Düsseldorf tut entspannt, Tumulte bei St. Pauli

Rennen um Relegationsplatz drei in der 2. Liga:

SID
Freitag, 04.05.2012 | 14:11 Uhr
Vor dem letzten Spieltag der 2. Liga brennt es bei St. Pauli gewaltig
© Getty
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Was sollte Norbert Meier auch sagen? "Wir empfinden keinen Druck", behauptete der Trainer von Fortuna Düsseldorf tapfer, "nur reine Vorfreude." Das nimmt ihm vor dem letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga zwar kein Mensch ab, aber die Notlüge ist verzeihlich. Düsseldorf benötigt am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den MSV Duisburg einen Sieg, um sicher die Relegationsspiele gegen den Bundesliga-Sechzehnten zu erreichen (10. und 15. Mai) und eventuell Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt in die erste Liga zu folgen.

"Uns zu ärgern, ist deren letztes Ziel" sagt Meier über Gegner Duisburg, der halbwegs bequem den Klassenerhalt gesichert hat und sich geistig Urlaub und Neuaufbau widmen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass Düsseldorf sich die Relegationsspiele - und womöglich gegen Köln! - noch nehmen lässt, wird entlang der paar Rheinschleifen zwischen beiden Städten nahe null gesehen.

Die Rivalität ist immerhin so groß, dass vorsorglich 3.000 von 54.000 Plätzen unverkauft bleiben, um einen Puffer zwischen den Fanblocks zu haben.

Bleibt Schubert? "Ich weiß es nicht"

Während Düsseldorf also die sportliche Entscheidung eigenhändig herbeiführen kann und die rund 49.000 Fortuna-Fans bereits ihre Party danach planen, entwickelt sich das Verfolgerduell in Hamburg unerwartet brisant: Bei St. Pauli ist Trainer Andre Schubert plötzlich stark umstritten.

Seit Wochen mehren sich die Signale für atmosphärische Störungen zwischen Trainer, Mannschaft und Vereinsführung. "Ich bin nicht der Diplomatischste unter der Sonne", sagte Schubert dazu am Freitag, er wolle daraus lernen, wenn er Einzelne brüskiert habe. Die Frage, ob er vor seinem letzten Spiel mit St. Pauli stehe, beantwortete er ohne Verweis auf seinen Vertrag bis 2013 entwaffnend offen: "Ich weiß es nicht."

Beide Klubs haben ihre Geschicke eng verwoben, seit Schubert vor der Saison von Paderborn zum FC St. Pauli wechselte und in Mahir Saglik und Sebastian Schachten zwei Ex-Spieler gleich mitbrachte. Mit Florian Mohr und Sören Gonther stehen zwei weitere Zugänge bereits fest, was man in Paderborn als Wilderei empfindet: "Der scheint keine anderen Spieler zu kennen als unsere", kommentierte Manager Michael Born.

Paderborns Trainer Roger Schmidt bewies bei der Frage, ob er den gebürtigen Hamburger Mohr aufstellen werde (Gonther ist ohnehin verletzt), gesunden Humor: "Das hat mich meine Frau auch schon gefragt", sagte er laut "Westfalenpost" bei einem Sponsorentreffen. Er wird kaum auf Mohr verzichten können, zumal auch Mittelfeldspieler Enis Alushi angeblich auf der Hamburger Wunschliste steht. Schmidt wird seine Aufstellung kaum indirekt aus St. Pauli diktieren lassen.

Relegation gegen Köln?

Überhaupt hat Paderborn, dass bei schlechterem Torverhältnis punktgleich mit Düsseldorf ist, eine beneidenswerte Position: punkten sie bei den augenscheinlich zerrütteten Hamburgern, würden sie von einem Ausrutscher Düsseldorfs profitieren.

Und sie müssen sich nicht mit dem möglichen übernächsten Spiel beschäftigen, wie man es von Düsseldorfs Sascha Rösler verlangt. "Was ist das für eine Frage?", antwortete der am Freitag darauf, wen er sich denn als Relegations-Gegner wünsche. Düsseldorf gegen Köln, diese Möglichkeit elektrisiert das Rheinland - vielleicht etwas zu früh.

Die Tabelle

 

 

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