Fussball

News zur WM 2018: FIFA weist Mardona zurecht - Cavani fehlt wohl gegen Frankreich

Von SPOX
Donnerstag, 05.07.2018 | 08:57 Uhr
Diego Maradona fieberte bei der WM 2018 intensiv mit Argentinien mit.
© getty

Die FIFA antwortet auf die Schiedsrichter-Schelte von Diego Maradona ungehalten. Edinson Cavani wird Uruguay im Viertelfinale gegen Frankreich wohl fehlen, während Rivaldo seine Solidarität zu Neymar ausdrückt. Das sind die wichtigsten News und Gerüchte zur WM 2018 in Russland.

FIFA wehrt sich gegen Maradona-Kritik: "Unangemessen"

Bei der WM 2018 gab Diego Maradona wieder den Edelfan Argentiniens. Der ehemalige Nationaltrainer schoss dabei aber über das Ziel hinaus als er schwere Kritik an der Ansetzung von Mark Geiger als Schiedsrichter für die Partie zwischen Kolumbien und England kritisierte. Der Weltverband wehrte sich nun.

"Die FIFA weist die Kritik an den Offiziellen entschieden zurück. Sie haben ein hartes und hoch emotionales Spiel gut geleitet", hieß es in einem Statement. Maradona habe "unangemessene" und "haltlose" Kritik geübt. Die Verantwortlichen seien "sehr traurig" über die Kommentare des Argentiniers.

Maradona hatte in Russland mit exzentrischen Auftritten für Aufmerksamkeit gesorgt. Auf der Tribüne gestikulierte er wild und musste gar medizinisch versorgt werden. Für jeden Auftritt während der WM erhält er von der FIFA wohl rund 11.000 Euro. Das hinderte ihn allerdings nicht daran, Geiger die Kompetenz abzusprechen: "Er hat mehr Ahnung von Baseball."

Cavani fehlt Uruguay wohl gegen Frankreich

Edinson Cavani wird laut einem Bericht von ESPN das Viertelfinale gegen Frankreich verletzungsbedingt verpassen. Der Stürmer musste bereits gegen Portugal ausgewechselt werden, nachdem er zwei Tore erzielt hatte. Auch am Mittwoch konnte er nicht trainieren, die Wade scheint weiterhin Schmerzen zu bereiten.

Die Teamärzte gehen nun wohl davon aus, dass Uruguay ohne den Star von Paris Saint-Germain antreten muss. Das wäre eine entscheidende Schwächung des Teams von Oscar Tabarez. Neben Luis Suarez würde wohl Cristhian Stuani vom FC Girona auflaufen. Der 31-Jährige wurde gegen Portugal für Cavani eingewechselt.

Stuani gilt allerdings als anderer Spielertyp und ist - ähnlich wie Suarez - besonders im Strafraum beheimatet. Cavani erfüllt mit großem Laufeinsatz und viel Defensivarbeit oft eine wichtige Rolle im Spiel gegen den Ball und bringt auch im Konter andere Anlagen mit als der treffsichere Stuani. Die zweite Alternative ist Cristian Rodriguez von CD Penarol.

Die Leistungsdaten von Edinson Cavani mit Uruguay

WettbewerbEinsätzeToreVorlagenMinuten
Gesamt10545127.625
WM 201843-344

Rivaldo steht kritisiertem Neymar bei

Ex-Brasilien Star Rivaldo hat dem kritisierten Neymar per Instagram eine Botschaft geschickt: "Neymar, spiele wie du es immer getan hast und achte nicht auf die Kommentare aus anderen Ländern, denn die sind schon zu Hause." Der 26-Jährige solle seinem Stil treu bleiben und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Neymar war unter anderem nach dem Spiel gegen Mexiko hart kritisiert worden. Ihm werden Fallsucht und Dramatik unterstellt. Rivaldo hält zu ihm: "Wenn du nach einem Foul fällst, dann falle. Und wenn du auf dem Boden etwas Zeit sichern musst, dann sichere die Zeit, weil die Anderen genau das Gleiche machen."

In seinen vier Einsätze für die Selecao bei der WM 2018 ist Neymar im Schnitt 5,8 Mal gefoult worden. Das ist absoluter Top-Wert. Spaniens Isco wurde 4,8 Mal gefoult, den Hazard 4,7 Mal pro 90 Minuten. Gleichwohl steht Neymar auf Platz vier der durchschnittlich durchgeführten Dribblings mit 4,8 Versuchen pro Spiel.

Die offensiv auffälligsten Spieler der WM 2018

StatistikSpielerNationWert
Meiste ToreHarry KaneEngland6
Meiste VorlagenEden HazardBelgien2
Meiste Dribblings / 90 MinIscoSpanien5,8
Gefoult worden / 90 MinNeymarBrasilien5,8
Schüsse / 90 MinNeymarBrasilien5,8
Abseits / 90 MinMohamed SalahÄgypten1,5


England-Trainer Southgate warnt vor Schweden

England setzte sich im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durch und machte damit das Viertelfinale klar. Dort trifft das Team von Gareth Southgate nun auf Schweden. Der Trainer warnte im Vorfeld: "Sie werden oft unterschätzt, aber ich habe großen Respekt vor ihnen."

Schweden wisse genau, wie sie Spiele angehen sollen: "Gegen sie zu spielen, ist wirklich schwierig. Es ist ein großartiger und völlig unterschiedlicher Test im Vergleich zu den Aufgaben, vor die uns Kolumbien gestellt hat. Aber wir kennen die Bedeutung des Spiels und sind uns der Schwierigkeit bewusst."

Dass die Engländer plötzlich Elfmeter schießen können, nimmt Southgate gelassen: "Das war ein großer Moment für die Spieler und für das Land. Wir können darüber noch so oft sprechen, am Ende liegt die wirkliche Schwierigkeit darin, den Elfmeter bei dieser Art von Intensität zu schießen."

Ex-Torhüter Pfaff: "Brasilien hat nur Neymar"

Für viele Fans ist das Viertelfinale zwischen Belgien und Brasilien das vorgezogene Finale der WM 2018. Das sieht Ex-Bayern-Torwart Jean-Marie Pfaff in der Bild anders: "Brasilien ist nicht mehr das Brasilien aus meiner Zeit. Damals hatten sie Zico, Falcao und und und. Heute haben sie nur Neymar. Ob der reicht?"

Zumal Pfaff seine Belgier in einer sehr guten Verfassung sieht. 1986 stand Belgien mit Pfaff im WM-Halbfinale, wurde am Ende aber nur Vierter. Der Torhüter vergleicht: "Damals galten wir als 'Goldene Generation'. Wir hatten vier, fünf Top-Stars und viele Läufer und Arbeiter." Die aktuelle Mannschaft dagegen sei "brillant."

Pfaff vergleicht Belgien mit dem FC Bayern München: "Wir sind so gut besetzt, dass wir zwei starke Teams haben. Das hat sonst nur Bayern München. Das ist vielleicht ein Pluspunkt im Kampf um den Titel. Träumen darf man - zumal sich viele große Verbände nach und nach aus der WM verabschieden."

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