"Ich trage ja auch ein wenig Bauch"

Torsten Mattuschka spielt seit Juli 2005 für den 1. FC Union Berlin
© imago
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
La Liga
Sa23.12.
El Clasico auf DAZN:
Real Madrid vs. Barcelona
Primera División
Live
Espanyol -
Girona
Serie A
Live
Lazio -
FC Turin
Championship
Live
Reading -
Cardiff
FIFA Club World Cup
Casablanca -
Urawa
FIFA Club World Cup
Gremio -
Pachuca
Coupe de la Ligue
Toulouse -
Bordeaux
Serie A
Genua -
Atalanta
Coppa Italia
Inter Mailand -
Pordenone
Premier League
Huddersfield -
Chelsea
Coupe de la Ligue
Monaco -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Watford (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Stoke (DELAYED)
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV Eindhoven
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian – Glasgow Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo Funchal
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Napoli -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
Saint-Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Strasbourg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennaiyin -
Kerala Blasters
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheff Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
Roma
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II

Torsten Mattuschka spielt seine neunte Saison für den 1. FC Union Berlin und ist bei den Eisernen unumstrittener Publikumsliebling. Im Interview spricht der 33-jährige Kapitän über einen Container als Kabine, den Spagat zwischen Kult und Kapitalismus sowie die Aufstiegsambitionen des Hauptstadtklubs.

SPOX: Unter Ede Geyer feierten Sie bei Energie Cottbus Ihr Debüt in Liga 1 und waren damals auch nach dem Abstieg fester Bestandteil des Teams. Woran lag es, dass Sie sich damals nicht noch mehr etablieren konnten?

Torsten Mattuschka: Ich war damals sehr jung und hatte natürlich noch nicht die Erfahrung, die ich heute habe. Ede Geyer hat mich aus den Niederungen der Landesklassen Brandenburgs direkt zu den Profis von Cottbus geholt. Das ist natürlich eine andere Welt. Bei Cottbus hat es dann wohl nicht sollen sein. Mit der Zeit wuchs mein Erfahrungsschatz, den habe ich wohl gebraucht.

SPOX: Sie unternahmen dann einen ungewöhnlichen Schritt und wechselten im Sommer 2005 vom Zweitligisten Cottbus in die Oberliga Nordost zu Union Berlin.

Mattuschka: Mir fehlte bei Energie die Perspektive. Die habe ich dann bei Union gesehen. Dass wir so einen Weg gehen werden, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Was ich damals schon wusste war, dass Union ein positiv verrückter Verein ist. Die Fans sind unglaublich, sowas gibt es nicht oft. Als Typ passte ich schon damals sehr gut zu diesem Umfeld, sportlich habe ich dann noch eine Weile gebraucht.

SPOX: In Cottbus gehörten Sie zu den jungen Spielern, das Verhältnis zwischen Alt und Jung war noch ein anderes als heutzutage. Wie sind Sie damals als junger Kicker zurechtgekommen mit den Ansagen der Älteren?

Mattuschka: Man muss sich immer anpassen im Leben, aber nicht verbiegen. Wenn du als junger Spieler in eine Mannschaft mit gestandenen Profis kommst, musst du dich halt unterordnen. Ab und an mal das Ballnetz zu tragen oder die Hütchen wegzuräumen, schadet auch niemandem. Das hat sich bis heute nicht verändert. Jungen Spielern fällt das ja auch viel leichter als mir mit meinen 33 Jahren.

SPOX: Bei Union hat auch immer ein wenig die mangelnde Infrastruktur einen Teil des Charmes des Vereins ausgemacht. Es gab veraltete Kabinen, ein unmodernes Stadion oder einen nicht mehr zeitgemäßen Kraftraum. War das damals auch für Sie ein Teil des Reizes, den der Verein bei Ihrem Wechsel nach Berlin auf Sie ausgeübt hat?

Mattuschka: Union ist anders, aber doch nicht mit Absicht schlechter. Manches braucht eben seine Zeit und das war für mich nie ein Problem. Mittlerweile haben wir auch ein modernes Stadion, aber es ist der Vereinsführung gelungen, den Charme der Alten Försterei zu erhalten. Das ist doch geil so. Und so "romantisch" es in unserem alten Container auch war: Jetzt nach einem Spiel in die Sauna oder ins Entmüdungsbecken zu hüpfen, ist einfach überragend.

SPOX: Seit Sie in Köpenick spielen ist der Verein parallel mit Ihrer persönlichen Entwicklung als Fußballer stetig mitgewachsen. Erzählen Sie doch bitte einmal von Ihrer Anfangszeit in Berlin!

Mattuschka: Wie ich eben schon sagte: Wir haben uns in Containern umgezogen, Sauna oder Entmüdungsbecken gab es nicht. Flutlicht gab es immerhin im Stadion, aber an eine Rasenheizung war nicht zu denken. Es war alles sehr einfach, aber man braucht auch nicht viel, um Fußball zu spielen. Genug Klamotten, Bälle und Schuhe waren jedenfalls da.

SPOX: Wie wichtig war es, dass davon mittlerweile nur noch wenig übrig ist?

Mattuschka: Der Verein hat den Erfolg der letzten Jahre richtig gut genutzt und an vielen Stellen Dinge verbessert. Es ist eben nicht nur in die Mannschaft investiert worden, sondern auch ins Stadion und in die Geschäftsstelle. Das hat alles Substanz und verfliegt nicht, wenn es sportlich mal nicht so laufen sollte.

SPOX: Gibt es für Sie so etwas wie eine Obergrenze des Vereinswachstums? Also in der Hinsicht, dass der Verein sozusagen Gefahr laufen könnte, eines Tages zu modern zu werden und damit einen Teil seiner Identität zu verlieren?

Mattuschka: Nein, das glaube ich nicht. Wir alle im Verein wissen, wo wir herkommen und was Union ausmacht. Ich denke, es sind die richtigen Leute am Werk, um auch weiterhin gute Entscheidungen zu treffen. Gegen Modernität hat, glaube ich, niemand etwas einzuwenden. Und die Gefahr, dass wir in den nächsten Jahren die Champions League gewinnen, besteht ja nicht.

SPOX: Wie wichtig ist es für Union bereits jetzt - aber auch in Zukunft - den Spagat zwischen Kult und Kapitalismus zu meistern? Es gibt ja mittlerweile eine neue Haupttribüne, Logen im Stadion, auch der Aufstieg in die Bundesliga ist kein Tabuthema mehr.

Mattuschka: Fußball ist Sport und da will man nun mal Erfolg haben. Es ist doch klar, dass man den Traum hat, mal in der höchsten Spielklasse zu spielen. Mit dem Erfolg wächst natürlich das Interesse am Verein und das ist doch cool. Hier ist auch keiner so blauäugig zu glauben, dass sowas ohne Sponsoren und Partner ginge. Was die Tribüne angeht: Ich habe den Eindruck, die ist auch bei den Fans auf den Stehplätzen total akzeptiert. Die Leute sind stolz auf ihr Stadion, weil sie es selbst gebaut und zum Teil auch finanziert haben. Außerdem ist die Anzahl der Stehplätze ja dreimal so hoch wie die der Sitzplätze. Vom Charakter ist die Sache doch ganz klar - die Alte Försterei ist ein Stehplatzstadion.

SPOX: Nur zur Erklärung: Als dem Verein 2008 das nötige Geld für die umfassende Sanierung der Alten Försterei fehlte, legten die Fans selbst Hand an und machten das Stadion in 140.000 freiwilligen Arbeitsstunden wieder ligatauglich.

Mattuschka: Das ist eine einmalige Geschichte in der Welt des Fußballs. Was die Jungs und Mädels da geleistet haben, ist nicht in Worte zu fassen. Die Unioner haben sich ihr Stadion so gebaut, wie sie es haben wollten. Mehr Identifikation kannst du gar nicht schaffen als mit so einem Projekt.

SPOX: Die Ziele von Union sind ambitioniert, der Aufstieg in die 1. Liga scheint möglich. Wie groß sind die Hoffnungen, gegen Ende Ihrer Karriere doch noch einmal im Oberhaus auflaufen zu dürfen?

Mattuschka: Wir wissen, dass wir mit der Spitzengruppe der 2. Liga mithalten können. Natürlich wäre es für alle im Verein und für mich persönlich eine unglaubliche Geschichte, sollten wir wirklich den Aufstieg packen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Das Schöne ist: Wir haben keinen Druck, unbedingt aufsteigen zu müssen. Trotzdem wollen und werden wir in den verbleibenden Spielen der Rückrunde alles raushauen. Ob wir am Ende Grund zum Feiern haben, sehen wir dann. Wenn es was zu Feiern gibt, werden das sicherlich berauschende zwei, drei Wochen. Dann können sich alle anschnallen.

SPOX: Sie gelten bei Union als absoluter Publikumsliebling und Identifikationsfigur. Wie erklären Sie sich, dass die Fans ausgerechnet Sie zum Publikumsliebling auserkoren haben?

Mattuschka: Das können die Fans natürlich besser beantworten. Ich glaube, dass ich mit meiner Art einfach zu Union passe. Ich bin mir immer treu geblieben, habe immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. So bin ich eben. Aber ich bin auch ein Kämpfer und lasse mich nie hängen. Das versuche ich auch Spiel für Spiel auf den Platz zu übertragen. Sobald der Schiedsrichter anpfeift, gebe ich Vollgas für den Verein. Außerdem trage ich, wie die meisten Fans, ja auch ein wenig Bauch (lacht). Aber mal im Ernst, ein paar ganz gute Spiele habe ich ja schon gemacht. Das hilft sicher auch.

Torsten Mattuschka im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung