Aue ist", sagte Romain Brégerie, der als ehemaliger Dresdner einige Derbys gegen Aue bestritten hat: "Gegen Aue ist es immer ein besonderes Spiel - egal für welche Mannschaft man spielt. Ich denke nicht, dass es ein schönes Spiel geben wird, aber solange wir am Ende als Sieger vom Platz gehen, ist das nicht so wichtig."

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