Sonntag, 11.05.2008

Aue und Paderborn steigen ab

1. FC Köln steigt in die Bundesliga auf

München - Ausgelassener Aufstiegs-Jubel in Köln - Abstiegs- Frust bei Erzgebirge Aue und dem SC Paderborn.

Fußball, 2. Liga, Köln, Daum
© DPA

Nach Borussia Mönchengladbach hat der dreimalige deutsche Meister 1. FC Köln mit einem 2:0 (1:0)-Heimsieg im direkten Duell mit dem Mitkonkurrenten FSV Mainz 05 die heiß ersehnte Rückkehr in die Bundesliga perfekt gemacht.

"Endlich ist der Druck weg. Wir haben eine schwere Saison hinter uns und sind belohnt worden", kommentierte der zu Bayer Leverkusen wechselnde Nationalspieler Patrick Helmes.

Riesenkompliment ans Team 

Die beiden Aufstiegs-Tore für das frenetisch gefeierte Team von Trainer Christoph Daum vor 50.000 Zuschauern in der ausverkauften Kölner Arena erzielte der Libanese Roda Antar erst per Kopf (22. Minute) und dann mit dem rechten Fuß (66.).

"Es ist ein wunderschönes Gefühl. Man muss der Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen", sagte Routinier Matthias Scherz. Offen ist, ob Daum auch im Oberhaus Trainer der Kölner bleiben wird.

Trio um den Aufstieg 

Abgestiegen sind am 33. Spieltag nach Carl Zeiss Jena auch der FC Erzgebirge Aue und der SC Paderborn. Aue erkämpfte bei der noch zitternden TuS Koblenz ein 2:2, Paderborn verabschiedete sich mit einem 1:1 beim SV Wehen Wiesbaden in die neue 3. Liga. Auch mit Auswärtssiegen hätten beide Klubs allerdings wegen der anderen Ergebnisse im Tabellenkeller keine Chance mehr auf den Klassenverbleib gehabt.

Die Entscheidung über den dritten Aufsteiger sowie den vierten und letzten Absteiger fällt erst in einem Herzschlag-Finale. Dabei kämpft das Trio 1899 Hoffenheim, Mainz 05 und SC Freiburg um den letzten Aufstiegsplatz.

Enttäuschung beim Spitzenreiter 

Die besten Aussichten hat Aufsteiger Hoffenheim bei zwei Punkten Vorsprung auf die beiden Verfolger und einem Heimspiel gegen Greuther Fürth. Der Dorfklub war beim 1:1 in Offenbach schon für eine knappe halbe Stunde nach dem Führungstor von Francisco Copado (54./Foulelfmeter) aufgestiegen.

Doch dann glich Suat Türker für die abstiegsbedrohten Offenbacher ebenfalls per Foulelfmeter in der 81. Minute aus - auch Mainz und Freiburg durften in diesem Moment mitjubeln.

Die Freiburger wahrten ihre kleine Aufstiegschance mit einem überraschenden 3:2-Sieg beim Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach. Karim Matmour (8.) sowie zwei Mal Ali Günes (36./59.) schossen die Freiburger Tore vor 54 067 Besuchern im Borussia-Park, die eigentlich die eingeplante Meisterschaft ihrer Gladbacher bejubeln wollten.

Happy-End im Aufstiegsrennen 

Der vierte und letzte Absteiger wird unter gleich fünf Teams ausgespielt; der TuS Koblenz, Kickers Offenbach (beide 38 Punkte), dem FC Augsburg, VfL Osnabrück (beide 37) und dem 1. FC Kaiserslautern (36).

Schon um 14.23 Uhr glich das Kölner Stadion einem Tollhaus: Nach einem Eckball von Ümit Özat stieg Antar am höchsten und traf per Kopf - die FC-Fans unter den 50.000 Zuschauern stimmten begeisterte Erstliga-Gesänge an.

Als Antar in der 66. Minute mit dem Fuß das 2:0 nachlegte, konnte die FC-Party starten. Mainz darf trotz der Niederlage auf ein Happy-End im Aufstiegsrennen hoffen: Bei einem Heimsieg gegen St. Pauli am letzten Spieltag müsste allerdings Hoffenheim gleichzeitig verlieren. Gegenüber den punktgleichen Freiburgern haben die Mainzer die klar bessere Tordifferenz.

Hochspannung herrschte auch im Abstiegskampf: Kaiserslautern erkämpfte durch das späte Ausgleichstor von Josh Simpson (88.) einen Punkt beim 2:2 beim Absteiger Carl Zeiss Jena. Augsburg verlor dagegen durch einen Last-Minute-Elfmeter von Bernd Nehrig mit 2:3 in Fürth. Osnabrück verspielte beim 1:1 bei 1860 München, das endgültig gerettet ist, eine 1:0-Führung.


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