Hertha-Trainer im Aufstiegsgespräch

Luhukay: "Die Hauptstadt ist wieder da"

SID
Sonntag, 21.04.2013 | 19:00 Uhr
Feucht und fröhlich feierten die Hertha-Verantwortlichen den frühzeitigen Aufstieg in die Bundesliga
© getty
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Jos Luhukay schaffte mit Gladbach und Augsburg den Aufstieg. Heute machte der Niederländer mit der Hertha sein persönliches Aufstiegstriple perfekt und sprach über Feierlichkeiten, die Schwierigkeit des Aufstiegs und Befehle seiner Frau.

Frage: Herr Luhukay, wie sehr freut Sie persönlich der Aufstieg?

Jos Luhukay: Es war im letzten Sommer keine einfache Aufgabe, diese Herausforderung anzunehmen. Aber es hat sich gelohnt. Der Verein war sportlich und wirtschaftlich nicht in einer idealen Situation. Aber daraus habe ich auch Kraft herausgenommen. Die Stadt wird sich auch freuen: Die Hauptstadt ist wieder dabei.

Frage: Die Fans haben Sie mit Sprechchören gefeiert, wie ging es Ihnen dabei?

Luhukay: Natürlich ist das schön, wenn die Fans einen so feiern, doch ich finde mich selbst nicht so wichtig. Es fällt mir schwer, diese Momente zu genießen. Wenn ich meine Frau nachher sehe, dann wird sie mir sagen, dass ich es mal tun soll. Es fällt mir eben schwer abzuschalten.

Frage: Wie schwierig war der Aufstieg?

Luhukay: Die Mannschaft war vom ersten Spieltag Mit- oder sogar Topfavorit. Das ist nicht einfach. Ich glaube, das Wichtigste war nach dem letzten Jahr, eine Mannschaft zu formieren, die als Kollektiv auftritt und meinen Weg mitverfolgt. Und es war kein einfacher, sondern ein steiniger Weg. Aber es hat sich gelohnt. Die Mannschaft hat auf- und neben dem Platz enorme Stärke gezeigt.

Der Spielbericht zum Aufstiegsspiel

Frage: Beschäftigen Sie sich ab jetzt mit der nächsten Saison?

Luhukay: Das mache ich nicht erst jetzt, das mache ich schon seit Monaten. Ich weiß, dass wir einen großen Schritt gemacht haben. Aber ich weiß auch, dass es jetzt erst richtig anfängt. Der Verein muss sich in allen Bereichen verbessern. Ich bin guten Mutes, dass uns das gelingt. Wir möchten mit Hertha nicht rauf- und runtergehen. Wir wollen uns stabilisieren.

Frage: Wie wird jetzt gefeiert?

Luhukay: In Augsburg beim letzten Aufstieg bin ich alleine mit meiner Frau und meinen Kindern essen gewesen. Das werde ich diesmal nicht machen. Diesmal werde ich mit der Mannschaft essen gehen. Aber ganz in Ruhe. Ich werde nicht die Polonaise vorantreiben oder auf dem Tisch stehen. Ich weiß, wie ich mich zu verhalten habe. Der Abend gehört den Spielern.

Jos Luhukay im Steckbrief

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