Verfolger setzen Berlin unter Druck

SID
Sonntag, 20.02.2011 | 15:33 Uhr
Vor dem Montagsspiel gegen Energie Cottbus machen die Verfolgerteams der Hertha Druck
© Getty
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Die Verfolger aus Augsburg, Bochum, Aue und Fürth bleiben Zweitliga-Spitzenreiter Hertha BSC Berlin auf den Fersen. Alle vier Teams fuhren am 23. Spieltag Siege ein und setzten die Berliner vor deren Partie am Montag gegen Energie Cottbus unter Druck.

Als sich der FC Augsburg nach dem Derby-Sieg auf der Allgäuer Lehrstellenbörse präsentierte, durften die kommenden Azubis schon von einem Job bei einem Fußball-Bundesligisten träumen. Durch das 2:0 (1:0) bei 1860 München hat sich der FCA bis auf einen Punkt an Spitzenreiter Hertha BSC Berlin, der am Montag auf Energie Cottbus trifft, herangeschoben.

Auch beim VfL Bochum, Erzgebirge Aue und der SpVgg Greuther Fürth könnte es ab dem Sommer erstklassige Arbeitsplätze geben. Alle drei Klubs bleiben der Hertha durch ihre Erfolge am 23. Zweitliga-Spieltag auf den Fersen.

Thurk mit der frühen Führung

Die Freude über die gute Ausgangsposition im Kampf um den Aufstieg konnte Augsburgs Coach Jos Luhukay nicht verbergen. "Ich bin ein sehr glücklicher Trainer", sagte der Niederländer. Maßgeblichen Anteil am Sieg hatte Stürmer Michael Thurk, der die Augsburger mit seinem achten Saisontor früh in Führung gebracht hatte (12.) und sich über ein Sonderlob seines Trainer freuen durfte.

"Er hat ein tolles Tor gemacht. Jeder weiß, wie enorm wichtig Michael für uns ist", sagte Luhukay. Ähnlich sah es auch FCA-Manager Andreas Rettig, der nicht zuletzt wegen Thurk wenig von einer Verpflichtung des Löwen-Angreifers Benjamin Lauth hält: "Wir haben gute Stürmer. Für Lauth sehe ich im Moment keinen Platz bei uns."

Auch Bochum macht sich Hoffnungen

Einen Platz im Oberhaus peilen neben den Augsburgern auch die punktgleichen Bochumer nach dem 2:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf an. Dabei erhofft sich Trainer Friedhelm Funkel ausgerechnet Schützenhilfe vom geschlagenen Gegner.

"Ich hätte nichts dagegen, wenn die Fortuna in den nächsten Wochen gegen Mannschaften gewinnt, die derzeit noch vor oder knapp hinter uns stehen", sagte der Coach, dessen Team neun der zurückliegenden zehn Spiele gewonnen hat.

Nur Verlierer gab es allerdings bei Ausschreitungen rund um das Westderby. Die Polizei vermeldete 55 Festnahmen, ein unbeteiligter Passant wurde leicht verletzt. Nach Angaben der Beamten wurden unter anderem Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung sowie wegen Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Fürth seit sechs Spielen ungeschlagen

In sportlicher Hinsicht steht für den VfL am kommenden Spieltag die große Bewährungsprobe an. Dann müssen die Bochumer in Fürth antreten. Die Franken liegen nach dem 2:0 (1:0) beim Vorletzten FC Ingolstadt lediglich zwei Zähler hinter den Bochumern.

"Das Ergebnis erlaubt es uns, oben dran zu bleiben", sagte Fürths Trainer Mike Büskens, dessen Mannschaft in den zurückliegenden sechs Spielen nicht verloren hat.

Zwischen Bochum und Fürth hat sich am Sonntag Aue geschoben. Die Auer setzten sich 3:0 (2:0) gegen Schlusslicht Arminia Bielefeld durch.

Oberhausen rutscht auf Relegationsplatz

Dagegen hat der MSV Duisburg wertvollen Boden im Aufstiegsrennen verloren. Der Pokal-Halbfinalist unterlag 0:1 (0:1) gegen Union Berlin und liegt sechs Punkte hinter der Hertha. Ausgerechnet dem Ex-Duisburger Chinedu Ede gelang in der 35. Minute das Tor des Tages.

Im Kampf gegen den Abstieg hat sich der VfL Osnabrück Luft verschafft. Der VfL setzte sich 3:1 (2:1) im Kellerduell gegen Rot-Weiß Oberhausen durch. Durch den gleichzeitigen 2:1 (1:1)-Sieg des ebenfalls abstiegsgefährdeten Karlsruher SC beim FSV Frankfurt rutschte Oberhausen auf den Relegationsplatz ab.

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