"Beckenbauer hat Unrecht"

Von Kevin Bublitz / Mark Heinemann
Freitag, 24.07.2009 | 11:59 Uhr
Christian Beeck ist seit März 2007 Sportdirektor bei Union Berlin
© Imago
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Bundesliga
SoJetzt
Schau dir jetzt die Nordderby-Highlights an!
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Superliga
Brøndby -
Odense BK
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Als Spieler war Christian Beeck für seine harte Gangart bekannt, als Sportdirektor zeigt er auch andere Fähigkeiten. Im Interview spricht er über Union Berlins kuriosen Stadionumbau, die Einmaligkeit seines Vereins und Strukturprobleme im Osten.

SPOX: Herr Beeck, das neue Stadion ist endlich fertig und mit dem Test gegen die Hertha auch würdig eingeweiht worden. Sind Sie froh und erleichtert, endlich wieder richtige Heimspiele ausrichten zu können?

Christian Beeck: Wir sind sehr stolz auf unser renoviertes Stadion und freuen uns, endlich wieder zu Hause spielen zu dürfen.

SPOX: In der ersten Runde reist mit Werder Bremen gleich der nächste Bundesligist an. Freuen Sie sich, oder hätten Sie lieber erst einen kleinen Gegner gezogen?

Beeck: Mit dem Titelverteidiger haben wir einen richtigen Brocken bekommen, trotzdem wollen wir unsere kleine Chance nutzen.

SPOX: Wie groß ist die Vorfreude auf die 2. Liga?

Beeck: Die ist riesig, schließlich mussten wir fünf Jahre darauf warten. Für alle Beteiligten geht eine lange Leidenszeit vorbei.

SPOX: Sie starten mit zwei Heimspielen an den ersten drei Spieltagen in die neue Saison. Ein Vorteil?

Beeck: Das sage ich Ihnen, wenn die Saison gelaufen ist. Es kommt wie es kommt, wir müssen sowieso gegen alle spielen.

SPOX: Die Mannschaft war in der 3. Liga unheimlich abgeklärt und effektiv. Sie setzen auch in der 2. Liga vorrangig auf Ihr eingespieltes Team.

Beeck: Wir haben unseren Stamm behalten, weil wir von unseren Spielern überzeugt sind. Wir haben mit Brunnemann, Rauw sowie Peitz drei Spieler mit Zweitliga-Erfahrung dazu geholt. Wichtig wird unsere Geschlossenheit verbunden mit körperlicher und geistiger Robustheit sein, um den intensiveren Vorgängen in der 2. Liga standzuhalten.

Alle Transfers der 2. Bundesliga im Überblick

SPOX: Ein paar Worte zu Ihrem Trainer: Was macht Uwe Neuhaus aus?

Beeck: Uwe Neuhaus ist ein sehr akribischer, offener und ehrlicher Arbeiter der hundert Prozent zum 1. FC Union Berlin passt. Er hat einen riesigen Anteil am sportlichen Erfolg der letzten Jahre.

SPOX: Der Trainer hat sich in der letzten Saison auch dadurch ausgezeichnet, dass er aufflammende Unruheherde direkt erstickt hat. Eine extrem wichtige Eigenschaft, oder?

Beeck: Wir haben gemeinsam alle Probleme besonnen und im Sinne des Vereins entschieden. Die Ergebnisse geben uns recht, das wird auch in der kommenden Saison sehr wichtig werden.

SPOX: Viele Vereine sagen von sich, einmalig zu sein. Wieso ist Union ein Unikat?

Beeck: (lacht) Kommen Sie zu uns ins Stadion, dann wissen sie Bescheid. Das muss man erleben und fühlen. Beschreiben kann man es nicht.

SPOX: Stichwort Ostalgie: Wie gehen Sie mit der Gratwanderung um, kommerzieller werden zu müssen, um sich im Bundesligafußball etablieren, gleichzeitig aber noch authentisch wirken zu können?

Beeck: Wir sind bei diesem Thema auf dem richtigen Weg. Beides hat für uns eine hohe Wertigkeit und wir versuchen, keines von beidem zu vernachlässigen. Es ist schwierig, aber es ist möglich - das wollen wir beweisen.

SPOX: Einmalig sind sicher die Fans, die das neue Stadion in ihrer Freizeit mit aufgebaut haben.

Beeck: Der perfekte Wahnsinn schlechthin, mehr kann ein Fan seinem Verein nicht geben!

SPOX: Stehen Verein und Spieler nach dem Stadionprojekt Ihrer Fans jetzt in der Bringschuld?

Beeck: Über Schuld zu reden, wäre völlig verkehrt. Es geht hier um Leidenschaft, Emotionen und die Gier zu gewinnen, Punkte zu holen und die Klasse zu halten. Diese Dinge haben wir in der Mannschaft, denn so haben wir sie zusammengestellt.

SPOX: Das klingt überzeugend. Sie sprechen oft davon, dass Union Typen braucht. Wie müssen diese sein?

Beeck: Ganz einfach: Ausgestattet mit Siegermentalität, Teamfähigkeit, Persönlichkeit und gutem fußballerischen Handwerkszeug.

SPOX: Wodurch unterscheidet sich der Sportdirektor von dem früher polarisierenden Spieler Christian Beeck?

Beeck: Der Unterschied ist der Arbeitsplatz, der ist jetzt hinter dem Schreibtisch und ruhiger bin ich natürlich auch geworden. Das bringt die Erfahrung der Jahre so mit sich.

SPOX: Trotzdem sind Sie stets ein Mann klarer Worte. Wie sehen Sie das Verhältnis zur Hertha?

Beeck: Wir haben ein gutes Verhältnis, aber wenn ein richtiges Derby ansteht, dann muss Spektakel her und dazu gehört unbedingt Rivalität. Friede, Freude, Eierkuchen ist mit uns nicht zu machen und passt auch gar nicht zum Fußball.

SPOX: Es gibt mehrere Städte mit einem großen Bundesliga- und einem Zweitliga-Verein. Ist Union eher St. Pauli oder 1860?

Beeck: Weder noch - wir sind nicht vergleichbar, weil einzigartig. Nur die Verrücktheit, die haben die anderen auch.

SPOX: Bei Union ging es oft steil nach oben, dann aber auch wieder ebenso steil nach unten. Was hat der Verein daraus gelernt?

Beeck: Wir haben uns solide und besonnen aufgestellt, damit uns diese Fehler nicht wieder passieren. Wichtig ist, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit lernt. Ich denke, das haben wir.

SPOX: Wie bewerten Sie die bisherigen Neuzugänge und was erwarten Sie von Ihnen?

Beeck: Sie haben sich sehr gut eingefunden und werden eine ordentliche Rolle spielen. Wir haben uns - wie schon vor der letzten Saison - sehr positionsbezogen verstärkt und so den Konkurrenzkampf und die Trainingsqualität erhöht. So war es gedacht und so ist es eingetreten.

SPOX: Sie treffen am 15. Spieltag auf Energie Cottbus - aus sportlicher Sicht Ihre erfolgreichste Station. Gleichzeitig verspricht das Duell ein heißes Derby. Welche Bedeutung hat das Spiel für Sie, welche für die Region?

Beeck: Es ist aufgrund der Vergangenheit schon etwas Besonderes und weil Rivalität "Pfeffer" ins Spiel bringt. Aber ansonsten gilt, wie für alle anderen Spiele auch: Wir wollen gewinnen! Deshalb spielen wir Fußball.

SPOX: Franz Beckenbauer hat vor ein paar Jahren gesagt, dass Cottbus ein hoffnungsloser Fall sei. Im Endeffekt hat er zumindest kurzfristig mal wieder Recht behalten. Wie sehen Sie die Entwicklung in der Lausitz?

Beeck: Beckenbauer hat für mich nicht mal im Ansatz Recht. Die Lausitzer haben in den vergangenen 15 Jahren Überragendes geleistet. Unter diesen wirtschaftlichen Bedingungen Profifußball zu spielen, ist wie für andere Vereine jedes Jahr die Champions League zu erreichen.

SPOX: Eine klare Aussage. Vielleicht gleich noch eine weitere zum Schluss: Wie werden die Duelle gegen Cottbus ausgehen?

Beeck: Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster: es wird vermutlich einen Sieger geben oder es gibt ein Unentschieden. (lacht) Im Ernst: ich kann nicht in die Zukunft schauen und ein Ergebnis hängt von so vielen Faktoren ab. Wir werden alles dafür tun, erfolgreich zu sein. Ob das reicht, werden wir dann sehen.

Union und Patschinski trennen sich endgültig

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung