Donnerstag, 31.01.2008

SC Freiburg im Aufstiegscheck

Die Sache mit der zweiten Luft

München - Im Sommer ging in Freiburg die Ära Volker Finke zu Ende. Alles schien möglich: Absturz in die Bedeutungslosigkeit, dauerhaftes Mittelmaß oder aber der Angriff auf die Aufstiegsplätze. SPOX.com zeigt auf, wie die Hinrunde der Breisgauer lief und was man von der Elf von Finkes Nachfolger, Robin Dutt, erwarten kann.

Freiburg, Check, Aufstieg
© Getty

Dutt stellte nach dem Weggang der Leistungsträger Soumaila Coulibaly, Alexander Iaschwili und Roda Antar ein neues Team zusammen. Er lässt viel rotieren, wobei die Wechsel den Spielfluss der Breisgauer kaum stören. Die Mannschaft agiert zumeist mit zwei Sechsern vor der Abwehr, steht sehr kompakt und schaltet wie schon unter Finke schnell auf Angriff um. Dutt setzt dabei die Freiburger Tradition fort und lässt schnellen, flachen Kombinationsfußball spielen. 

Die Schlüsselspiele der Hinrunde

7. Spieltag, Sieg in Köln: Das 3:1 in Köln ermöglichte Freiburg den Sprung auf Platz drei und brachte dem Team die Bestätigung, auch auswärts gegen die Großen was holen zu können.

16. und 17. Spieltag: Nachdem das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach verloren ging, erreichte man zum Ende der Hinrunde in Wiesbaden nur ein Remis. Der 1. FC Köln zog somit punktemäßig mit den Breisgauern gleich und überwinterte auf dem psychologisch wichtigen dritten Rang. 

Stärken

Starke Schlussphasen: Wie alle anderen Aufstiegsaspiranten scheint der SC in der zweiten Spielhälfte die zweite Luft zu bekommen. Keine andere Mannschaft erzielte in den letzten 15 Spielminuten mehr Tore als die Elf von Dutt.

 Aufstieg ist kein Muss: Die Trennung von Volker Finke war ein großer Einschnitt in der Vereinsgeschichte. Niemand erwartete den sofortigen Aufstieg vom neuen Coach. Die neu zusammengestellte Mannschaft hat sich gefunden und zeigt gerade zuhause phasenweise sehr attraktiven Fußball.

Die Tatsache, dass man sich nach dem Umbruch im oberen Tabellendrittel festgesetzt hat, wird durch einen hohen Zuschauerschnitt von den Fans honoriert. Die Anhänger würden der Mannschaft auch einen Nichtaufstieg vezeihen. Gerade das kann ein Plus gegenüber der Konkurrenz aus Mönchengladbach und Köln sein.

Schwächen

Zu wenige Punkte gegen die direkte Konkurrenz:  Der SC Freiburg holte von möglichen 15 Punkten gegen Gladbach, Köln, 1860, Mainz und Fürth nur sechs Punkte.

In Schönheit sterben:  Die Freiburger leiden auch unter Dutt noch unter der Krankheit, einen Tick zu schön zu spielen. Dabei vergessen sie oft, den Sack frühzeitig zuzumachen.

Mögliche Schlüsselspiele in der Rückrunde

Spieltag 18, 19, 20: Freiburg kann mit einem verhältnismäßig leichten Auftaktprogramm gegen Osnabrück (H), Paderborn (A) und Augsburg (H) einen Traumstart hinlegen.

Spieltag 30, 31, 33: Möglich, dass die Freiburger in den letzten Spielen alles in der eigenen Hand haben werden. Im Heimspiel gegen Fürth und im Gastspiel bei 1860 wird sich erweisen, ob die Freiburger das Zeug zum Aufstieg haben. Am vorletzten Spieltag geht es nach Mönchengladbach. 

SPOX-Prognose

Freiburgs Aufstiegschancen werden davon abhängen, wie die Mannschaft in der Rückrunde auf fremdem Platz auftritt. Überzeugte man vor heimischem Publikum in der Hinrunde regelmäßig durch eine offensive Spielweise, so agierte man dann in Auswärtsspielen eher zurückhaltend. Gelingt es, in fremden Stadien ähnlich aufzutreten wie in den Heimspielen, so bleibt der SC bis zum Schluss in der Lostrommel um die Plätze 1 bis 3.

SPOX.com meint:
Das Jahr eins nach Finke wird zwar mit einem gelungenen Umbruch abgeschlossen. Der Aufstieg wird aber um eine Saison nach hinten verschoben.

SPOX

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