Bloß nicht wieder Dinner for One!

SID
Montag, 04.05.2009 | 11:18 Uhr
Trainer Benno Möhlmann will Greuther Fürth endlich ins Oberhaus führen
© Getty
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Venlo

Das Duell MSV Duisburg gegen SpVgg Greuther Fürth bildet am Montagabend den krönenden Abschluss des 30. Zweitliga-Spieltags. Den Kleeblättlern winkt bei einem Kantersieg Platz zwei.

Das Gefühl, kurz vor Saisonende in der Zweiten Liga oben dabei zu sein, ist für die SpVgg Greuther Fürth nichts Neues. Das Gefühl, am Ende doch an den Nerven zu scheitern, wäre es auch nicht.

Damit es am Saisonende nicht wie im berühmten TV-Sketch "Dinner for One" heißt: "The same procedure as last year", sollten die Franken heute (20.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf Premiere) beim MSV Duisburg punkten, um den Aufstiegskampf in der eigenen Hand zu behalten.

Fürther Aufstiegs-Argumentation

Sieben Mal in den letzten acht Jahren durften die Franken von der ersten Bundesliga-Saison seit der Fusion der SpVgg Fürth und dem TSV Vestenbergsgreuth träumen und sieben Mal kam hinterher die Bruchlandung (sechs Mal Platz fünf, letzte Saison Rang sechs). Wenn es nach Spielern, Verantwortlichen und Fans geht, soll die "schwarze" Serie diesmal endlich reißen.

Anlass zur Hoffnung gibt den Franken dabei, dass der durch die Spiele vom Wochenende vorerst auf Rang vier abgerutschte Klub von Trainer Benno Möhlmann zuletzt auch die engen, weniger überzeugenden Auftritte gewinnen konnte.

Trotz durchwachsener Leistungen sprangen zuletzt in Wiesbaden und gegen Augsburg knappe 1:0-Siege heraus. Außerdem spielt Fürth an den verbleibenden vier Spieltagen gegen Nürnberg und Freiburg sowie in Mainz und Ahlen noch gegen drei direkte Konkurrenten im Aufstiegskampf.

Sprung auf Platz zwei möglich

Bei drei Punkten Rückstand auf Platz zwei (ein Punkt auf Relegationsplatz drei) kann den Kleeblättlern mit einem Sieg mit fünf Treffern Unterschied der Sprung auf Rang zwei, der zum direkten Aufstieg berechtigt, gelingen.

Dass den Franken ein Auswärtssieg zuzutrauen ist, haben sie in dieser Spielzeit schon sechs Mal unter Beweis gestellt.

Mit Ausnahme von Sercan Sararer (grippaler Infekt) und Thomas Wörle (Aufbautraining) kann Möhlmann aus dem Vollen schöpfen. Auch Marino Biliskov, der leicht angeschlagen war, wird aller Voraussicht nach gegen Duisburg spielen können.

MSV nur Außenseiter im Aufstiegsrennen

Auf Duisburger Seite wird bei momentan acht Punkten Rückstand auf Platz drei nur noch hinter vorgehaltener Hand vom Thema Aufstieg gesprochen.

Nach einer Serie von zwölf ungeschlagenen Spielen ist im Ruhrgebiet zuletzt nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen Katerstimmung eingekehrt. Erst am letzten Spieltag in Ahlen galoppierten die "Zebras" durch den 2:0-Auswärtssieg wieder in die Erfolgsspur.

Trainer Peter Neururer nicht zur Verfügung stehen werden die gelbgesperrten Leistungsträger Dorge Kouemaha und Mihai Tararache. Duisburgs Toptorschütze Cedrick Makiadi, zuletzt in Ahlen nur noch auf der Ersatzbank, könnte dadurch der Sprung zurück in die Startelf blühen.

Denkwürdiges Hinspiel

Das Hinspiel im Playmobil-Stadion war für den MSV Duisburg Spiel eins nach Rudi Bommer und ein äußerst turbulentes dazu: Unter Interimstrainer Heiko Scholz, der seinen Stuhl als Co-Trainer an der Seite von Neururer zum Saisonende räumen muss, führten die Zebras schon mit 3:1, ehe sie sich doch noch mit 4:3 geschlagen geben mussten.

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