Dynamo Dresden: Fehlstart abwenden

SID
Donnerstag, 11.08.2011 | 12:47 Uhr
Aufsteiger Dynamo Dresden ist bemüht den Fehlstart in die 2. Liga mit abzuwenden
© Getty
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Zweitligist Dynamo Dresden steht nach mäßigem Saisonstart bereits unter Druck. Ausgerechnet im Ostklassiker gegen Union Berlin am Freitag soll die Wende gelingen.

Drei Spiele ohne Sieg, ein Platz im Tabellenkeller und mahnende Worte von Klub-Idol Reinhard Häfner. Für Aufsteiger Dynamo Dresden läuft es derzeit in der 2. Liga nicht rund. Häfner sprach vor dem Ostderby gegen Union Berlin am Freitag (17.45 Uhr im LIVE-TICKER) bereits vom "Schicksalsspiel". Die Klubführung reagierte auf ihre Art und holte Verstärkung.

Der achtmalige DDR-Meister gönnte sich auf dem Transfermarkt zwei ablösefreie Spieler, die schon am Freitag vor 30.000 Zuschauern im ausverkauften Haus das Offensivspiel beleben sollen.

Zwei Neuzugänge bei Dynamo

Der Brasilianer Cidimar kam vom Liga-Konkurenten FSV Frankfurt und erzielte in 96 Zweitliga-Einsätzen 25 Tore. Mittelfeldakteur Papadopoulos stand beim griechischen Erstligisten Olympiakos Piräus unter Vertrag und gewann mit seinem Verein bereits zweimal die Meisterschaft und einmal den Pokal.

"Damit sind unsere Planungen für den Sturm aber noch nicht abgeschlossen", meinte Sportdirektor Steffen Menze.

Trainer Ralf Loose nahm die Großzügigkeit seiner Klub-Führung mit Freude zur Kenntnis, dennoch plagen den Coach vor dem Ostderby Probleme. Kapitän Christian Fiel und Pavel Fort fehlen wegen Rot-Sperren, Filip Trojan steht verletzungsbedingt ebenso nicht zur Verfügung.

"Wir müssen erst einmal sehen, wie wir die Umstellungen verkraften", sagte Loose und mahnt davor, Panik zu verbreiten: "Wir müssen am Ende ein Punkt mehr haben als unsere Konkurrenz, das ist das Ziel".

Richtungsweisendes Spiel

Dynamo-Idol Reinhard Häfner spricht derweil von einem "Schicksalsspiel". Der frühere Mittelfeldspieler prophezeite für den Fall einer erneuten Niederlage einen Stammplatz im Tabellenkeller.

Den 58-maligen DDR-Auswahlspieler und Olympiasieger von 1976 stimmte besonders bedenklich, dass sein Klub beim 0:1 gegen Fürth am letzten Spieltag nicht eine klare Torchance herausgespielt hatte.

Bei Union Berlin ist die Situation ein wenig entspannter. Der Kult-Klub aus der Hauptstadt hat sich mit vier Punkten im Mittelfeld festgesetzt. Auch die Unruhe um Präsident Dirk Zingler und dessen angebliche Nähe zur Stasi zu DDR-Zeiten hat sich etwas gelegt, nachdem der Klub-Boss eine erste Aussprache mit den Fans gesucht hat.

Bilanz spricht für Union

Die sportliche Bilanz der direkten Aufeinandertreffen spricht für die Berliner. Union gewann bislang acht der 18 Duelle. Fünfmal konnte Dynamo den Platz als Sieger verlassen. Mut macht Dresden hingegen die Heimstärke: Dynamo ist im eigenen Stadion seit sechs Pflicht-Heimspielen ungeschlagen.

Zusätzliche Probelem bereitet den Sachsen der hohe Anteil an unterschiedlichen Sprachen, die im Training gesprochen werden. Bei den französisch parlierenden Abwehrspielern Romain Bregerie und Cheikh Gueye hapert es noch gewaltig an der Kommunikation mit den Mitspielern. "Wir müssen jetzt so schnell wie möglich Deutsch lernen, sonst kommen wir nicht weiter", sagte Bregerie.

Der vierte Spieltag der 2. Liga im Überblick

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