Krise bei 1860 spitzt sich zu

SID
Montag, 07.01.2013 | 22:12 Uhr
Hasan Ismaik verließ sichtlich verärgert den Krisengipfel mit der Löwen-Führungsetage
© Getty
Advertisement
Allsvenskan
Norrköping -
Häcken
World Cup
Frankreich -
Kroatien (Highlights)
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Club Friendlies
Besiktas -
Reading
Copa Sudamericana
Lanus -
Junior
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Hiroshima -
Urawa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City

1860 München droht eine Zerreißprobe, das Zerwürfnis mit Investor Hasan Ismaik scheint nicht mehr zu kitten. Der jordanische Geschäftsmann, der 49 Prozent der stimmberechtigten Anteile des Klubs hält, verließ am Montagabend nach einem vierstündigen Krisengipfel mit der Vereinsspitze sichtlich verärgert die Geschäftsstelle der Sechziger an der Grünwalder Straße 114.

"Die Sitzung ist sehr schlecht verlaufen, ich werde zur DFL gehen. Ich kann nicht mit diesen Leuten arbeiten", ließ Ismaik die anwesenden Journalisten um 21.05 Uhr wissen.

Wie die Vereinsführung berichtete, habe Ismaik indirekt damit gedroht, den finanziell angeschlagenen Sechzigern den Geldhahn zuzudrehen.

Ismaik fordert "personelle Einflussnahmen"

"Wir haben versucht, Ismaik dazu zu bringen, die ihm Rahmen des Dreijahresplans vereinbarten Zahlungen zu gewährleisten. Das hat er abgelehnt", sagte Präsident Dieter Schneider. Der Investor sei auch nicht bereit gewesen, Zahlungen zu gewährleisten, die eine offensivere Aufstiegsstrategie betreffen.

Wie Schneider weiter berichtete, habe Ismaik zudem "personelle Einflussnahmen gefordert, die weit über das von der DFL erlaubte Maß hinausgehen".

Keine direkte Rücktrittsforderung

Offenbar aber verzichtete Ismaik im direkten Gespräch mit der Vereinsspitze darauf, den Rücktritt von Schneider zu verlangen.

"Eine Forderung, Herrn Schneider abzulösen, ist Herrn Ismaik nicht über die Lippen gekommen", sagte Vizepräsident Wolfgang Hauner. Löwen-Boss Schneider hofft trotz der Eskalation auf eine Einigung mit dem Investor. "Wenn sich die Emotionen gelegt haben, sieht man ein bisschen klarer. Vielleicht kann man dann doch noch zu einem Kompromiss kommen", sagte er.

Vor dem Gipfeltreffen mit Vereinspräsident Dieter Schneider, Vizepräsident Franz Maget, Geschäftsführer Robert Schäfer und Aufsichtsratsboss Siegfried Schneider hatte sich Ismaik unnachgiebig gegeben und mit deutlichen Worten den Rücktritt von Dieter Schneider gefordert.

"Nicht so hitzig, wie es ausgeschaut hat"

"Ich kann nicht mehr mit Herrn Schneider zusammenarbeiten. Er ist nicht ehrlich. Das geht nicht mehr", hatte Ismaik zu Beginn seines ersten Besuchs in München seit acht Monaten gesagt. "Ich hoffe, dass er zurücktritt. Wir werden sehen."

"Es war nicht so hitzig, wie es ausgeschaut hat. Man hat sich bemüht, die Ratio in den Vordergrund zu stellen und ohne Hitzigkeit zu sprechen", versuchte Schneider, die Situation etwas herunterzuspielen. Und weiter: "Es gibt in so einer Geschichte nie Sieger oder Verlierer. Wir müssen aufpassen, dass wir am Ende nicht alle als Verlierer dastehen!"

Ismaik verlangt mehr Entscheidungsgewalt

Ismaik hatte zuletzt offen mit der Beendigung seines Engagements bei 1860 gedroht und den vereinbarten Dreijahresplan aufgekündigt.

Ismaik fordert eine Abkehr vom Sparkurs, personelle Veränderungen in der Klubführung und Verstärkungen für die Mannschaft, die als Tabellensechster fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz liegt.

Zudem wird Ismaik nachgesagt, 1860-Coach Alexander Schmidt durch den früheren englischen Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson ersetzen zu wollen. Die Vereinsführung weigert sich jedoch bislang, neue Schulden zu machen.

Der Spielplan des TSV 1860

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung