Kölns Timo Horn im Porträt

Mit Hypnose auf Schumachers Spuren

Von Adrian Bohrdt
Freitag, 10.08.2012 | 14:36 Uhr
Torhüter Timo Horn steht seit 2011 im Profikader des 1. FC Köln
© Getty
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Hypnose, Extraschichten und grenzenloser Ehrgeiz - Kölns Nachwuchskeeper Timo Horn strebt nach Perfektion. Dabei hat er Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen schon einiges voraus.

An Selbstvertrauen mangelt es Timo Horn nicht. Bereits 2010 stellte er klar: "In zwei Jahren will ich als Nummer eins im Tor stehen." Eine Prognose, die er in der jüngst gestarteten Zweitliga-Saison hat wahr werden lassen. Horn wirkt dabei nicht arrogant, vielmehr ehrgeizig.

"Ich hatte mir dieses Ziel gesetzt, um alles abzurufen im Training. Diese Ansage habe ich immer im Kopf. Ohne Ziele fehlen dir immer ein paar Prozent", sagte Horn.

Sein großes Talent trat schon früh zum Vorschein. Bereits mit 14 Jahren debütierte er für die U 17 des 1. FC Köln, bahnte sich schließlich über die U 19 und die zweite Mannschaft den Weg ins Tor der Profis.

Dort will Horn nun über kurz oder lang in die großen Fußstapfen altehrwürdiger FC-Legenden treten. "Ich freue mich auf die Aufgabe und bin stolz, solchen tollen FC-Torhütern wie Toni Schumacher oder Bodo Illgner nacheifern zu dürfen", sagte er der "Kölnischen Rundschau."

In den Fußstapfen von Neuer und ter Stegen

Horn begann mit dem Fußballspielen beim SC Rondorf, der aktuell in der Bezirksliga Mittelrhein vertreten ist. Bereits 2002, im Alter von gerade mal neun Jahren, wechselte er schließlich in die Jugendabteilung des 1. FC Köln.

2009 folgten der Sprung zu den A-Junioren sowie die Berufung in die deutsche U-17-Nationalmannschaft, von der er wenig später in die U 18 aufrückte. Bereits 2009 durfte Horn mit den Profis ins Sommer-Trainingslager fahren. Zur Saison 2011/12 wurde er dann schließlich in den Profikader der Kölner berufen, blieb hinter Michael Rensing jedoch vorerst ohne Einsatz.

Mit der Kölner Jugendmannschaft wurde Horn 2010 Westdeutscher Vizemeister und erhielt die Fritz-Walter-Medaille, wobei er nach Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen erst der dritte Torwart überhaupt war, der diesen Nachwuchspreis erhielt. Und Horn setzte sogar noch einen drauf: Er erhielt die Medaille in Gold, was seinen beiden Vorgängern in dieser Altersstufe verwehrt geblieben war.

Horn soll extrovertierter werden

Neben seinen sportlichen Qualitäten besticht der 19-Jährige vor allem durch eine für sein Alter ungewöhnlich reife Persönlichkeit und hohe Professionalität. "Er steckt sich klare Ziele und verfolgt sie gewissenhaft", erklärt Kölns Torwarttrainer Alexander Bade.

Leise Kritik gibt es lediglich an Horns zurückhaltender Art auf dem Platz. "Ich hätte gerne, dass er noch extrovertierter wird. Dass man ihn nicht nur sieht, sondern auch hört und er seine Spieler erzieht", äußerte sich etwa Kölns Vize-Präsident und Torwart-Legende Toni Schumacher im "Kölner Stadt-Anzeiger". Und auch Bade schlägt in die gleiche Kerbe: "Er ist zu normal für einen Torwart, eher die Kategorie Illgner. Timo ist mehr Kopf- als Bauchmensch, auch in seinem Spiel."

Mentaltrainer und Hypnose

Timo Horn wäre aber nicht Timo Horn, wenn er nicht schon begonnen hätte, an diesem vermeintlichen Makel zu arbeiten: "Ich arbeite mit Mental-Trainern zusammen, mache Hypnose", so Horn in der "Bild". "Ich bin manchmal noch zu ruhig auf dem Platz, das will ich ablegen. Ich will lauter werden, mehr aus mir rauskommen", erklärt der Torwart weiter und ergänzt darüber hinaus: "Ich weiß, dass ich noch eine Menge lernen muss."

Dieses Arbeitsethos passt zum Bild des kompletten Profis, das der 19-Jährige abgibt: "Ich habe gemerkt, dass man nicht sein gesamtes Leistungspotential abrufen kann, wenn man nicht auf seinen Körper und die Ernährung achtet."

Außerdem schiebt Horn regelmäßig Extraschichten abseits des regulären Trainings: "Ich mache unter der Woche auch noch zweimal persönliches Training, Kraft- und Beweglichkeitsübungen. Ich gehe nicht einfach nur zum Training und sage dann: Das war's. Zum Profi-Fußball gehört mehr."

Altes und Neues vereinen

Horn gehört der neuen Torhüterriege an, zu der auch Marc-Andre ter Stegen oder Leverkusens Bernd Leno zählen. "Wir sind eine neue Generation, haben in den Nachwuchs-Teams der Nationalmannschaft viel gelernt und stehen für den modernen Torhüter. Mein Kollege Marc-Andre ter Stegen von Borussia Mönchengladbach hat dazu sicherlich einen entscheidenden Beitrag geleistet", sagt Horn.

Horns großes Torhüter-Vorbild kommt jedoch aus einer anderen Zeit: "Edwin van der Sar. Der entspricht am ehesten meiner Spielart. Bei ihm habe ich mir viel abgeschaut. Er ist fußballerisch gut, spielt sehr gut mit." Horn sieht für sich viele Parallelen zum niederländischen Weltklassetorhüter: "Mich hat fasziniert, dass er als elfter Feldspieler Angriffe eingeleitet hat. Ein sehr ruhiger Vertreter. Er entspricht mir vom Typ her."

Auch Kölns Sportchef Frank Schaefer lobt Horn für sein Geschick am Ball: "Ein sehr guter Fußballer, der im Spielaufbau ein wichtiger zusätzlicher Spieler sein kann."

Das Vorbild: Ausgerechnet Gladbach

Horns niedriges Alter stellt für Schäfer kein Problem dar. Als positives Beispiel dient ihm ausgerechnet der Schlussmann des ärgsten Rivalen: "In Gladbach hat Marc-Andre ter Stegen letztes Jahr mitten im Abstiegskampf seine Chance bekommen in einer ähnlichen Alterskonstellation."

Kölns Wachablösung im Tor resultierte jedoch nicht - wie damals in Gladbach - aus einem Qualitätsproblem. Im Gegenteil: Michael Rensing wollte man aufgrund der durch den Abstieg bedingten finanziellen Lage schlichtweg nicht halten.

Wäre Rensing nicht ausgemustert worden, wäre der weitere Weg für Horn schwieriger geworden: "Sonst hätten wir Timo ausleihen müssen. Doch dann hättest du ihn emotional ein Stück weit verloren. Wie willst du ihm in dem Moment, wo wir auf die Jungen setzen, sagen: Wir leihen dich aus", betont Schaefer. "Wenn einer von Kindheitstagen an geträumt hat, im Tor des 1. FC Köln zu stehen - nicht im Tor irgendeines Profiklubs - das setzt von der Motivation noch mal 10 bis 20 Prozent frei", sagt Schaefer.

"Es geht alles etwas schneller zu"

So war klar, dass der FC auf Horn setzen würde, was dem 19-Jährigen einen zusätzlichen Schub verlieh: "Es war natürlich gut, vom Verein und den Verantwortlichen im Vorfeld das Vertrauen bekommen zu haben."

Das erste Saisonspiel mit seinem FC ging in Braunschweig mit 0:1 verloren, nach 68 Minuten kassierte Horn sein erstes Pflichtspiel-Gegentor als Profi-Keeper. "Ich habe mich in meinem ersten Spiel sehr gut gefühlt, es geht alles etwas schneller zu als in den unteren Ligen, aber daran werde ich mich in den nächsten Wochen gewöhnen", so der Torwart nach seinem Profi-Debüt.

Trotz der Auftaktpleite ist Horn vom Wiederaufstieg der Kölner überzeugt: "Wir haben ein tolles Team mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit, aber auch vielen guten Individualisten. Deshalb werden wir es schaffen."

Timo Horn im Steckbrief

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