Mit Bongotrommeln und Bettgeflüster

SID
Mittwoch, 07.05.2008 | 11:58 Uhr
köln, mönchengladbach, borussia, FC, 2. liga
© Getty
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München - Die Aufstiegskandidaten biegen auf die Zielgerade (17.30 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere). Noch fünf Mannschaften machen sich berechtigte Hoffnungen auf den Einzug in die Belle Etage des deutschen Fußballs.

Dabei verlassen sich die Teams nicht nur auf das fußballerische Können, sondern greifen tief in die Trickkiste. Die einen versuchen es mit konventionellen Methoden, die anderen gehen neue, ungewöhnliche Wege.

Bekanntlich wird Fußball nicht nur mit den Füßen, sondern auch mit dem Kopf gespielt.

Dabei gehen immer mehr Teams neue Wege, um die angepeilten Saisonziele zu realisieren. Ein Blick hinter die Kulissen der Aufstiegskandidaten offenbart Skurriles, Verschrobenes und Altbewährtes.

Borussia Mönchengladbach
Bettgeflüster lautet das Motto bei der Fohlen. Und das am liebsten in den eigenen vier Wänden. Anstatt wie üblich vor einer Partie in einem Hotel oder Trainingslager zu übernachten, dürfen die Kicker des fünfmaligen deutschen Meisters zu Hause schlafen.

"Die Spieler fühlen sich im eigenen Bett am wohlsten, daher wollen wir sie nicht unnötig ins Hotel schicken", verrät Borussen-Sportdirektor Christian Ziege. Und Mittelfeldakteur Sascha Rösler ergänzt schelmisch: "Keine Ahnung, was die Singles in unserer Mannschaft nachts veranstalten, auf jeden Fall ist es erfolgreich."

Doch allein aufs Schlafen will sich der 30-jährige Kämpfer nicht verlassen. Regelmäßig tankt er Selbstvertrauen bei Holger Fischer, seinem privaten Mentaltrainer. "Vorm Einschlafen gehe ich fünf Minuten in Gedanken meine größten Ängste durch. Danach bin ich wie befreit", erzählt Rösler, mit neun Toren erfolgreichster Mittelfeldspieler der Borussia.

1899 Hoffenheim
Mit Trommeln zum Erfolg heißt die Devise beim Aufsteiger. Der Psychologe Hans-Dieter Hermann, der bei der WM 2006 die deutsche Nationalelf im mentalen Bereich aufpeppte, weckt mit kollektivem Trommelwirbel den Teamgeist der Hoffenheimer.

Es wird so lange auf kleine Bongotrommeln gehämmert, bis die Spieler in eine Art Trance fallen. "Irgendwann haben wir den Rhythmus im Blut. Es ist ein sensationelles Erlebnis. Wir rücken noch näher zusammen", verrät Jungstar Marvin Compper. Scheinbar funktioniert es. Die Badener sind trotz des 1:3 vom Sonntag in Köln das erfolgreichste Team der Rückrunde.

1. FSV Mainz 05
Die 05er setzen auf visuelle Motivationsschübe. Und auf die Kraft der Vergangenheit. "Wir zeigen den Jungs das Aufstiegsvideo von 2004. So etwas Emotionales hat kaum einer der aktuellen Spieler erlebt. Da müssen jedem die Haare zu Berge stehen", erklärt Manager Christian Heidel.

Damals sicherte sich Mainz mit einem 3:0 gegen Trier das Ticket Richtung Fußball-Oberklasse und machte auf der folgenden Aufstiegsfeier seinem Ruf als Karnevalsverein alle Ehre.

1. FC Köln
Auf himmlischen Beistand hoffen die Kicker der Geißböcke. Torjäger Milivoje Novakovic und Abwehrstratege Aleks Mitreski zündeten im Kölner Dom eine Kerze für den Aufstieg an.

"Gott gibt dir alles", erzählt Nova, "das Wichtigste ist selbstverständlich die Gesundheit. Aber natürlich hoffe ich auch auf Hilfe von oben für den Aufstieg." Und für den Fall, dass der Fußballgott gerade auf Urlaub weilt, winken die Verantwortlichen des FC mit einer Aufstiegsprämie von knapp einer Million Euro für das Team.

SC Freiburg
Mit ureigenen deutschen Tugenden wollen die "Breisgau-Brasilianer" in die Belle Etage des Fußballs. Disziplin, Ordnung und Fairness stehen beim SC ganz oben auf der Liste. So gilt z. B. bei Auswärtsspielen ab 23:00 Uhr strikte Bettruhe. Und im Training werden Zweikämpfe geübt, bei denen Foulspiele bewusst vermieden werden sollen.

"Je weniger Karten, desto höher die Aufstiegschancen", erklärt Trainer Robin Dutt. Es zahlt sich aus. Freiburg ist die fairste Mannschaft der Liga. 46 Gelbe Karten, zwei Gelb-Rote und keine Rote sind fast Friedensnobelpreis verdächtig.

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