Alpen-Klopp, ein Chemiker & Mr. Lilien

Von Jan Zesewitz
Sonntag, 07.09.2014 | 17:10 Uhr
Kämpferisch: Ralph Hasenhüttl hat mit dem FC Ingolstadt Großes vor
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Do26.07.
Topspiele pur: FCB - Juve, BVB - Benfica & City - Reds
Club Friendlies
Live
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
UEFA Champions League
Ajax -
Sturm Graz
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
UEFA Champions League
Sturm Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
CSL
Beijing Guoan -
Hebei CFFC
Copa Sudamericana
Sao Paulo -
Colon Santa Fe
Club Friendlies
West Ham -
Angers
Club Friendlies
Brighton -
Sporting
Championship
Reading -
Derby County
League One
Sunderland -
Charlton
Championship
Ipswich -
Blackburn
Club Friendlies
Everton -
Valencia
Club Friendlies
Wolverhampton -
Villarreal
Championship
Sheffield Utd -
Swansea
Club Friendlies
Liverpool -
Napoli
International Champions Cup
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Real Madrid -
Juventus
International Champions Cup
AC Mailand -
FC Barcelona
J1 League
FC Tokyo -
Kobe
Allsvenskan
Hammarby -
Trelleborg
Championship
Leeds -
Stoke

In der zweiten Liga sind es derzeit die Trainer, die für Furore sorgen. Ralph Hasenhüttl ist der Star beim Tabellenzweiten FC Ingolstadt. Stephan Ruthenbeck und Dirk Schuster erreichen viel mit bescheidenen Mitteln. Alois Schwartz und Norbert Düwel müssen ihre Teams wieder auf Kurs bringen, sonst droht ein frühes Aus.

Ralph Hasenhüttl - Erfolg aus Österreich

"Wir haben Lunte gerochen", sagte Ralph Hasenhüttl vergangene Woche vor dem Sieg gegen Sandhausen. Für seine Mannschaft, den FC Ingolstadt, ist das fast eine Untertreibung. Ein Blick auf die Tabelle zeigt nach vier Spieltagen den zweiten Platz für die Schanzer, acht Punkte stehen auf dem Konto. Dazu ist die Mannschaft seit 16 Auswärtsspielen ungeschlagen. Ingolstadt hat anscheinend ein Wörtchen mitzureden in Liga zwei. Dort gab es in den letzten Jahren bisher eher Platzierungen im hinteren Mittelfeld, letzte Saison wurde mit Rang zehn ein neuer Rekord aufgestellt.

Diese neuen Erfolge und Rekorde hängen mit einem Namen zusammen: Ralph Hasenhüttl. Der Österreicher übernahm im Oktober vergangenen Jahres das Zepter in Ingolstadt und führte das Team in ruhigere Gewässer.

Dies gelingt ihm nicht zum ersten Mal. Als Co-Trainer und späterer Cheftrainer bei Unterhaching führte er den Verein in der letzten Regionalligasaison vor dem Aufstieg auf Platz sechs. In der 3. Liga im Jahr darauf wurde Haching sogar Vierter und schrammte nur hauchdünn am Aufstieg vorbei.

Erfolgreich in den Fußball-Kleinstädten

Beim VfR Aalen agierte Hasenhüttl ähnlich erfolgreich. Als er die Mannschaft im Januar 2011 übernahm, herrschte akute Abstiegsangst beim Drittligisten. Der Klassenerhalt gelang, und Hasenhüttl erhielt die Möglichkeit, den Kader nach seinen Wünschen umzugestalten. 2012 stieg Aalen überraschend in die zweite Liga auf. Der Trend bestätigte sich in der Folgesaison, Aalen beendete die Saison als bester Aufsteiger auf Platz neun.

Doch die Finanzlage gestaltete sich schwierig bei den Schwaben, das Sparkonzept sorgte für Spannungen zwischen Trainer und Management. Hasenhüttl bittet um die Auflösung seines Vertrags, der noch bis Ende 2014 dotiert wäre.

Die selbstverordnete Pause endet im Oktober 2013, als der FC Ingolstadt anklopft. Der Spielstil, den der Österreicher dort spielen lässt, gleicht dem der Aalener unter seiner Aufsicht: Schnelles Umschaltspiel aus einem 4-5-1 heraus, um den Gegner überfallartig in Bedrängnis zu bringen. Durch dieses Konterspiel konnte er in seinen bisherigen Stationen hervorragend überdecken, dass andere Mannschaften auf dem Papier stärker besetzt sind als Aalen oder Ingolstadt.

Vergleiche mit BVB-Trainer Jürgen Klopp ließen da natürlich nicht lange auf sich warten. Und viele Vereine sähen Hasenhüttl gerne im gleichen Wettbewerb wie Jürgen Klopp, ein Angebot von Greuther Fürth in ihrer Bundesliga-Saison lehnte der Österreicher bereits ab. Sein einziger Kommentar vor dieser Saison zu Wechsel-Gerüchten: "Wenn ich weiter erfolgreich als Trainer arbeite, läuft mir die Bundesliga nicht davon. Am Schönsten ist es, wenn man es auf sportlichem Weg dorthin schafft."

Seite 1: Ralph Hasenhüttl - Erfolg kommt aus Österreich

Seite 2: Stephan Ruthenbeck - In großen Fußstapfen

Seite 3: Dirk Schuster - Der Aufstiegs-Profi

Seite 4: Norbert Düwel - Der Reset-Button bei Union

Seite 5: Alois Schwartz - Vom Heilsbringer zum Buhmann

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung