Dienstag, 04.09.2012

VDV spricht von "mexikanischen Verhältnissen"

Spielergewerkschaft befürchtet Gewalteskalation

Der Fall Pezzoni sorgt bei der Vereinigung der Vertragsfußballspieler für große Beunruhigung. VDV-Geschäftsführer Baranowsky befürchtet in einem Interview nun sogar baldige Todesfälle.

VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky äußert sich zum Fall Pezzoni
© Getty
VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky äußert sich zum Fall Pezzoni

Ulf Baranowsky warnt nach den Geschehnissen rund um den ehemaligen Kölner Kevin Pezzoni vor einer steigenden Gewaltbereitschaft unter Hooligans: "Wenn das so weitergeht, haben wir bald Verhältnisse wie in Mexiko, wo Spieler auch schon zu Tode gejagt wurden."

Als Beispiel für die zunehmende Gewalt nannte er den Vorfall um den Leverkusener Michal Kadlec, dem nach einem Discobesuch von zwei Kölner Hooligans die Nase gebrochen wurde.

Baranowsky fordert im Fall Pezzoni daher harte Sanktionen: "Da müssen die Vereine, die Fans, die Polizei, DFL und DFB gemeinsam aktiv werden, damit die Situation nicht weiter eskaliert."

Kölner Fanbeauftragter sieht kein grundsätzliches Porblem

Trotz der neuerlichen Entgleisungen sieht Rainer Mendel als Fanbeauftragter des 1. FC Köln unterdessen kein grundsätzliches Problem in der Kölner Fanszene.

"Diese Geschichte mit den fünf Personen ist eine Sache von Wirrköpfen gewesen. Man muss vorsichtig sein, das als reines Kölner Phänomen anzusehen. Das Überschreiten von Grenzen findet auch anderweitig statt.", sagte Mendel im Interview der "DAPD".

Kevin Pezzoni hatte seinen Vertrag mit dem 1. FC Köln in der vergangenen Woche aufgelöst, nachdem er von mehreren Hooligans bedroht worden war.

Der Kader vom 1. FC Köln im Überblick

Ruben Zimmermann

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