Montag, 05.05.2008

2. Liga

Rangnick wettert gegen Köln: "Das war ein Attentat"

Sinsheim - Einen Tag nach der 1:3-Niederlage von 1899 Hoffenheim beim 1. FC Köln hat Ralf Rangnick schwere Vorwürfe gegen Mittelfeldspieler Maynor Suazo erhoben und sich auch mit Manager Michael Meier angelegt.

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"Der Kopfstoß gegen Sejad Salihovic war ein Attentat", klagte der Trainer des nordbadischen Fußball-Zweitligisten. "Das hätte die Rote Karte und eine vier- bis sechswöchige Sperre nach sich ziehen müssen. Denn Suazo wollte nicht den Ball spielen, sondern nur den Gegner verletzten. Das sieht man an seinem Gesichtsausdruck."

Salihovic hatte bei der Attacke einen Schneidezahn verloren und eine Jochbein-Prellung erlitten und musste ausgewechselt werden. Suazo wurde mit Gelb bestraft. "Wir empfinden die Aktion als persönlichen Angriff gegen uns alle", meinte Rangnick, "in der Liga ist es en vogue, uns nicht zu mögen. Aber das macht uns nur stärker". Die Hoffenheimer sind nach der Niederlage in der hitzigen Partie auf den vierten Tabellenplatz zurückgefallen.

Rangnick kontert Meier

Der 49-jährige Fußball-Lehrer fürchtet, dass es bei den gegnerischen Mannschaften Programm geworden ist, den Spielfluss des Aufsteigers mit übertriebener Härte zu unterbinden. Er verwies dabei auf eine Aussage von Michael Meier. Der Kölner Manager hatte nach dem Spiel gesagt: "Wir wussten, dass die Hoffenheimer Härte nicht mögen."

Auch die Aussage von Meier, dass 1899 zwar eine starke Mannschaft habe, dies aber bei Investitionen von 20 Millionen Euro auch zu erwarten sei, wollte Rangnick nicht unwidersprochen lassen. "Meier soll uns mal sagen, was er mit den hundert Millionen Euro in Dortmund gemacht hat", sagte er in Anspielung auf Meiers frühere Tätigkeit bei der Borussia.


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