Tobias Sippel im Interview

Keine Lust aufs Abschlachten

Von Interview: Torsten Nenner
Samstag, 16.08.2008 | 13:53 Uhr
Kaiserslautern, Mainz, Tobias, Sippel, Interview
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
Serie A
Fr02:00
Flamengo -
Chapecoense
CSL
Sa13:35
Tianjin Teda -
Guangzhou R&F
Segunda División
Sa21:00
Getafe -
Teneriffa (Finale Rückspiel)
Serie A
So00:00
Santos -
Sport Recife
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa

Mainz - Der 1. FC Kaiserslautern scheint die Moral aus dem Abstiegskampf der vergangenen Saison mit in die neue Spielzeit genommen zu haben.

tz eines 0:3-Pausenrückstands ergab sich das Team von Trainer Milan Sasic nicht in sein Schicksal und erkämpfte sich ein verdientes 3:3 im Derby beim Aufstiegsaspiranten Mainz.

SPOX sprach mit Lauterns Torhüter Tobias Sippel über die verrückte Partie und die Wende nach der Pause.

SPOX: Herr Sippel, darf man Ihnen gratulieren?

Tobias Sippel: Ja, für die zweite Halbzeit und die ersten 20 Minuten der ersten Hälfte, in denen wir richtig gut gespielt haben.

SPOX: Was war in den 25 Minuten bis zur Pause los?

Sippel: Nach dem blöden 0:1, das nicht ganz fair war, weil Moussal Ouattara nach einem Kopftreffer am Boden lag und der Ball nicht ins Aus gespielt wurde, haben wir wieder die Fehler aus dem letzten Jahr gemacht. Wir haben uns einschüchtern lassen und Angst bekommen. Prompt haben wir das zweite und dritte Tor kassiert.

SPOX: Sie finden, dass Karhan den Ball vor dem 0:1 ins Aus hätte spielen müssen, als Ouatarra benommen auf dem Boden lag?

Sippel: Ich denke, das steht in der Regel, oder der Schiedsrichter muss unterbrechen. Es war ganz offensichtlich, dass er im Gesicht getroffen wurde. Normaler Weise muss man den Ball ins Aus spielen, wenn man fair ist. Aber okay, es war ein Derby und die Szene war 20 Meter vorm dem Tor.

SPOX: Und die anderen beide Tore?

Sippel: Da haben wir die Zweikämpfe nicht gewonnen und sind in Konter reingelaufen. Ich wollte den Ball noch wegschlagen, aber es waren jedes Mal noch Mainzer im Fünfmeterraum frei. Das kann eigentlich nicht sein.

SPOX: Ihre Abwehrversuche sahen etwas unglücklich aus.

Sippel: Wenn ich den Ball beim zweiten Treffer durchlaufen lasse, sagt jeder: "Warum bist du nicht rausgekommen?"

SPOX: Haben Sie gehört, dass die Mainzer Fans in ihrem Rücken Sie verhöhnt haben und "Sippel für Deutschland" gerufen haben?

Sippel (lacht): Ich glaube, die wollen, dass ich nach Mainz komme.

SPOX: Alles in allem war es ein verrücktes Spiel.

Sippel: Besser kann so ein Saisonauftakt nicht sein. Derby, Freitagabend und sechs Tore. Wenn man die erste Halbzeit ausgeschaltet hätte, wäre es perfekt für uns gewesen.

SPOX: Was passierte nach dem 0:3 in der Halbzeit?

Sippel: Wir sind in die Kabine reingekommen und wussten erst einmal nicht, was wir machen sollen. Aber der Trainer hat zu uns gesagt: "Sucht es euch aus: Entweder ihr lasst euch abschlachten oder geht raus wie Männer und spielt das zu Ende, was ihr in den ersten 20 Minuten gespielt habt."

SPOX: Zu Beginn sah es so aus, als hätten Sie die Moral vom Ende der vergangenen Saison mitgenommen.

Sippel: In den ersten 20 Minuten sind wir richtig gut reingekommen. Wir haben schöne Pässe gespielt, Zweikämpfe gewonnen und waren gefährlich vor dem Tor. Und plötzlich steht es 0:3 und du weißt nicht, was du machen sollst.

SPOX: Kamen da Gedanken an das letzte Jahr hoch?

Sippel: Nein, das ist abgehakt. Das war ein lehrreiches Jahr. Aber jetzt sind wir durch die Neuzugänge im Schnitt etwas älter und reifer.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung