Die Freitagsspiele der 2. Liga

Aufbruchsstimmung in der Pfalz

Von SPOX
Freitag, 12.09.2008 | 12:54 Uhr
Kaiserslautern, Fans
© Getty
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Der 4. Spieltag der 2. Liga beginnt mit dem Spitzenspiel zwischen Kaiserslautern gegen St. Pauli (18 Uhr im LIVE-TICKER). Außerdem sind mit Rot Weiss Ahlen, Rot-Weiß Oberhausen und dem FC Ingolstadt drei Aufsteiger im Einsatz.

Die wichtigsten Informationen zu den drei Freitagsspielen finden Sie hier.

Kaiserslautern - St. Pauli

Der Betze bebt! Nach drei Spieltagen tummeln sich die Roten Teufel mit sieben Zählern in der Spitzengruppe der 2. Liga. Zuletzt feierte die Sasic-Elf einen überzeugenden 3:1-Auswärtssieg beim Aufsteiger aus Ingolstadt. "Ich bin stolz auf meine Jungs. Auf dieser Leistung können wir aufbauen und uns im oberen Drittel etablieren", freute sich der kroatische Erfolgstrainer des FCK.

Die Chancen, sich weiter oben festzusetzen, stehen angesichts des Gegners nicht unbedingt schlecht. Der FC St. Pauli ist ein gern gesehener Gast, der noch nie in Kaiserslautern gewinnen konnte: zehnmal spielten die Hamburger auf dem Betzenberg, holten nur zwei Unentschieden bei acht Niederlagen.

Aber zu sicher sollten sich die Lauterer nicht sein, da sich auch die Braun-Weißen zuletzt in guter Form präsentierten. Gegen Rot-Weiß Oberhausen feierten die Kiezkicker mit 4:1 den ersten Saisonsieg. St. Paulis Trainer Holger Stanislawski weiß allerdings, dass die Aufgabe in der Pfalz ungleich schwerer werden dürfte.

"Ich halte Kaiserlautern für eine der zurzeit stärksten Mannschaften der zweiten Bundesliga."

Für Tore sollte gesorgt sein. Denn weder Kaiserslautern, noch der FC St. Pauli schafften es in den ersten Saisonspielen ohne Gegentor zu bleiben. Allerdings zeigten sich beide Teams mit jeweils acht erzielten Treffern offensivstark. Beste Voraussetzungen also für ein Fußballfest im Fritz-Walter-Stadion.

Alemannia Aachen - FC Ingolstadt

2:0 geführt und dennoch keinen Sieg eingefahren. Alemannia Aachen vergeigte zuletzt beim 1. FC Nürnberg einen sicher geglaubten Erfolg und musste sich mit einem 2:2 begnügen. "Es war mehr drin. Uns fehlt noch die Kaltschnäuzigkeit, um solche Spiele über die Zeit zu bringen", kommentierte Trainer Jürgen Seeberger das Remis.

Die Länderspielpause nutzte er dazu, das Spiel in Nürnberg per Videoanalyse aufzuarbeiten. Allerdings geschah dies in neuer Form: Statt nur ausgewählte Szenen anzuschauen, führte der Trainerstab den Spielern diesmal eine komplette Halbzeit vor - und zwar die zweite. "Ein Bild sagt oft mehr als 1000 Worte", hofft Seeberger, dass diese Maßnahme von Erfolg gekrönt sein wird.

Gegner Ingolstadt wäre hingegen mit einem Punkt am letzten Spieltag gegen Kaiserslautern zufrieden gewesen. Doch die Oberbayern mussten sich gegen die Pfälzer nach saisonübergreifenden neun Partien ohne Niederlage, mit 1:3 erstmals wieder geschlagen geben. "Jede Serie geht irgendwann mal zu Ende. Die verlorenen Punkte müssen wir nun auswärts holen", sagte Coach Thorsten Fink.

Rot-Weiß Oberhausen - Rot Weiss Ahlen

Gewaltig unter die Räder kam zuletzt RWO. Beim FC St. Pauli setzte es für die Luginger-Elf eine ordentliche 1:4-Klatsche. "Das war eine Lehrstunde. Wir waren in vielen Situationen überfordert", analysierte der 41-Jährige. "Wir haben es den St. Paulianern zu einfach gemacht, Tore gegen uns zu erzielen. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass wir gegen Ahlen anders auftreten werden und aus unseren Fehlern gelernt haben", so Luginger.

Zufriedenheit herrscht hingegen bei Rot-Weiss Ahlen. Die Münsterländer feierten am vergangenen Spieltag gegen den TSV 1860 München durch ein Last-Minute-Tor von Rene Müller einen 2:1-Sieg. Damit etablierte sich der Aufsteiger mit sechs Punkten aus den ersten drei Spielen im oberen Tabellendrittel. Ob der bisher nur als Joker eingesetzte Müller in Oberhausen nun auch mal von Beginn an ran darf, ist offen.

"Warum sollen wir uns der Stärke berauben, die er bisher gezeigt hat?", meinte Ahlens-Trainer Christian Wück. Hinsichtlich der Erfolgsaussichten im heutigen Spiel, gibt sich der 35-jährige Coach optimistisch. "Wir waren schon in der Regionalliga auswärts stärker als zu Hause."

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