Brandherd Zweite Liga

Ivanauskas offenbar vor dem Aus

SID
Freitag, 21.12.2007 | 17:53 Uhr
© Getty
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Jena/Kaiserslautern - Valdas Ivanauskas steht nach nur drei Monaten offenbar vor der Entlassung als Trainer des FC Carl Zeiss Jena.

Nach einem Bericht der "Ostthüringer Zeitung" soll der Litauer an diesem Samstag von seinem Amt entbunden und von Jenas A-Juniorentrainer Henning Bürger abgelöst werden.

Ivanauskas hatte den Posten beim Tabellenvorletzten am 21. September vom entlassenen Heiko Weber übernommen und seither in zwölf Spielen nur zwölf Punkte geholt.

Pressekonferenz am Dienstag

Der Club hat für diesen Dienstag (11.00 Uhr) eine Pressekonferenz einberaumt, auf der Einzelheiten zu den Personalentscheidungen erwartet werden. Weiterhin sollen auch Co-Trainer Olaf Holetschek sowie Sportdirektor Lutz Lindemann ihre Posten verlieren und eventuell andere Aufgaben im Verein übernehmen.

Der 38-jährige Bürger arbeitet seit zweieinhalb Jahren sehr erfolgreich für den FC Carl Zeiss. Unter seiner Führung schafften die A-Junioren den Aufstieg in die Bundesliga. Zuvor spielte Bürger für den FC Schalke 04, Eintracht Frankfurt, den 1. FC Nürnberg, den 1. FC Saarbrücken und den FC St. Pauli in der Bundesliga.

Toppmöller bezieht Stellung

Auch beim 1. FC Kaiserslautern brennt wenige Tage vor Weihnachten immer noch der Baum: Klaus Toppmöller hat einen Tag nach seinem Rücktritt als ehrenamtliches Mitglied des Aufsichtsrates und sportlicher Berater die Gründe für seinen Abschied noch einmal präzisiert.

"Nachdem finanzielle Zusicherungen seitens des Vorstandes, die zur Verwirklichung der Transfers erforderlich waren, nicht eingehalten wurden, habe ich mich zum Rücktritt entschlossen", sagte der ehemalige Torjäger des Tabellen-15. am Freitag in einem Interview des Südwestfunks.

Der georgische Nationaltrainer dementierte Spekulationen, sein plötzlicher Abschied habe mit der nicht erfolgten Trennung von Trainer Kjetil Rekdal im Zusammenhang gestanden: "Laut Vorstandsbeschluss sollte ich Kontakte zu anderen Trainern aufnehmen. Anzumerken bleibt, dass der Beschluss für Rekdal am Mittwoch von mir vorgeschlagen und einstimmig angenommen wurde."

"Sportliche Kompetenz" bringen

Dazu hatte der Vorstandssprecher Hans Artur Bauckhage erklärt, "wir gehen mit Rekdal in die Rückrunde" und beendete alle Spekulationen um eine Entlassung des 39 Jahre alten Norwegers.

Toppmöller hatte den selbst vorgeschlagenen Ehrenamts-Posten erst am 6. November angetreten. Er wies bei seinem Abschied daraufhin, dass seine Aufgabe "in erster Linie darin bestand, sportliche Kompetenz einzubringen und Priorität auf die Suche nach neuen Spielern zu legen, um die Qualität der Mannschaft zu verbessern, um den Klassenverbleib zu sichern".

Dafür habe er "mit potenziellen Kandidaten" wie den georgischen Auswahlspielern Lewan Zkitischwili und Zurab Menteschaswili und einem Stürmer unterschriftsreife Verträge ausgehandelt.

Zwei Georgier sollen kommen

Um den drohenden Sturz in die Drittklassigkeit zu verhindern, wollen die Pfälzer in der Winterpause neues Personal auf den Betzenberg holen. Die Verpflichtung von Zkitischwili und Menteschaswili scheint nur noch Formsache zu sein. Auf der Wunschliste ganz oben steht zudem noch ein Angriffsspieler.

Nach Angaben des Vereins kann das Finanzloch, das bis zum Saisonende auf 2,5 Millionen Euro anzuwachsen drohte, dank einiger Sponsoren rechtzeitig gestopft werden.

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