Nach vergebener Großchance gegen Eintracht

Prib: "Der Fußballgott wollte es nicht"

SID
Dienstag, 13.12.2011 | 13:17 Uhr
Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt trennten sich im Spitzenspiel torlos Unentschieden
© Getty
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Es ist ein Albtraum für Edgar Prib: Seine vergebene Großchance im Spiel der SpVgg Greuther Fürth bei Eintracht Frankfurt läuft im Internet rauf und runter - und jeder denkt sofort an Frank Mill.

Frank Mill saß entspannt auf seiner Couch und schaute im Fernsehen sogar das Spiel - doch als Edgar Prib für die SpVgg Greuther Fürth "den Mill" machte, da hatte der Urvater der Fehlschüsse gerade weggezappt.

"Ich habe diese Szene leider nicht gesehen, aber sicher wird sie gerade mir Dutzende Male vorgespielt. Mein Ding ist ja auch erst 25 Jahre her!", sagte der frühere Nationalspieler dem "SID" mit viel Spott in der Stimme. Entlastend für Frank Mill könnte man sagen: Bei ihm war es am 9. August 1986 für Borussia Dortmund bei Bayern München wenigstens ein Schuss aus spitzem Winkel gewesen, der am Pfosten landete. Edgar Prib stand mitten vor dem Tor.

Internetgemeinde schreit "FAIL!"

Und so musste der Mittelfeldspieler der Fürther nach dem 0:0 im Duell der Aufstiegsanwärter bei Eintracht Frankfurt erleben, wie sich sein Fehlschuss in Windeseile in die ganze Welt verbreitete. "FAIL!", schrie die Internetgemeinde bei Facebook, das ist der neue Ausdruck für superwitzige Fehlleistungen. Beim Videoportal YouTube waren es am Dienstagmorgen Zehntausende, die sich den Clip anschauten.

Frankfurt, Commerzbank-Arena, Montagabend, 18. Minute. Prib wird steil geschickt, hebt den Ball gekonnt über Eintracht-Torhüter Oka Nikolov, steht dann mutterseelenalleine vor dem Tor. Schon ist er sich, wie alle im Stadion, "sicher, dass das Ding reingeht".

Er muss den Ball mit rechts nehmen, nur mit der Innenseite streicheln, schieben, aus sechs Metern, er kann ihn auch einfach ins Tor kloppen. Aber irgendwie steht er plötzlich schlecht, entscheidet sich dann, den Ball mit der linken Sohle ganz wurschtelig reinzutitschen. Pfosten.

"Der Fußballgott wollte es nicht"

"Ich hätte das Spiel entscheiden sollen, aber der Fußballgott wollte es nicht", sagte Prib. "Ich dachte: Ich schieb ihn jetzt rein, und dann ist die Sache für uns gelaufen. Dann bin ich tausend Tode gestorben." Wie alle - der gesamte Fürther Trainerstab war bereits unter Jubelschreien unterwegs auf den Platz. Als der Ball aber ins Feld zurückprallte, sank Trainer Mike Büskens auf die Knie. Dann zog er seine Jacke über den Kopf. Einfach weg. Er war entsetzt.

Prib muss nun befürchten, vorgeführt zu werden wie einst Mill. "Das Ding kommt in jedem Jahresrückblick", sagte Büskens. Der "Unglücksrabe" allerdings will sich nicht verrückt machen. "Mir ist total egal, was die Medien oder meine Kollegen anstellen. Wenn ich das nächste Tor mache, dann ist alles vergessen", sagte Prib. Auf die Frage, warum er den Ball nicht einfach mit rechts genommen hatte, gab er keine Antwort.

Als Büskens sich gefangen hatte, war er gnädig mit seinem Spieler, der im Internet humorvoll als "Vollpfosten" bezeichnet wird. "Das gehört zum Fußball leider auch dazu", sagte Büskens, "heute war es der Eddy, vor zwei Jahrzehnten war es Frank Mill, in 20 Jahren wird das wahrscheinlich noch anderen Spielern passieren."

"Basketballer die Körbe abreißen - und dann ich"

Mill hatte damals aber zumindest "ein schlimmes halbes Jahr", es hat wahrscheinlich nicht viel gefehlt, und "millen" wäre im Duden gelandet. So richtig glaubt er daher nicht, dass es für Edgar Prib schnell vorbei ist mit dem Spießrutenlauf.

Denn immer noch wird Mill regelmäßig mit seinem Fehlschuss konfrontiert - häufig gerade in Momenten, in denen er nicht damit rechnet. "Ich war einmal in San Francisco und habe nachts Fernsehen geguckt. Da kam dann eine Sendung mit Kuriositäten aus dem Sport: Basketballer, die Körbe abreißen - und dann ich. Ganz wird man das nie los."

Für Edgar Prib, der noch nicht einmal auf der Welt war, als alle über Frank Mill lachten, lässt das nichts Gutes erwarten. Am Donnerstag wird er 22 - auch auf seiner Party wird er die Szene wohl einige Male schildern müssen.

Edgar Prib im Steckbrief

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