Krise bringt Aufstieg in Gefahr

SID
Kosta Runjaic ist seit September 2013 Trainer bei den Roten Teufeln
© getty

Kosta Runjaic hat den Aufstiegs-Alarm ausgelöst. Nach fünf Niederlagen in den vergangenen sieben Partien muss Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern um den anvisierten Aufstieg bangen.

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"Wenn wir so weitermachen, erreichen wir unser Ziel am Ende nicht", so kommentierte der besorgte Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern vor dem Punktspiel am Freitag bei Schlusslicht Energie Cottbus (18.30 Uhr/Sky) die Krise beim viermaligen Meister.

Nach fünf Niederlagen in den zurückliegenden sieben Spielen ist der FCK auf den siebten Platz zurückgefallen. Dass die Roten Teufel trotzdem weiter von der Rückkehr in die Eliteklasse träumen dürfen, haben die Pfälzer einzig und allein der Schwäche der Konkurrenz zu verdanken. Das Schneckenrennen um den Aufstieg sorgt dafür, dass die Lauterer nach 22 Spieltagen nur drei Punkte hinter dem Tabellenzweiten SpVgg Greuther Fürth liegen.

Runjaic fordert Erfolgserlebnis

Weitere Ausrutscher kann sich der FCK, der zuletzt nur beim Sieg im Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen (1:0 nach Verlängerung) positive Schlagzeilen geschrieben hat, nicht leisten. Das weiß auch Runjaic, dem der Trainerwechsel bei den Lausitzern (Jörg Böhme für Stephan Schmidt) deshalb völlig egal ist.

"Was wir brauchen, ist ein Erfolgserlebnis - ungeachtet des Trainerwechsels in Cottbus und der Tabellensituation des Gegners", sagte der Coach, dessen Klub im vergangenen Jahr in der Relegation gegen 1899 Hoffenheim gescheitert war.

Beim Blick auf den Zustand der Mannschaft wäre das Erreichen der Play-offs gegen den Drittletzten der Bundesliga in dieser Saison schon fast ein Erfolg. Die Spiele der Pfälzer, die in Cottbus auf den gelbgesperrten Linksverteidiger Chris Löwe verzichten müssen, liefen zuletzt immer nach dem gleichen Strickmuster ab.

"Ich bin kein Schönwetter-Kapitän"

Der FCK ist in der Regel das bessere Team, steht am Ende aber aufgrund der mangelhaften Chancenverwertung mit leeren Händen da. 72 Prozent Ballbesitz, 29:7 Flanken, null Punkte: Die Statistik des 1:2 gegen das zuvor fünfmal in Folge erfolglose "Kellerkind" VfR Aalen am Samstag gilt als exemplarisch.

Runjaic ("Wir sind zuletzt intern vielleicht etwas lauter und bestimmter geworden") geht diese ineffektive Spielweise mächtig auf die Nerven. "Glauben Sie mir, wenn sich jemand ärgert, dann sind es Team und Trainerteam", sagte der 42-Jährige, den die Profis in den vergangenen Tagen von einer strengeren Seite kennengelernt haben: "Ich bin kein Schönwetter-Kapitän."

Einen solchen kann der FCK derzeit auch nicht brauchen. Der chronisch klamme Klub benötigt aus finanzieller Sicht dringend den Aufstieg, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Vor allem mit Blick auf potenzielle Geldgeber wäre die Bundesliga-Rückkehr wichtig. Schließlich hat der derzeitige Hauptsponsor bereits angekündigt, den zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

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