Trauer und Drohungen in Dresden

SID
Sonntag, 11.05.2014 | 19:02 Uhr
Tiefe Trauer: Olaf Janßen musste seine Spieler nach dem Abstieg trösten
© getty
Advertisement
Serie A
Live
Inter Mailand -
Udinese
FIFA Club World Cup
Live
Al Jazira -
Pachuca
Premier League
Live
Arsenal -
Newcastle
Championship
Live
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
FIFA Club World Cup
Real Madrid -
Gremio
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston

Enttäuschung pur in Sachsen: Dynamo Dresden verpasst im Abstiegs-Duell gegen Bielefeld die Relegation und steigt ab. Teile der Zuschauer drohen unmittelbar nach Schlusspfiff dem eigenen Team.

Die Profis von Dynamo Dresden sanken vor Enttäuschung und Niedergeschlagenheit auf den Rasen. Der Traditionsklub aus Sachsen hat den Heimvorteil im Abstiegs-"Endspiel" der 2. Liga gegen Arminia Bielefeld nicht genutzt und muss den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten. Selbst eine zeitweilige Überzahl wurde nicht genutzt.

Und dann das befürchtete Chaos: Schon während der Partie musste das Duell wegen eines Feuerwerkskörpers unterbrochen werden. Nach dem Schlusspfiff flogen weitere Gegenstände auf den Rasen.

Offene Drohung an das Team

Unrümlicher Höhepunkt: Teile der Zuschauer entrollten ein Plakat: "Ihr habt eine Stunde Zeit unsere Stadt zu verlassen" - eine offene Drohung an das eigene Team.

Sicherheitskräfte mussten nach dem Spiel die Dynamo-Spieler aus dem Stadion eskotieren. Insgesamt blieb es nach dem Abstieg in die Drittklassigkeit aber ruhig.

Das Team von Trainer Olaf Janßen unterlag zuvor den Gästen aus Ostwestfalen 2:3 (0:1), die damit in der Relegation am 16. und 19. Mai gegen Darmstadt 98 weiter um den Klassenerhalt kämpfen dürfen. Vielen Dynamo-Fans standen Tränen in den Augen. Überschattet wurde das Spiel schon zuvor von einer mehr als zehnminütigen Unterbrechung.

"Der Abstieg ist enttäuscht, damit habe ich nicht gerechnet. Ich habe geglaubt, dass wir das Spiel gewinnen würden. Aber fußballerisch war das einfach zu wenig. Nur fünf Siege reichen halt nicht", sagte Dynamo-Ikone Hans-Jürgen "Dixie" Dörner.

Turbulente Schlussphase

Der Treffer von Kacper Przybylko (77.) zum 3:2 für die Ostwestfalen besiegelte den Abstieg von Dynamo. Fabian Klos (41.) traf nur wenige Minuten nachdem sein Teamkollege Thomas Hübener mit Gelb-Rot vom Platz musste. In der zweiten Halbzeit sah der Dresdner Cheikh Gueye ebenfalls Gelb-Rot (59.), wenig später erhöhte erneut Klos (63.)auf 2:0. Die Partie schien gelaufen, doch Dynamo bäumte sich auf.

Mickael Poté traf in der 67. Minute zum Anschluss. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Robert Koch (75.) glich für die Hausherren aus, damit war Dresden in der Relegation. Doch der Ex-Kölner Przybylko machte den Sieg für die Arminia perfekt. In der Schlussphase verpassten die Bielefelder noch weitere Großchancen zur Resultatserhöhung.

Mit versteinerten Mienen verschwanden die Dynamo-Spieler in der Kabine. Im Stadion herrschte Stille bei den Fans der Hausherren, nur die Bielefelder Anhänger feierten. Dann wurde aus Frust eine Rakete aufs Spielfeld abgefeuert und ein Nebelbengalo gezündet. Bereits nach dem 0:2 waren Böller und Pyrotechnik von Dresdner Fans aufs Spielfeld geworfen worden. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) schickte die Spieler daraufhin in die Kabinen.

Cottbus und Dynamo müssen runter

Die Ausgangssituation hatte eigentlich für den achtmaligen DDR-Meister gesprochen. Schon ein Unentschieden hätte den Dresdnern zum Einzug in die Entscheidungsspiele gereicht. Doch nach einer katastrophalen Rückrunde mit lediglich zwölf Punkten und nur einem Sieg muss Dynamo zusammen mit dem Ost-Rivalen Energie Cottbus absteigen.

Von einer "extremen Situation" hatte Dynamo-Coach Olaf Janßen im Vorfeld des Spiels gesprochen. Dafür mobilisierte der Verein alle Kräfte. Mehrere Tausend Anhänger hatten den Dynamo-Mannschaftsbus mit einem Spalier zum Stadion geleitet und angefeuert. Und auch Janßen zeigte sich mutig. Er berief den lange verletzten Flügelspieler Idir Ouali in die Startelf.

Vor 29.608 Zuschauern im ausverkauften Dresdner Stadion begannen beide Teams dem Anlass entsprechend kämpferisch. Auch wenn spielerisch zunächst bei keiner Mannschaft große Aktion zu sehen waren, wurde der Willen bei allen Akteuren schnell deutlich. Es entwickelte sich ein leidenschaftlicher Kampf - allerdings ohne Happy End für Dresden.

Die 2. Liga im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung