Eintracht Frankfurt: Das neue Gesicht

Von Jochen Tittmar
Freitag, 10.06.2011 | 12:41 Uhr
Die drei Eintracht-Köpfe: Heribert Bruchhagen (l.), Armin Veh (2.v.r.) und Bruno Hübner (r.)
© Getty
Advertisement
League Cup
Di23.01.
Die Entscheidung: Bristol-ManCity & Chelsea-Arsenal
Copa del Rey
Do25.01.
Derby mit Druck: Dreht Barca den Rückstand?
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Premier League
Man United -
Huddersfield
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)
Primera División
Getafe -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Florenz
Serie A
Juventus -
Sassuolo
Serie A
Cagliari -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Barcelona
Premier League
Liverpool -
Tottenham
Primera División
Girona -
Bilbao
Primera División
Atletico Madrid -
Valencia
Serie A
Benevento -
Neapel
Ligue 1
Monaco -
Lyon

Eintracht Frankfurt hat sich für die 2. Bundesliga personell neu aufgestellt, die Alleinherrschaft von Vorstandschef Heribert Bruchhagen ist Geschichte. Bruno Hübner ist an seine Seite gerückt - und der neue starke Mann am Main. Der Ex-Duisburger zeichnet für die Verpflichtung von Armin Veh als Trainer verantwortlich.

Kurz nach Saisonende, der Abstieg aus der Bundesliga frisch besiegelt, ließ sich Heribert Bruchhagen ein letztes Mal am Spielfeldrand vor die Kamera zerren. Ein wenig beschwert hat er sich dabei. Der Platzverweis gegen die Eintracht in Dortmund sei eine klare Fehlentscheidung gewesen.

Da das aber keinen mehr ernsthaft interessierte, setzte Bruchhagen zur Kampfansage an. In einem Jahr seien die Frankfurter zurück in der Beletage des Fußballs.

Bruchhagen kein Alleinherrscher mehr

Wenig später traf man einen einsamen Bruchhagen außerhalb der Katakomben des Signal Iduna Parks an. Ganz allein stand er da, um ihn herum fast kein Mensch. Er rauchte eine Zigarette. Man konnte förmlich sehen, wie es in seinem Kopf ratterte. "SKY"-Kommentator Marcel Reif kam hinzu, die beiden unterhielten sich kurz.

Bruchhagen wird da schon gewusst haben, dass Christoph Daum das sinkende Schiff verlassen wird. Er wird auch gewusst haben, dass eine Menge Arbeit vor ihm und Eintracht Frankfurt liegt, der Abstieg deutete sich ja an, fast schon über Wochen.

Was den 62-Jährigen in diesem Moment so in sich gekehrt erscheinen ließ, war wohl auch die Erkenntnis, als Hauptverantwortlicher ausgedient zu haben.

Erster Sportdirektor seit acht Jahren

Längst stand fest, dass Bruchhagen im Abstiegsfall einen Sportdirektor neben sich zu dulden habe. Auf Bruno Hübner, vom MSV Duisburg losgeeist, fiel die Wahl. Er ist seit Tony Woodcock vor acht Jahren der erste, der bei den Hessen diese Berufsbezeichnung trägt.

Und Hübner ist es nun, der ab sofort die Hoheit über alle sportlichen Entscheidungen inne hat - das Aushandeln der Spielerverträge inklusive. Vorstandsboss Bruchhagen ist damit nicht übergangen, er wird kraft seines Amtes das finale Wort sprechen.

Die Kerngebiete der beiden sind also klar abgesteckt. Hübner wird dabei nicht Bruchhagens Adjutant sein. Mit einer solchen Lösung hätte Bruchhagen beim Aufsichtsrat keine Chance gehabt. Es wird daher spannend sein zu sehen, wie er seine neue Rolle nach fast acht Jahren Alleinherrschaft annimmt und interpretiert.

Eintracht: Kein Umbruch geplant

Er muss nun einen Teil seiner Macht abtreten, noch mehr delegieren und zusammen mit Hübner geschlossen nach außen auftreten. Kompetenzgerangel wäre da pures Gift. "Ich muss das Gefühl haben, die Geschicke eines Vereins lenken zu können", kündigte Hübner vorab schon einmal an.

Das Spielerbudget, zwischen 19 und 20 Millionen Euro groß und neuer Rekord in der Geschichte des Unterhauses, darf er ganz alleine lenken. Dass er weiß, wie das in der 2. Liga geht, hat er in den dreieinhalb Spielzeiten an der Wedau eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Beinahe in jeder Saison war Hübner gezwungen - freilich mit deutlich weniger Kapital -, einen personellen Umbruch einzuleiten. Er brachte dabei Spieler wie Sandro Wagner, Olcay Sahan oder Julian Koch hervor und senkte zudem das Durchschnittsalter des Kaders.

Ein Umbruch ist in Frankfurt jedoch nicht nötig, so Hübner. Eher "punktuelle Veränderungen, die Mannschaft hat bewiesen, dass sie sogar erstklassig sein kann."

"Das letzte Mal hatte ich Spaß beim VfB Stuttgart"

Derjenige, der das Team wieder in die Erstklassigkeit führen soll, ist Armin Veh. Das kam überraschend, hatte doch Veh zuletzt beim Hamburger SV sichtbar die Schnauze voll ("Das letzte Mal hatte ich Spaß beim VfB Stuttgart") und ließ daher den - im Rückblick etwas unbedachten - Satz fallen, keine Mannschaft mehr in Deutschland übernehmen zu wollen.

Hübner schaffte es, Veh von der Aufgabe am Main zu überzeugen. Er war von Beginn an sein Wunschkandidat. Bruchhagen und der Aufsichtsrat hoben den Daumen.

Der Coach, mit dem für seine Engagements üblichen Einjahresvertrag ausgestattet, ließ bei seiner Vorstellung allerdings auch keinen Zweifel daran, dass er bei Nichtaufstieg das Weite suchen werde.

Veh zuletzt 2001 in der 2. Liga

Veh soll und wird sich anders als zuletzt in Wolfsburg und Hamburg nur ums Sportliche kümmern. Damit hat er genug zu tun und dort liegen auch seine Stärken. "Du kannst nicht den Trainer alleine entscheiden lassen, welche Spieler geholt werden. Dann ist der Trainer weg, und die Spieler sind da", stützte Veh den vorgegebenen Kurs.

Die Frage, ob Veh und die 2. Liga zusammenpassen (Veh arbeitete dort zuletzt 2001 mit dem SSV Reutlingen), war für Hübner schon während der Trainersuche kein entscheidender Faktor: "Das ist nicht so wichtig. Zum einen kenne ich die Liga, zum anderen ist die Fluktuation in dieser Klasse so groß, dass es nicht weiter ins Gewicht fällt, wenn man die Liga nicht haargenau kennt."

Hübner baut selbstbewusst auf seinen profunden Erfahrungsschatz und hat einen Trainer an Land gezogen, der prädestiniert scheint, seine Vorstellungen in die Tat umzusetzen.

Hübner: "Wir müssen Spielformen üben"

"Du musst schnell nach vorne spielen in der zweiten Liga. Wir brauchen noch ein, zwei schnelle Spieler. Und dann müssen wir im Training Spielformen üben. Wir müssen endlich wieder in die Tiefe spielen und nicht mehr quer. Da muss der Trainer seine Handschrift einbringen, da muss seine Philosophie durchkommen. Denn bei aller Kampfkraft, die du in der zweiten Liga brauchst: Du musst die fußballerischen Elemente beibehalten", erläutert Hübner.

Am Ende soll, ja muss, der Aufstieg stehen, denn die Eintracht wird von der Pole-Position in die Saison gehen. Man wird sich jedoch mit der Rolle des Gejagten erst anfreunden müssen und einen langen Atem benötigen. Es ist also nicht nur Bruchhagen, der sich an neue Begebenheiten gewöhnen muss.

Eintracht Frankfurt: News und Informationen

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung