Dienstag, 01.10.2013

Gerhard Mayrhofer will den Umbruch bei den Münchnern

"Müssen den TSV umbauen"

Erst der Trainer, dann der Geschäftsführer, jetzt die Mannschaft: Beim Fußball-Zweitligisten 1860 München stehen weitere drastische Reformen an.

Neu-Trainer Friedhelm Funkel soll nicht die letzte Änderung bei 1860 gewesen sein
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Neu-Trainer Friedhelm Funkel soll nicht die letzte Änderung bei 1860 gewesen sein

Der neue Präsident Gerhard Mayrhofer kündigte nach einem Gespräch mit Investor Hasan Ismaik an, "dass wir den TSV 1860 umbauen müssen - und dass wir da mittendrin sind. Klar ist aber auch, dass wir als Präsidium in acht bis zehn Wochen nicht alles korrigieren können, was in den letzten zehn Jahren falsch gelaufen ist", sagte der 51 Jahre alte Unternehmer.

Ismaik sei "selbstverständlich" zu Investitionen bereit, führte Mayrhofer nach dem Treffen mit dem Jordanier weiter aus. Man könne sagen, "dass wir die gleichen Ziele haben. Nämlich, einen erfolgreichen Verein zu bauen. Da unterscheidet uns nichts. Und infolgedessen muss man natürlich noch den einen oder anderen Euro investieren, das ist uns allen klar."

"Umbau des Systems"

Schon am Sonntag nach dem enttäuschenden 0:3 der Sechziger in Kaiserslautern hatte der 1860-Präsident, der seit knapp drei Monaten im Amt ist, seinen Frust via "Facebook" deutlich gemacht. "Wir müssen konsequent am Umbau des Systems TSV 1860 weitermachen. Ich denke, heute hat sich auch unsere Mannschaft angeboten, umgebaut zu werden!", schrieb er.

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Dabei hatten sich die Münchner, die nach zehn Jahren Zweitklassigkeit endlich aufsteigen wollen, derzeit aber nur Tabellensiebter sind, nach dem knappen Aus im DFB-Pokal gegen Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund (0:2 n.V.) noch auf einem guten Weg gewähnt. "Das ausverkaufte Haus, die Wahnsinnsstimmung", dies alles habe Ismaik "schwer beeindruckt. Und es hat ihm mal wieder die Bestätigung gegeben, welches Potenzial da wäre", sagte Mayrhofer.

Auch Schäfer weg

Im Winter wird es nun wohl in der Mannschaft einige Veränderungen geben, nachdem sich Mayrhofer bis jetzt schon äußerst kompromisslos gezeigt hat. Sein erstes Personalopfer war Trainer Alexander Schmidt gewesen, der durch den erfahrenen Friedhelm Funkel ersetzt wurde.

Am vergangenen Freitag erwischte es dann den bei Ismaik ungeliebten Geschäftsführer Robert Schäfer - auch wenn die offizielle Version lautete, Schäfer habe sich nach Gesprächen mit dem Präsidium freiwillig zum Rückzug entschlossen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. "Es muss ein Profi sein, der 1860 nach vorne bringt", betonte Mayrhofer. Derzeit führt Sportchef Florian Hinterberger kommissarisch die Geschäfte.

Der TSV 1860 München im Überblick


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