Union greift nach der Tabellenführung

Von Marco Nehmer
Donnerstag, 17.10.2013 | 15:54 Uhr
Union Berlin wartet seit 21 Jahren auf einen Sieg bei Energie Cottbus
© getty
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Die 2. Liga erwacht aus der Länderspielpause. Am Freitagabend eröffnen drei Partien den 11. Spieltag. Union Berlin will den ersten Dreier seit 1992 im Stadion der Freundschaft und vorübergehend an die Spitze. Während der VfR Aalen und Arminia Bielefeld sich im Duell der Dreifach-Verlierer begegnen, peilt der FSV Frankfurt in Paderborn Platz vier an.

Energie Cottbus - Union Berlin (Fr., 18.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Union Berlin greift nach der Tabellenführung. Mit einem Zähler im Ostderby bei Energie Cottbus am Freitag können die Eisernen an den punktgleichen Kölnern und Fürthern vorbeiziehen und den Platz an der Sonne einnehmen. Auch wenn schon ein Punkt reicht - ein Sieg wäre den Überfliegern aus Berlin-Köpenick natürlich lieber.

Doch aus dem Stadion der Freundschaft konnte Union seit unglaublichen 21 Jahren nie mehr als einen Zähler entführen. "Serien sind dazu da, gebrochen zu werden. Ich hätte nichts dagegen, die nächste auch zu beenden", will Berlins Trainer Uwe Neuhaus von einem Fluch nichts wissen. Zumal es für Union in dieser Saison in der Fremde läuft: Elf der 20 Punkte wurden auf des Gegners Platz eingefahren.

Unklar ist derweil noch, wer die dafür nötigen Tore überhaupt schießen soll. Fünf-Tore-Mann Sören Brandy liegt seit Tagen mit einem Infekt flach. "Ich muss herausfinden, ob er es schafft, für 60 Minuten den inneren Schweinehund zu überwinden", hofft Neuhaus. Beim Tabellenelften aus der Lausitz sieht es aber kaum besser aus. Boubacar Sanogo (6 Tore) will zwar spielen, laboriert aber noch an einem Zehenbruch. "Es ist schön, dass er sich zur Verfügung stellt, aber ich weiß nicht, ob es was wird", so Trainer Rudi Bommer.

VfR Aalen - Arminia Bielefeld (Fr., 18.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Eine Serie wird in Aalen definitiv reißen: In der Scholz-Arena treffen sich der heimische VfR und Arminia Bielefeld zum kollektiven Wundenlecken. Beide verloren ihre letzten drei Pflichtspiele nach zuvor achtbarem Saisonstart. Besonders die Gastgeber stehen mit nur noch einem Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang mittlerweile gehörig unter Druck. Geschenke können die Gäste aus Ostwestfalen deshalb nicht erwarten.

"Ein Unentschieden ist zu wenig", stellt VfR-Trainer Stefan Ruthenbeck unmissverständlich klar. "Beide können sich ein 0:0 nicht erlauben. Ein Unentschieden tut keinem gut." In der Ostalb brennt schon jetzt der Baum. Die jüngsten niederschlagenden wirtschaftlichen Zahlen belasten den Verein und das Umfeld zusätzlich.

Die Arminia reist also zu einem gefährlichen Zeitpunkt nach Aalen. Zumal die Mannschaft von Stefan Krämer in einer Minikrise steckt und sieben Tore in den letzten zwei Spielen kassierte. Beim 0:3 gegen Lautern verlor die Arminia zudem Torjäger Fabian Klos, der sich bei einem Zusammenstoß diverse Brüche im Gesicht zuzog. Die Abwehr wacklig, der Sturm dezimiert - Krämer will trotzdem die Flucht nach vorn antreten: "Wir werden auf keinen Fall anfangen, destruktiv zu spielen."

SC Paderborn - FSV Frankfurt (Fr., 18.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Der FSV Frankfurt macht derzeit einfach da weiter, wo er in der letzten Saison aufgehört hat: Erfolgreich sein. Der Vorjahresfünfte kann am Freitag mit einem Sieg auf Platz vier springen. Doch mit dem SC Paderborn wartet eine unangenehme Hürde auf die Bornheimer.

Nach zuvor zwei Pleiten gelang dem Tabellenfünfzehnten mit dem Auswärtssieg gegen St. Pauli der wieder ein Erfolgserlebnis, das neue Kräfte beim SCP freigesetzt hat. Wir wollen die Leistung aus diesem Spiel bestätigen und haben in den vergangenen Tagen konzentriert gearbeitet", so Trainer Andre Breitenreiter, dem der gesamte Kader zur Verfügung steht.

Anders sieht es da bei Gästecoach Benno Möhlmann aus. Kapitän Björn Schlicke droht mit Rückenproblemen auszufallen, zudem leidet Torhüter Patric Klandt an einer Fußentzündung. "Unter dem Strich werden wir eine Auswahl haben, die dann auch eine gute Mannschaft zulässt", sucht Möhlmann erst gar nicht nach Ausreden. Immerhin: Vier-Tore-Mann Mathew Leckie ist gesund vom Länderspiel in Kanada zurückgekehrt und durch sein erstes Tor für Australien zusätzlich beflügelt.

Die 2. Liga in der Übersicht

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