Dienstag, 18.03.2008

Verein wäre gesprächsbereit

Fürth will Trainer Labbadia nicht hindern

Fürth - Der Bundesliga-Aufstieg mit der SpVgg Greuther Fürth ist ungewiss, aber einen persönlichen Karrieresprung muss Trainer Bruno Labbadia (im Bild)grundsätzlich nicht ausschließen.

Bruno Labbadia
© Getty

"Wenn eine Situation auf uns zukommt, die ihm den nächsten Schritt in seiner Karriere ermöglicht, werden wir uns zusammensetzen, wie es unserem gegenseitigen respektvollen Verhältnis entspricht", sagte Präsident Helmut Hack.

Der angeblich vom Hamburger SV umworbene frühere Bundesliga-Profi macht sich in diesen Tagen "keine Gedanken, was in drei Monaten sein könnte. Ich habe zurzeit das Gefühl, dass Fürth die größte Aufgabe darstellt, die ich haben kann."

"Respektvolle Zusammenarbeit" 

Aus dem ehemaligen Stürmer-Heißblut ist ein besonnener Fußball-Lehrer geworden. "Die Spekulationen um meine Person als Trainer gab es immer", sagte der ehemalige Angreifer des FC Bayern München relativierend.

In Fürth besitzt der gebürtige Darmstädter einen Vertrag bis 2009. Mit seinem Präsidenten verbindet Labbadia ein inniges Verhältnis.

"Die Zusammenarbeit mit Herrn Hack war vom ersten Tag an sehr respektvoll, er hat mir von Beginn an im sportlichen Bereich alle Freiheiten gelassen", sagte Labbadia. "Das gab es auf diese Art bei Fürth noch nie."

Aktuell auf Rang vier 

Zehn Jahre ununterbrochene Zweitklassigkeit hat der Verein hinter sich, sechs Mal standen die Franken am Saisonende auf dem fünften Rang und verpassten knapp den Aufstieg. "Damit es klappt, muss in den verbleibenden Spielen alles optimal für uns laufen", sagte Labbadia.

Derzeit liegt Fürth auf Platz vier. Mal wieder sind sie dicht dran. Hack traut dem zweimaligen Nationalspieler den Aufstieg in die erste Liga durchaus zu: "Was er einbringt, ist unglaublich."

Fürth befindet sich mit 6,7 Millionen Euro im Etat-Vergleich unter den Zweitligisten im Tabellenkeller. Das bisherige Abschneiden möchte Präsident Hack daher nicht unterbewertet wissen.

"Ein Kraftakt" 

"Für uns ist ein fünfter Platz in etwa so viel wert, als ob der FC Bayern München fünf Mal hintereinander in der Champions League siegt", erklärte er süffisant. Von einem "Kraftakt" 2. Liga spricht auch Labbadia.

"Wenn ich die Etats in der 2. Liga miteinander vergleiche, muss hier jeder mehr leisten als bei anderen Vereinen, um konkurrenzfähig zu sein ­ vom Trainer bis zur Putzfrau."

Labbadia kam im vergangenen Sommer nach Fürth, über drei Jahre als Trainer des unterklassigen SV Darmstadt 98 hatte er hinter sich.

1999 Torschützenkönig 

Dass der Sturm auf die erste Liga dieses Mal glückt, dafür könnte der ehemalige Angreifer der Richtige sein. In 328 Erstliga-Partien hat er 103 Treffer erzielt, in der zweiten Liga wurde er 1999 Torschützen-König.

"Als aktiver Spieler habe ich nicht mal zehn Prozent von dem erwartet, was auf einen Trainer später zukommt", gestand Labbadia. Die Vorbereitung des täglichen Trainings gehöre dazu - Spekulationen um die eigene Person ebenso.


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