"Seuche an Bröki weitergegeben"

SID
Samstag, 14.12.2013 | 16:01 Uhr
Die Geißböcke stehen an der Tabellenspitze der zweiten Liga
© getty
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Vor allem dank eines Doppelpacks des zuletzt häufig glücklosen Patrick Helmes festigte Zweitligist 1. FC Köln seine Tabellenführung. Die "Aluminium-Seuche" des Ex-Nationalspielers hat nun möglicherweise ein anderer.

Als Patrick Helmes seinen "Alu-Fluch" gebannt hatte, konnte sich der Torjäger von Zweitligist 1. FC Köln einen Seitenhieb gegen seinen zuletzt lästernden Teamkollegen Thomas Bröker nicht verkneifen.

Nach schon schier unglaublichen acht Pfosten- oder Lattentreffern in der laufenden Saison sei er "froh, dass ich mich endlich wieder belohnen durfte", sagte der Ex-Nationalspieler nach seinem Doppelpack beim 3:1 (2:0) des Spitzenreiters gegen Dynamo Dresden und fügte mit einem breiten Grinsen hinzu: "Und, dass ich die Seuche an Bröki weitergegeben habe."

Bröker sei der eigene Lattenschuss in der 86. Minute durchaus recht geschehen, flachste Helmes weiter. "Irgendwann war es soweit, dass ich sogar im Training nur die Pfosten getroffen haben. 'Bröki' meinte dann zu mir, dass ich zur Abwechslung auch mal ins Tor schießen sollte."

Daraufhin sei Helmes zu Trainer Peter Stöger gegangen und habe "aus Spaß gefragt, wie ich wieder treffen könnte. Vor dem Spiel kam er dann zu mir und meinte, dass heute der Knoten platzen würde." Kein Wunder, dass Helmes anerkennend resümierte, dass "Stöger ein guter Trainer" sei.

Spitzenposition in Liga zwei

Durch die Saisontore vier und fünf von Helmes sowie den Gewaltschuss von Miso Brecko (52.) festigten die überzeugenden Kölner ihre Spitzenposition am ersten Spieltag der Rückrunde.

"Die Tabelle lügt nicht - wir sind derzeit die beste Mannschaft", stellte Helmes selbstbewusst fest und blickte voller Vorfreunde auf das Derby bei Fortuna Düsseldorf am kommenden Wochenende. "Wir marschieren weiter vorne weg, haben jetzt ein geiles Spiel in Düsseldorf - da gehen wir mit breiter Brust rein."

Das einzig Positive aus Sicht der abstiegsbedrohten Dresdner war die Tatsache, dass die befürchteten Krawalle der rund 2000 mitgereisten Dynamo-Fans vor, während und nach Spielende ausblieben. "Es war alles ruhig, wir sind sehr zufrieden", sagte ein Polizeisprecher dem "SID".

17 Polizisten verletzt

Bei den jüngsten Ausschreitungen von Dresdner Hooligans waren in der Vorwoche am Rande des Auswärtsspiels bei Arminia Bielefeld unter anderem 17 Polizisten verletzt worden. Daraufhin war sogar über einen Ausschluss des achtmaligen DDR-Meisters diskutiert worden.

Helmes ließ das vollkommen unbeeindruckt. "Was dort passiert ist, interessiert mich nicht", sagte der 29-Jährige, der sich nach dem Spiel mit seinen Teamkollegen mit einem Banner bei den eigenen Anhängern für die Unterstützung bedankte und frohe Weihnachten wünschte: "Unsere Fans feiern, wie es sich gehört - und momentan gibt es viel zu feiern."

Der 1. FC Köln im Überblick

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