Dienstag, 06.05.2008

Showdown im Abstiegskampf

Noch zweimal bebt der Betzenberg

München - Als Milan Sasic als neuer Trainer beim FCK vorgestellt wurde, da fielen sich die FCK-Anhänger nicht unbedingt hoch erfreut und euphorisch in die Arme.

Kaiserslautern, betzenberg
© Getty

Auch aus der Ferne wurde eher kritisch beäugt, ob ausgerechnet ein Mann, der zuvor im deutschen Profifußball nur die TuS Koblenz trainiert hatte, den dahindümpelnden 1. FC Kaiserslautern vor dem Sturz in die Drittklassigkeit würde retten können.

Retten konnte Sasic Lautern bislang freilich nicht, doch mittlerweile hat der 49-Jährige die Pfälzer immerhin soweit gebracht, dass der Klassenerhalt wieder realistisch erscheint. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf Platz 14 vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli (17.30 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere).

Sasic voll überzeugt

Lautern ist nach einer verkorksten Saison also zumindest wieder in Reichweite. Was zu großen Teilen auch an Sasic liegt. Zu keinem Zeitpunkt vermittelte der Kroate den Eindruck, nicht an den Klassenerhalt zu glauben. Und auch nun, in der entscheidenden Phase der Saison, überzeugt Sasic mit Ruhe, Gelassenheit und einer Souveränität, die der Mannschaft bisweilen abgeht.

"Mir geht es sehr gut. Was wäre diese schöne Sportart ohne Druck? Die Phasen, in denen es um nichts geht, sind die schlimmsten Phasen. Und die, in denen es um etwas geht - da sind die Guten. Ich persönlich genieße es, Verantwortung zu tragen und mich ihr zu stellen", so Sasic.

Mit einem Erfolg im vorletzten Heimspiel gegen St. Pauli haben die Pfälzer nun die Möglichkeit, mindestens für eine Nacht an Kickers Offenbach vorbei, von den Abstiegsplätzen zu klettern. "Für uns ist entscheidend, dass wir die positive Richtung, die wir nun gefunden haben, nicht verlieren. Wir müssen mit der gleichen Leidenschaft und Qualität auftreten wie in den letzten Spielen", sagte Sasic.

"Wer verliert, steigt ab"

Einer der Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, der VfL Osnabrück (35 Punkte), muss zu Hause gegen die SpVgg Greuther Fürth ran und will dort den freien Fall der letzten Wochen (nur vier Punkte aus fünf Spielen) stoppen, um nicht von Lautern überholt zu werden.

Um die allerletzte Chance geht es im Duell zwischen Erzgebirge Aue und Carl Zeiss Jena. Beide liegen mit sieben Punkten Rückstand bereits weit hinter einem Nichtabstiegsplatz. "Wer dieses Spiel verliert, ist abgestiegen", stellt Jenas Kapitän Alexander Maul klar.

Ein Muster ohne Wert ist dagegen die Partie zwischen Paderborn und 1860 München. Ohne Sasic wäre die Partie gegen St. Pauli für Lautern womöglich auch nur noch eine lästige Pflichtaufgabe. Nun aber "sind wir soweit, dass wir zu Hause so ein Team wie St. Pauli auch bezwingen können", so Sasic.

SPOX

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