Interview mit "Pele" Wollitz

"Mitleid ist im Fußball nicht angebracht"

Von Interview: Kevin Bublitz und Mark Heinemann
Freitag, 06.03.2009 | 12:29 Uhr
Claus-Dieter "Pele" Wollitz ist seit 2004 Trainer in Osnabrück: "Ich habe den Druck erhöht"
© Getty
Advertisement
NFL
Do18:30
Vikings@Lions: Erlebe den Thanksgiving-Auftakt
Darts
Fr20:00
Players Championship: Die gesamten Finals auf DAZN
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
1. HNL
Cibalia -
Rijeka
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Premier League
Brighton -
Liverpool
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Leicester -
Burnley (Delayed)
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Inter Zapresic
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Exklusiv Claus-Dieter Wollitz ist vielen durch seinen legendären "Ihr könnt mich Pele nennen"-Auftritt zu Beginn seiner Profilaufbahn beim FC Schalke 04 bekannt. Mittlerweile kämpft der 43-Jährige mit dem VfL Osnabrück in der 2. Bundesliga gegen den Abstieg - und das so emotional wie eh und je.

Im SPOX-Interview spricht der einst begnadete Techniker über Philosophien, die Laptops seiner Spieler und den Reiz des VfL Osnabrück.

SPOX: Herr Wollitz, stimmt es, dass sich Ihre Spieler nicht länger als einen Tag über Niederlagen ärgern dürfen?

Claus-Dieter Wollitz: Natürlich erwarte ich die Fähigkeit zur Selbstkritik. Wenn man aber toll spielt und am Ende trotzdem keinen Ertrag hat, darf man sich nicht lange ärgern, sondern muss nach vorne schauen, arbeiten und notfalls etwas ändern. Nur wer mit Siegen und Niederlagen umgehen kann, erreicht letztendlich seine Ziele.

SPOX: Was haben Sie nach der Niederlagenserie vor dem Ingolstadt-Spiel geändert?

Wollitz: Ich habe den Druck erhöht. Es bringt nichts, wenn man nach einer Niederlage sagt, wir schaffen das schon. Viel wichtiger ist, dass man sich Gedanken darüber macht, wie wir es wieder schaffen, erfolgreich zu sein. Pauschalaussagen bringen einen nicht weiter.

SPOX: Andere Trainer fahren ins Kurztrainingslager.

Wollitz: Ich bin kein Freund von solchen Trainingslagern oder gemeinsamen Mannschaftsabenden auf einer Kegelbahn. Dann denkt doch jeder, dass ich unter Druck stehe und nach dem letzten Strohhalm greife. Der Erfolg kommt nur durch vernünftige und ehrliche Arbeit zurück.

SPOX: Was ist mit dem Wir-Gefühl? Sie hatten das zuletzt vermisst...

Wollitz: ...ja, aber verstehen Sie mich da bitte nicht falsch. Harmonie braucht jede Mannschaft. Aber es ist wie in einer Ehe. Wenn man nur oberflächlich ist, funktioniert sie nicht. Ich weiß das, weil ich seit zwanzig Jahren glücklich verheiratet bin (lacht). In einem funktionierenden Team muss konstruktive Kritik möglich sein.

SPOX: Das sind hohe Ansprüche an Ihre Spieler.

Wollitz: Wer sich selbst belügt, der wird sich auch nicht weiterentwickeln. Jegliche Form des Mitleids ist im Fußball nicht angebracht.

SPOX: Sie haben trotz einiger Kritik immer an Ihrer offensiven Ausrichtung festgehalten. Wieso?

Wollitz: So ist meine Philosophie. Offensiv heißt doch nicht, dass man keine Balance haben kann. Natürlich muss jeder Spieler auch defensiv mitarbeiten. Wenn man dreifach punkten will, müssen aber vorne Tore her. Wer garantiert mir denn, dass ich Erfolg habe, wenn ich hinten eine Mauer aufbaue?

SPOX: Was genau reizt Sie am VfL Osnabrück?

Wollitz: Mich reizen der wöchentliche Forschritt der Mannschaft und die pure Identifikation aller Beteiligten mit dem Verein.

SPOX: Sie gingen mit 19 Jahren zum FC Schalke 04. Wie sehr unterscheiden sich heutige und frühere Spielergenerationen?

Wollitz: Der Unterschied ist riesig. Nehmen Sie nur den technischen Fortschritt. Netterweise kommt nach jeder Partie jemand von Premiere und gibt uns eine DVD rein, damit wir das komplette Spiel analysieren können (lacht).

Früher gab es das nicht. Wenn man heute mit 18 Spielern losfährt, dann haben 18 Spieler eine Laptoptasche dabei. Kaum sitzt man im Bus werden die Geräte aufgeklappt. Aber das ist in Ordnung, ich nutze die Geräte ja auch. Dann kann ich von meinen Spieler nicht das Gegenteil verlangen. Das wäre unglaubwürdig.

SPOX: Sie haben mal gesagt, mit Normalität komme man nicht weit. Eine These: Der VfL gewinnt am letzten Spieltag in Duisburg, rettet sich so und vermasselt gleichzeitig dem MSV den Aufstieg. Wie wäre das?

Wollitz: Das wäre Fußball. Ich denke, dass ich meine Mannschaft richtig gut einschätzen kann und bin mir daher sicher, dass wir den Klassenerhalt vorher schaffen. Das würde meine Nerven unheimlich schonen.

Dafür müssen wir noch hart arbeiten, aber das packen wir jetzt an.

Die aktuelle Tabelle der 2. Liga

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung