Union rügt Polizeieinsatz gegen Fans

Von Marco Nehmer
Sonntag, 24.11.2013 | 20:56 Uhr
Union-Präsident Dirk Zingler kritisierte das Verhalten der Polizei scharf
© getty
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Union Berlin hat sich in aller Deutlichkeit gegen das Vorgehen von Polizeikräften im Rahmen des Auswärtsspiels beim 1. FC Kaiserslautern (0:3) gegen die eigenen Anhänger positioniert. Bei An- und Abreise der Berliner Fans hatte es Tumulte und Verletzte gegeben.

Am Sonntag gab der Verein eine Pressemitteilung heraus, in der das Verhalten der Einsatzkräfte harsch kritisiert wird. Bei der Ankunft der Union-Anhänger sei die Polizei "rücksichtslos" und "brutal" vorgegangen. Mit Pfefferspray, Schlagstöcken und Hunden seien die Auswärtsfans zusammen mit anderen Reisenden auf einen Bahnsteig getrieben worden. Als Resultat des rigorosen Vorgehens der Polizei gab es Verletzte, darunter auch der Union-Fanbeauftragte Lars Schnell.

"Das Maß ist voll und es ist an der Zeit, sehr deutlich zu werden: Wir hatten es am Hauptbahnhof von Kaiserslautern mit gewaltsuchenden Polizisten zu tun, die mit den eingesetzten Mitteln die Lage zur Eskalation gebracht haben", fand Schnell eindringliche Worte. Der Fanbeauftragte wird wie andere Betroffene des Einsatzes Anzeige erstatten. Auch bei der Rückfahrt gab es Ärger mit den Ordnungshütern, die bei der Ankunft in Berlin wahllos die Personalien hunderter Reisender aufgenommen hätten.

Union-Präsident Zingler: "Massives Versagen"

"Wir haben es hier mit einem massiven Versagen derjenigen zu tun, die eigentlich für die Sicherheit von Menschen sorgen sollen. Stattdessen erleben wir provozierendes Auftreten, Gewalt, Freiheitsberaubung, Gefährdung der öffentlichen Ordnung und eine unglaubliche Verschwendung von Steuermitteln, die anschließend per Pressemitteilung gerechtfertigt wird", äußerte sich Union-Präsident Dirk Zingler erbost.

"Ein solches Vorgehen führt alle Formen der vertrauensvollen Zusammenarbeit ad absurdum. Wir erwarten Aufklärung darüber, wie es zu solchen Einsätzen kommt und werden die uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel dazu einsetzen", so der 49-Jährige weiter.

Union Berlin im Überblick

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