Sonntag, 31.08.2008

Nürnberg verpasst Befreiungsschlag

St. Pauli mit erstem Sieg - 1860 verliert

Die Chaos-Tage beim 1. FC Nürnberg sind vorerst vorbei, dagegen schrillen beim TSV 1860 München die Alarmglocken.

St. Pauli, 2. Bundesliga
© DPA

Am dritten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga verpasste der Club beim 2:2 gegen Alemannia Aachen nach dem Rücktritt von Trainer Thomas von Heesen allerdings den erhofften Befreiungsschlag und blieb im zweiten Spiel hintereinander sieglos.

Beim Tabellenletzten aus München, der mit dem 1:2 bei Rot-Weiss Ahlen die dritte Pleite in Serie kassierte, muss Trainer Marco Kurz nach dem schlechtesten Zweitliga-Start überhaupt um seinen Job bangen.

Ahlen vorerst dritter

Aufsteiger Ahlen kletterte mit dem zweiten Saisonsieg vorerst auf den dritten Tabellenplatz. Den ersten "Dreier" der Saison landete der FC St. Pauli beim 4:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen, während Neuling FSV Frankfurt mit dem 1:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth den ersten "Dreier" der Saison verpasste. Das Rheinderby zwischen TuS Koblenz und dem SV Wehen Wiesbaden endete torlos.

An der Liga-Spitze liefern sich der FSV Mainz 05, der am Freitag den VfL Osnabrück mit 4:2 besiegte, und der punktgleiche 1. FC Kaiserslautern ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die Pfälzer feierten beim 3:1 am Freitag in Ingolstadt den ersten Auswärtssieg seit fünf Monaten. Im Spitzenspiel kämpfen der SC Freiburg und Ex-Bundesligist Hansa Rostock um den Anschluss an die Aufstiegsplätze.

Club zu Beginn verunsichert

Drei Tage nach dem Rücktritt des frustrierten Chefcoachs von Heesen war der FCN in der ersten Halbzeit völlig von der Rolle und der zum Aushilfstrainer beförderte bisherige Assistenz-Coach Michael Oenning nur zu bedauern.

Aachen nutzte das Chaos in der "Club"-Abwehr eiskalt aus und lag durch die Tore von Seyi Olajenbesi (17.) und Benjamin Auer (29.) zur Halbzeit mit 2:0 vorne. Die Neuzugänge Christian Eigler (49.) und Daniel Gygax (68.) belohnten vor 31.000 Zuschauern die furiose Aufholjagd der Franken mit dem hochverdienten Punktgewinn.

Niederlage in der Nachspielzeit

Bei den Münchner "Löwen" sind die Tage von Trainer Kurz womöglich gezählt. Rene Müller besiegelte in der Nachspielzeit die bittere Niederlage der Sechziger, die den schlechtesten Saisonstart seit 1961 hingelegt haben.

Zu allem Unglück musste auch noch Abwehrspieler Mathieu Béda (69.) nach einer Notbremse mit Rot vorzeitig vom Platz. Daniel Bierofka (87.) hatte Ahlens Führung durch Marinko Miletic (56.) ausgeglichen.

St. Pauli verhindert Fehlstart

Mit dem verdienten Sieg gegen Aufsteiger Oberhausen nach Toren von Marius Ebbers, Fabian Boll, René Schnitzler und des überragenden Filip Trojan verhinderte der FC St. Pauli den totalen Saison-Fehlstart.

Beim 1:1 des FSV Frankfurt hatte Angelo Barletta (30.) den Aufsteiger in Front gebracht, drei Minuten vor Spielende rettete Sami Allagui Fürth einen Punkt. Der SV Wehen Wiesbaden weiter auf den ersten "Dreier" - beim torlosen Derby bei TuS Koblenz gab es immerhin einen wichtigen Auswärtspunkt.

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