Fussball

Fürth überflügelt patzende Mainzer

SID
Greuther Fürth ist erster Verfolger von Tabellenführer Freiburg
© Getty

Der FSV Mainz 05 hat im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga etwas überraschend einen herben Rückschlag hinnehmen müssen und Aufstiegsrang zwei an die SpVgg Greuther Fürth verloren.

Während das Team von Trainer Jörn Andersen beim 1:4 (0:2) gegen Alemannia Aachen die bislang höchste Saisonniederlage bezog, setzte sich Fürth im bayerischen Derby gegen 1860 München trotz einer nur phasenweise erstligatauglichen Leistung 1:0 (0:0) durch.

Mit jetzt 45 Punkten sind die Franken der erste Verfolger von Tabellenführer SC Freiburg (48), der am Montag den 1. FC Nürnberg empfängt. Mainz hat weiter 44 Punkte auf dem Konto und spürt nun auf Relegationsplatz drei den heißen Atem der Konkurrenz.

Pinheiro: "Das ist ein Traumgefühl"

Zu der gehört auch wieder der 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer setzten sich dank eines Tores des 20 Jahre alten Mittelfeldspielers Ricky Pinheiro (58.) mit 1:0 (0:0) bei Rot-Weiß Ahlen durch und rückten mit nun 41 Punkten bis auf drei Zähler an Mainz heran. "Das ist ein Traumgefühl. Ich freue mich sehr, dass ich der Mannschaft helfen konnte", sagte Pinheiro.

Der MSV Duisburg blieb auch im zwölften Ligaspiel unter Peter Neururer unbesiegt, bestand die vom Trainer gestellte "Charakterfrage" beim 0:0 beim stark abstiegsbedrohten FC Ingolstadt aber nur bedingt und ist mit 40 Punkten Fünfter.

Der FC St. Pauli vergab beim 1:1 (0:0) gegen den FC Augsburg seine Chance, näher an Mainz heranzukommen. 19.000 Zuschauer sahen am Mainzer Bruchweg ein turbulentes Spiel mit vielen Torchancen. Nach einem Doppelschlag von Daniel Brinkmann (30./44.) schien Aachen der zweite Rückrundensieg nach zuletzt drei Niederlagen in Folge schon sicher.

Doch Chadli Amri ließ Mainz nochmal hoffen (69.). In einer spannenden Schlussphase machten Abdulkadir Özgen (75.) und Lewis Holtby (84.) jedoch alles klar für Aachen. In der Nachspielzeit hielt Alemannia-Torwart Thorsten Stuckmann noch einen Foulelfmeter von Miroslav Karhan.

Wolf auf Tribüne verbannt

Fürth tat sich lange Zeit schwer, doch der zehn Minuten zuvor eingewechselte und erst 19 Jahre alte Sercan Sararer erlöste Benno Möhlmanns Mannschaft in der 77. Minute mit dem Siegtor. 1860-Coach Uwe Wolf bezog seine erste Niederlage im vierten Spiel und war darüber so verärgert, dass er lautstark reklamierte und deshalb auf die Tribüne verbannt wurde.

Ein Treffer von Tobias Werner (76.) sicherte Augsburg in St. Pauli wenigstens einen Punkt im Abstiegskampf. Marius Ebbers hatte die Hamburger in Führung gebracht (70.).

Ebenfalls einen wichtigen Punkt im Tabellenkeller ergatterte der VfL Osnabrück beim 0:0 bei Rot-Weiß Oberhausen bereits am Freitag. Hansa Rostock wartet dagegen nach dem 1:1 (1:1) bei der TuS Koblenz auch nach dem zweiten Spiel unter Trainer Andreas Zachhuber auf den ersten Sieg im Jahr 2009.

Noch dramatischer sieht die Lage für Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden aus. Die Hessen kassierten beim 1:2 (0:1) beim FSV Frankfurt die siebte Niederlage in Folge und haben zehn Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Der 25. Spieltag im Überblick

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