Aufsteiger im Höhenflug

Aue: Understatement trotz Aufstiegsplatz

SID
Donnerstag, 04.11.2010 | 12:41 Uhr
Rene Klingbeil (r.) von Erzgebirge Aue führte sein Team als Kapitän auf die Aufstiegsränge
© Getty
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Meister vs. Tabellenführer: Chelsea - ManCity
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Bromwich
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Eredivisie
Alkmaar -
Feyenoord
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine
WC Qualification Europe
Färöer -
Lettland

Erzgebirge Aue klopft ans Tor zum Fußball-Oberhaus, redet aber weiterhin nur vom Klassenerhalt: Die Überraschungself der 2. Liga hält nach dem Höhenflug der letzten Wochen den Ball flach.

Obwohl der Aufsteiger vor dem Duell am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (18.45 Uhr im LIVE-TICKER) auf Rang zwei platziert ist, will man im Erzgebirge vom Durchmarsch in Liga eins nichts wissen.

"Den Klassenerhalt hat man erst mit 42 Punkten geschafft. Und die haben wir noch lange nicht erreicht. Es kann noch so viel passieren", sagte Geschäftsführer Günther Großmann und warnte vor zu großen Erwartungen, die die Veilchen durch ihren imposanten Zwischenspurt geweckt haben könnten.

Vier Millionen Etat

Das Team aus dem Erzgebirge steht mit 23 Punkten nur noch drei Zähler hinter Ligakrösus und Tabellenführer Hertha BSC, weist aber den deutlich geringeren Etat aus. Während der Hauptstadt-Klub mit 35 Millionen Euro jonglieren kann, muss Aue gerade mal mit vier Millionen Euro auskommen. Besser ist die Diskrepanz zwischen Arm und Reich in Liga zwei kaum zu verdeutlichen.

Trotz der geringen finanziellen Mittel stellt der FC Erzgebirge momentan das erfolgreichste Profiteam im Osten Deutschlands und wird schon jetzt als das "Mainz der 2. Liga" bezeichnet. "Wir spielen einen ähnlichen Fußball wie Mainz, attackieren den Gegner früh. Aber in der ersten Liga ist das natürlich noch mal eine andere Qualität", sagte Aues Mittelfeldspieler Marc Hensel.

Schmitt will vom Vergleich nichts wissen

Trainer Rico Schmitt will davon allerdings nichts hören: "Jeder Verein hat seine eigene Historie. Ich halte nichts von diesen Vergleichen", sagte Schmitt. Ähnlichkeiten zwischen dem 42-Jährigen und Mainz-Trainer Thomas Tuchel muss sich Schmitt jedoch gefallen lassen. Beide haben die Angewohnheit, ihren Spielern einen so genannten "Matchplan" mitzugeben. Damit erhält jeder Profi ein Profil mit Stärken und Schwächen des jeweiligen Gegenspielers.

Auch Großmann erkennt gewisse Parallelen zwischen den beiden Fußballlehrern. "Schmitt und Tuchel sind beide junge Trainer, die erst vor kurzem ihren Lehrschein gemacht haben. Beide arbeiten sehr akribisch, korrekt und gewissenhaft."

Die Akribie des Trainers ist nur ein Grund, warum der dreimalige DDR-Meister momentan derart erfolgreich ist. "Selbst nach einem guten Spiel zeigt der Trainer uns nie die guten Szenen auf, sondern die eine, die nicht funktioniert hat", sagt Hensel über den Coach.

Verbesserung der Infrastruktur

Doch neben dem guten Personal hat sich auch die Infrastruktur des Klubs deutlich verbessert. Dem Nachwuchsleistungszentrum ist ein Internat angeschlossen.

So lockt Aue regelmäßig die besten Nachwuchskicker der Region. Die aktuelle Mannschaft vereint Routiniers wie den 36 Jahre alten Abwehrhaudegen Tomasz Kos und junge Spieler wie den 22 Jahre alten Torwart Martin Männel.

Vor allem die Abwehr um den erfahrenen Kapitän Rene Klingbeil, ehemals für Bundesligist Hamburger SV aktiv, ragt heraus.

Zuletzt hatte es trotz der Erfolgsserie Wirbel im Klub gegeben, als bekannt wurde, dass die Aufstiegsprämie aus der vergangenen Saison noch immer nicht an die Spieler ausgezahlt sei. Großmann: "Es gibt eine Vereinbarung mit den Spielern, dass die Prämien immer erst in der darauffolgenden Saison ausgezahlt werden."

Aue muss auf Schröder verzichten

 

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung