Fussball

Stoffers kontra Reuter und Schroth

Von SPOX
1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers krtitisiert Ex-Sportdirektor Stefan Reuter
© Getty

Beim TSV 1860 München ist immer was los: Geschäftsführer Manfred Stoffers will Markus Schroth nicht weiter bezahlen müssen und kritisiert Ex-Sportdirektor Stefan Reuter. Zudem bangt man um den Verbleib von Jungstar Fabian Johnson.

Markus Schroth ist gerade wirklich nicht zu beneiden. Wobei, was heißt gerade? Der Stürmer, der im Sommer 2007 zu den Löwen zurückkehrte und dort an seine erfolgreiche Zeit zwischen 1998 und 2004 anzuknüpfen versuchte, hat einfach seit langer Zeit kein Glück.

Ein Knorpelschaden im Knie, den er sich in der ersten Trainingswoche nach seinem Wechsel aus Nürnberg zuzog, hinderte ihn kontinuierlich daran, seiner Arbeit nachzugehen.

So absolvierte er bislang immer noch kein einziges Pflichtspiel für 1860. Und wird dies auch nicht mehr tun. Zum 30. Juni läuft nämlich Schroths Vertrag aus und nach seiner letzten OP im Mai steht fest, dass er seine Kickstiefel an den Nagel hängen wird.

Kritik an Reuter

Als ob dies nicht alles schon traurig genug ist, gibt's nun Krach mit Schroths Anschlussvertrag. Der garantiert ihm nämlich, dass er den Löwen nach dem Karriereende erhalten bleibt.

"Ich habe die Option gezogen. Sie war damals Voraussetzung für meine Rückkehr. Ich kann mir ein Engagement im sportlichen Bereich oder im Umfeld der Geschäftsstelle vorstellen", sagt Schroth gegenüber "Bild" und freut sich.

Doch genau das ist 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers ein Dorn im Auge. Der muss Schroth nun weiter bezahlen und hat darauf eigentlich gar keine Lust. Daher kritisiert er nun seinen Ex-Sportdirektor Stefan Reuter, der den Schroth-Vertrag abschloss.

Johnson vor erstem Karrierehighlight

"Wir sind doch nicht die BfA (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Anm. d. Red.). In Zukunft wird es keine Rentenverträge mehr geben", echauffiert sich der 55-Jährige.

Schroth wird der Einstieg in seine Zeit nach der Karriere somit nicht gerade leicht gemacht.

Weg von Schroth, hin zu Fabian Johnson. Der hat seine Karriere noch vor sich und begeht mit der deutschen U-21-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in der kommenden Woche sein erstes echtes Karrierehighlight.

"Er hat die nötigen Fähigkeiten"

Eine gute Bühne, um sich für ambitioniertere Klubs als die darbenden Münchner zu empfehlen. Der Mittelfeldspieler, vertraglich bis 2010 gebunden, soll bereits das Interesse vom VfB Stuttgart, dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV geweckt haben.

"Ich werde alles versuchen, um ihn langfristig zu binden", zeigt sich 60-Manager Miroslav Stevic kämpferisch.

U-21-Coach Horst Hrubesch traut Johnson die Bundesliga zu, "er hat die nötigen Fähigkeiten", so der Trainer in der "tz", schränkt jedoch ein: "Aber wenn er wechselt, dann muss er einen Verein finden, bei dem er regelmäßig spielt."

Hrubesch weist zudem darauf hin, dass man dem 19-jährigen Allrounder eine feste Position zuweist. "Er braucht Sicherheit in seinem Spiel, da ist es nicht dienlich, wenn er ständig woanders eingesetzt wird. Bei uns in der Nationalmannschaft spielt er als Rechtsfuß ausschließlich rechts offensiv."

Der komplette Kader von 1860 München im Überblick

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