Mittwoch, 29.01.2014

Nach schweren Krawallen in Stockholm

Berlin will hart gegen Chaoten vorgehen

Präsident Dirk Zingler von Union Berlin hat nach den schweren Krawallen in Stockholm ein kompromissloses Vorgehen gegen die Täter aus der eigenen Ultraszene angekündigt.

Einige Fans hatten sich in Stockholm daneben benommen und das Spiel wurde abgebrochen
© getty
Einige Fans hatten sich in Stockholm daneben benommen und das Spiel wurde abgebrochen

"Wir haben einen klaren Kodex hier im Verein, dass niemand und nichts, ganz besonders kein Mensch und kein Gegenstand auf dem Rasen etwas zu suchen hat", sagte Zingler in einem Interview auf dem vereinseigenen TV-Kanal.

An diesen Kodex habe man sich jahrelang gehalten, doch beim Testspiel gegen den schwedischen Erstligisten Djurgarden IF, das vergangenen Samstag beim Stand von 1:1 nach 73 Minuten wegen schweren Krawallen abgebrochen werden musste, habe man eine Grenze überschritten.

"Mich interessiert es dann nicht, ob Provokationen stattgefunden haben. Wenn wir mit Provokationen nicht umgehen können, sind wir nicht geeignet, in Zukunft Auswärtsspiele machen zu können und erst recht nicht international", betonte Zingler: "Regeln sind einfach einzuhalten."

Maßnahmen gegen eigene Ultraszene

In diesem Zusammenhang kündigte Zingler auch Maßnahmen gegen den gewalttätigen Teil der eigenen Ultraszene der Köpenicker an.

"Die Kräfte, die tatsächlich ihr Ultradasein leben wollen, in den Regeln und ohne den Verein zu schaden, werden wir weiter unterstützen. Die das nicht wollen und glauben, sich verselbstständigen zu können, von denen werden wir uns trennen."

Bereits am Dienstag hatten die "Eisernen" angekündigt, zwischen 50 und 60 Stadionverboten zu verhängen. Am Samstag war es in Schweden auf beiden Seiten zum massiven Einsatz von Pyrotechnik gekommen, außerdem stürmten Fans aus beiden Lagern auf den Rasen und wollten sich bereits vor dem Spiel eine wüste Massenschlägerei liefern.

Bei den Vorfällen wurden nach schwedischen Polizeiangaben zwölf Beamte und ein deutscher Fan verletzt. "Diese Bilder haben uns geschadet, da brauchen wir nicht drumherum zu reden", sagte Zingler.

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