Völler kritisiert Bielefeld: "Sehr grenzwertig"

SID
Dienstag, 19.04.2011 | 12:16 Uhr
Völler ärgert sich: "Die Idee war eigentlich, Klubs zu helfen, die unverschuldet in Not geraten sind."
© Getty
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Die Zahlung an den hoch verschuldeten Zweitligisten Arminia Bielefeld aus dem Sicherungsfonds des Ligaverbandes sorgt in der Bundesliga für hitzige Diskussionen.

Die Zahlung an den hoch verschuldeten Zweitligisten Arminia Bielefeld aus dem Sicherungsfonds des Ligaverbandes sorgt in der Bundesliga für hitzige Diskussionen. "Dieser Fonds ist grundsätzlich zu begrüßen. Jetzt kann sich eine Mannschaft aber locker ein paar Punkte abziehen lassen, das ist sehr grenzwertig", sagte Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler.

Die Konstellation, dass eine Mannschaft wie Bielefeld quasi bereits abgestiegen sei und dann in den Topf greife, "finde ich ein bisschen schade", sagte Völler: "Nun bist du eh schon abgestiegen, dann machst du es. Das hat für mich einen unangenehmen Beigeschmack. Die Idee war eigentlich, Klubs zu helfen, die unverschuldet in Not geraten sind. Ob das hier der Fall ist, kann ich nicht beurteilen."

Watzke ist anderer Ansicht

Deswegen wolle er nicht sagen, das Geld falle nun in ein Fass ohne Boden. "Wir müssen uns aber zusammensetzen und überdenken, ob dies noch der Weg ist, denn man gehen sollte."

Hans-Joachim Watzke ist anderer Ansicht. Er verstehe insbesondere die Zweitligisten, die "das jetzt hart kritisieren", sagte er, aber: "Die da jetzt rumheulen, haben es doch selbst mit beschlossen! Also bitte, wenn wir diesen Fonds haben, muss man doch davon ausgehen, dass er auch mal in Anspruch genommen wird. Ziel ist ja in erster Linie, den Klub in die Lage zu versetzen, die Saion beenden zu können, um keine Wettbewerbsverzerrung zu haben. Deswegen finde ich es immer noch richtig."

Lepsch: "Endlich die schwarzen Schafe bekämpfen"

Besonders Ulrich Lepsch, Präsident von Energie Cottbus, hatte sich im "Kicker" weit aus dem Fenster gelehnt.

"Leider muss man Unterschiede in der Behandlung der Klubs feststellen", sagte er und forderte: "Wir müssen endlich die schwarzen Schafe bekämpfen. Das Lizenzierungsverfahren darf nicht ad absurdum geführt werden mit Schlupflöchern und Nachlizenzierungen." Es gebe "für Sentimentalitäten keinen Platz".

Die Arminia hat 1,2 Millionen Euro aus dem Sicherungsfonds beantragt und auch genehmigt bekommen. Damit tritt zwar automatisch ein Drei-Punkte-Abzug in Kraft, der dem Verein aber nicht wehtut, da dieser sowieso höchstwahrscheinlich abgestiegen wäre.

Der Steckbrief von Rudi Völler

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