Robin Dutt exklusiv

"Nicht lange herumeiern"

Von Interview: Alexander Klucke
Samstag, 27.09.2008 | 13:52 Uhr
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
UEFA Europa League
Do19:00
Sturm Graz -
Fenerbahce
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Sa16:00
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Javor
Super Cup
Sa21:00
Monaco -
PSG
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
So15:00
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Super Liga
So19:00
Rad -
Crvena zvezda
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Mo20:45
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
Di18:30
St. Pauli -
Stoke
Copa Sudamericana
Mi00:15
Libertad -
Huracan
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
Copa Sudamericana
Do02:45
Olimpia -
Nacional
Copa Sudamericana
Fr02:45
Atletico Junior -
Deportivo Cali
Ligue 2
Fr20:00
Lens -
Nimes
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Ligue 1
Fr20:45
Monaco -
Toulouse
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Club Friendlies
Sa16:00
Crystal Palace -
FC Schalke 04
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
Sa16:45
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:15
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Metz -
Guingamp
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So17:00
SC Freiburg -
Turin
Ligue 1
So17:00
Angers -
Bordeaux
Club Friendlies
So17:00
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
So19:00
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal

Robin Dutt verpasste den Aufstieg in die 1. Liga mit dem SC Freiburg in der Vorsaison nur knapp. Auch in dieser Spielzeit greift der 43-Jährige im Unterhaus wieder voll an - und das aggressiver denn je.

Vor dem schweren Auswärtsspiel am Aachener Tivoli (So., 14 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere) spricht Dutt bei SPOX über seine Ziele, "gescheiterte" Neuzugänge und das gewachsene Selbstbewusstsein im Breisgau.

SPOX: Herr Dutt, schon vor Saisonbeginn machten Sie deutlich, dass Freiburgs klares Ziel die Bundesliga ist.

Robin Dutt: Ja, die Mannschaft hat beschlossen, nicht lange herumzueiern, sondern das klar auszusprechen, was sowieso jeder denkt. Schon im letzten Jahr stimmte die Leistung. Jetzt ist der Anspruch, noch besser und stärker zu werden. Da bleibt in der Tabelle nicht viel Spielraum bis zum Aufstiegsplatz.

SPOX: Nach dem fünften Spieltag sind Sie Tabellenführer - also alles auf Aufstiegskurs?

Dutt: Dieses Ziel haben wir erst dann erreicht, wenn wir am 34. Spieltag immer noch ganz oben stehen. Im Moment dürfen wir uns über einen gelungenen Start freuen, der das Ergebnis einer intensiven Arbeit ist. Wir sind bisher zufrieden, ohne schon etwas erreicht zu haben.

SPOX: Der selbst auferlegte Druck scheint die Spieler in keinster Weise zu hemmen.

Dutt: Nein, denn die Mannschaft hat sich gut entwickelt und inzwischen greifen viele Automatismen. Unterstützt von den ersten positiven Ergebnissen entstehen Selbstbewusstsein und der Glauben an die eigene Stärke.

SPOX: Müssen Sie nun vielleicht sogar schon wieder auf die Euphoriebremse treten?

Dutt: Um im Bild zu bleiben: Das Gaspedal betätigen wir in dieser Hinsicht nicht, aber wir wollen die Euphorie hier nicht unbedingt bremsen - allerdings muss man Woche für Woche diszipliniert dafür arbeiten, dass die Begeisterung am Spieltag überhaupt möglich ist.

SPOX: Mit dem Auswärtsspiel in Aachen und dem Heimspiel gegen Duisburg stehen schwere Aufgaben in der Liga an. Kommen die Prüfsteine genau zur richtigen Zeit?

Dutt: Das bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall freuen wir uns auf die nächsten beiden Spiele. Besonders die sogenannten schweren Spiele bieten die Chance, noch stärker zu werden.

SPOX: Andere Klubs wie die drei Absteiger tun sich schwerer. Welche Teams haben Sie nach den ersten Eindrücken der laufenden Saison als ärgste Konkurrenten auf der Rechnung?

Dutt: Es ist nicht auszuschließen, dass Kaiserslautern sich oben festsetzt. Ansonsten lässt sich bei diesen Punkteabständen jetzt noch nichts prognostizieren.

SPOX: Abgänge wichtiger Spieler wurden durch Ivica Banovic, Tommy Bechmann und Mohammadou Idrissou kompensiert. Nach verhaltenen Vorjahren blühen die Neuzugänge jetzt in Freiburg richtig auf. Woran liegt's?

Dutt: In Freiburg konnten alle drei wieder zu ihrer alten Stärke zurückfinden, weil ihnen in Freiburg die Ruhe und Zeit dafür zur Verfügung stand.

SPOX: Steckt hinter der Idee, "gescheiterte" Spieler von anderen Klubs zu holen, Methode oder geht es in Freiburg einfach auch nicht anders?

Dutt: Die Verträge dieser Spieler liefen aus und somit waren sie ablösefrei, was uns sehr entgegenkam. Aber es sind alles andere als gescheiterte Spieler. Banovic ist schon vergangene Saison als frisch gebackener DFB-Pokalsieger zu uns gekommen. Idrisssou kam bereits im Winter direkt nach seiner Finalteilnahme mit Kamerun am Afrika-Cup und auch Bechmann hat durchaus schon einiges vorzuweisen.

SPOX: Hoffenheim-Coach Ralf Rangnick hat eine ähnliche Philosophie wie Sie und hat sich ebenfalls von ganz unten hoch gearbeitet. Ist er so etwas wie ein Vorbild für Sie?

Dutt: Nein, ich habe keinen Trainerkollegen, den ich als Vorbild bezeichnen könnte. Vielmehr gibt es viele Kollegen, deren Arbeit ich sehr schätze. Ralf Rangnick gehört sicherlich dazu. Er hat im Fußball schon einige interessante Geschichten geschrieben.

SPOX: 2005 schlossen sie die Fußballlehrerausbildung als Jahrgangsbester ab. Inwieweit waren die Innovationen eines Jürgen Klinsmann, erst beim DFB und jetzt bei den Bayern, für sie wirklich etwas Neues?

Dutt: Die Veränderungen, die Jürgen Klinsmann vorgenommen hat, habe ich weder beim DFB noch beim FC Bayern selber sehen können. Daher maße ich es mir nicht an sie zu beurteilen. In jedem Fall ist es gut, wenn im Fußball viel Neues und Innovatives diskutiert wird. Nur so kann sich der Fußball stetig weiterentwickeln. Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was er in seinem eigenen Umfeld umsetzen möchte.

Zum Kader des SC Freiburg

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung