32. Spieltag, Die Sonntagsspiele

Jetzt wird nicht mehr taktiert!

Von Christian Bolzer
Samstag, 21.04.2012 | 23:04 Uhr
Andre Schubert und der FC St. Pauli haben den Aufstieg im Blick
© Getty
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Während Greuther Fürth sich den Aufstieg bereits gesichert hat, kämpfen drei Teams um den Relegationsplatz. Düsseldorf muss vor heimischer Kulisse gegen Union Berlin gewinnen, Paderborn möchte in Karlsruhe die Fortuna mit einem Sieg auf Distanz halten. Der KSC hofft, dass der dritte Aufstiegskandidat St. Pauli gegen Hansa Rostock dreifach punktet.

Fortuna Düsseldorf - 1. FC Union Berlin (13.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Nach der 1:2-Niederlage bei Dynamo Dresden steht Fortuna Düsseldorf gegen Union Berlin mächtig unter Druck, da der SC Paderborn am letzten Spieltag an der Elf von Trainer Norbert Meier vorbeigezogen ist und nun mit einem Punkt Vorsprung Platz drei belegt.

Coach Meier lässt sich jedoch nicht beirren und ist "die Ruhe selbst", wie er vor der Partie gegen die Eisernen verlauten ließ. Die Enttäuschung nach dem Dresden-Spiel sei in der Mannschaft natürlich groß gewesen, doch seine Truppe werde bis zum Ende "alles dafür tun, den dritten Rang zu erreichen."

Etwas anders sieht es bei den Gästen aus der Hauptstadt aus. Der Klassenerhalt ist schon seit einigen Wochen gesichert. Dementsprechend selbstbewusst gibt sich Union-Spieler Daniel Göhlert vor der Partie: "Es wird am Sonntag für den Gegner um alles gehen, aber ich glaube, wir brauchen uns nicht zu verstecken."

Neuhaus hingegen schiebt die Favoritenrolle dem Tabellenvierten zu: "Die Aussicht auf den Relegationsplatz wird Düsseldorf beflügeln, der Gegner wird - stimmgewaltig unterstützt - versuchen, uns unter Druck zu setzen". Nichtsdestotrotz läge es "aber an uns, wie das Spiel endet", so der Union-Coach weiter.

Bei den Düsseldorfern muss Torwart Robert Almer wegen muskulären Problemen passen, wodurch sich Michael Ratajczak wieder beweisen darf. Des Weiteren fallen Kapitän Jens Langeneke und Johannes van den Bergh (beide Wadenverletzung), Kai Schwertfeger (Innenbandriss im Knie) sowie Robbie Kruse (Trainingsrückstand) aus.

Berlins Neuhaus muss auf den gelbgesperrten Marc Pfertzel, sowie die verletzten Jerome Polenz (Sprunggelenk), Christopher Quiring (Oberschenkelprobleme) und Steven Skrzybski (Syndesmoseband) verzichten. Mit dabei ist aber Markus Karl, der in der Nacht zum Freitag Vater einer gesunden Tochter geworden ist.

Karlsruher SC - SC Paderborn 07 (13.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Nachdem sich weder Erzgebirge Aue (1:1 gegen Dresden), noch Energie Cottbus (1:1 gegen Bochum) mit einem Sieg entscheidend absetzen konnten, hat der Karlsruher SC mit einem Dreier die Möglichkeit, bis auf zwei Zähler an die Nichtabstiegsplätze zu rücken. Auf der anderen Seite steht jedoch das Überraschungsteam der Saison - der SC Paderborn.

Mit drei Punkten in Karlsruhe würde man auf jeden Fall vor den Konkurrenten St. Pauli und Düsseldorf bleiben, Schmidt richtet den Blick jedoch mehr auf das Spiel seiner Mannschaft beim abstiegsgefährdeten KSC: "Wir haben es selbst in der Hand. Karlsruhe wird ein extrem motivierter Gegner sein, aber das sind wir auch". Die Mannschaft kann wieder auf Enis Alushi zurückgreifen, der seine Sperre abgesessen hat. Verzichten muss Paderborn jedoch auf Thomas Bertels, der beim 3:1-Sieg gegen Energie Cottbus seine zehnte Gelbe Karte sah.

Ohne Punktverlust ist KSC-Coach Markus Kauczinski seit seiner Berufung zum Chefcoach im heimischen Wildpark noch und wenn es nach ihm geht, soll diese Serie auch nach den 90 Minuten gegen Paderborn halten. Er hat allerdings großen Respekt vor den Westfalen: "Sie sind ein sehr kompakter, auswärtsstarker Gegner und haben entsprechendes Selbstbewusstsein". Zudem seien sie "eine Mannschaft, die abwartet, den Gegner auch mal spielen lässt, um dann zuzuschlagen".

Personell steht vermutlich der zuletzt angeschlagene Delron Buckley wieder zur Verfügung, während Christian Timm wegen Knieproblemen noch pausieren muss.

FC St. Pauli - Hansa Rostock (13.30 Uhr im LIVE-TICKER)

Im Nordderby gibt es für beide Teams nur eine Devise - drei Punkte müssen her. Patzt St. Pauli, ist der Aufstieg wohl vom Tisch, fährt Rostock ohne Punktgewinn nach Hause, schwindet die Hoffnung vom Klassenerhalt immer mehr.

Ebenso wie Düsseldorf schwächelten die Hamburger in den letzten Wochen und haben nun zwei Punkte Rückstand auf den Tabellendritten aus Paderborn. Insofern zählt nur ein Sieg für die Mannschaft von Trainer Andre Schubert.

"Es hat keinen Sinn, sich mit anderen Ergebnissen zu beschäftigen. Wir können Platz drei erreichen. Bevor wir aber an die Punkte vier, fünf, sechs denken, müssen wir die Zähler eins, zwei, drei einsammeln. Die Rostocker werden kämpfen, beißen und voll dagegenhalten. Darauf müssen wir uns einstellen."

Auch ein Sieg wäre für Hansa-Coach Wolfgang Wolf ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt, angesichts fünf Punkten Rückstandes auf Platz 15 und einem Punkt Rückstand auf den KSC, der aktuell auf dem Relegationsplatz steht. "Jetzt wird es kein großes Taktieren mehr geben. Auch St. Pauli steht unter Druck, keine der beiden Mannschaften kann sich weitere Punktverluste erlauben. Deshalb liegt Brisanz in dieser Partie und das ist vielleicht unsere Chance", so Wolf.

Personell muss Pauli-Trainer Schubert Moritz Volz und Fabio Morena ersetzen, dafür rücken Fabian Boll und Jan-Philipp Kalla wieder in die Mannschaft. Auf Seiten des FC-Hansa stehen die zuletzt verletzten Kapitän Sebastian Pelzer sowie Matthias Holst wieder im Kader, auch Stephan Gusche ist nach verbüßter Rot-Sperre wieder mit von der Partie.

Kurze Randnotiz: Auf Unterstützung der Fans muss Rostock bei St. Pauli jedoch verzichten. Da es in den letzten Aufeinandertreffen beider Teams vermehrt zu Ausschreitungen beider Fangruppierungen kam, dürfen keine Rostocker das Millerntor Stadion betreten.

Die 2. Liga im Überblick

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