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Frankreich bei der WM 2018: So verlief der Weg ins Finale: Gruppe, Gegner, K.o.-Phase

Von SPOX
Zum dritten Mal steht die französische Nationalmannschaft in einem Finale einer Weltmeisterschaft.
© getty

Zum dritten Mal steht die französische Nationalmannschaft in einem Finale einer Weltmeisterschaft. Am Sonntag trifft die Equipe Tricolore auf Kroatien und möchte sich 20 Jahre nach dem ersten Titel den zweiten Stern holen. Wie sich Frankreich den Weg ins Endspiel erspielte, erfahrt Ihr hier.

Schon vor dem Turnierstart zählte Frankreich zu den Favoriten auf den WM-Titel. Nach einer eher mäßigen Gruppenphase schaltete die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps einige starke Teams aus.

WM 2018: Frankreich glanzlos zum Gruppensieg

Dabei bremste der Turnierstart zunächst die hohen Erwartungen: Gegen Australien sorgte Antoine Griezmann erst durch einen Foulelfmeter in der zweiten Halbzeit für die Führung, den die Socceroos allerdings nur wenige Minuten später ebenfalls durch einen Strafstoß ausglichen. Erst ein abgefälschter Schuss von Paul Pogba sorgte für den mühsamen Auftaktsieg.

Auch gegen Peru gewann die Equipe Tricolore in wenig überzeugender Manier. Kylian Mbappe staubte in der ersten Hälfte zum 1:0 ab. Dabei blieb es letztendlich und somit reichte Frankreich ein mageres und mit Pfiffen bedachtes 0:0 gegen Dänemark für den Gruppensieg. Dass Frankreich dennoch als einer der klaren Favoriten in der K.o.-Phase galt, lag daran, dass andere Top-Teams wie Argentinien, Brasilien oder Spanien ebenfalls keine überzeugenden Leistungen abriefen.

WM 2018: Abschlusstabelle der Gruppe C

MannschaftSpielePunkteTore
Frankreich373:1
Dänemark352:1
Peru332:2
Australien312:5

Frankreich: Siege gegen Argentinien, Uruguay und Belgien

Im Achtelfinale wartete mit den Argentiniern rund um Superstar Lionel Messi direkt ein ungleich schwererer Gegner auf die Franzosen. Das Spiel in Kasan war eine der spektakulärsten Begegnungen der WM: Griezmann brachte Frankreich früh per Elfmeter in Führung, doch kurz vor der Pause traf Angel Di Maria sehenswert zum Ausgleich. Nach dem Wiederbeginn kamen die Südamerikaner, die als Außenseiter in das Duell mit Frankreich gegangen waren, sogar durch Gabriel Mercado zum Führungstreffer.

Dann drehte die Equipe Tricolore jedoch auf und zeigte zum ersten Mal bei dieser WM ihre geballte Offensivpower. Pavard traf per Traumvolley aus 20 Metern zum Ausgleich, zwei Treffer von Mbappe besiegelten letztendlich den Viertelfinaleinzug der Franzosen. Daran änderte auch Agueros Anschlusstreffer kurz vor Schluss nichts.

Im Viertelfinale kam der Gegner erneut aus Südamerika. Gegen Uruguay entschied Frankreich die Partie kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause. In der ersten Hälfte köpfte Raphael Varane einen Freistoß von Griezmann zum 1:0 ins Tor. Später war der Stürmer selbst der Torschütze, doch Uruguays Torwart Fernando Muslera half gründlich mit. Einen eigentlich harmlosen Schuss rutschte dem Keeper durch die Hände.

In der Runde der letzten vier bekamen es Deschamps und seine Mannschaft schließlich mit dem Nachbarn aus Belgien zu tun. Es war ein packendes Halbfinale, das die Equipe Tricolore für sich entscheiden konnte. Innenverteidiger Samuel Umtiti köpfte die Franzosen nach einer Griezmann-Ecke ins Endspiel.

Frankreichs Abschneiden bei den letzten fünf Weltmeisterschaften

JahrRundeGegner
2014ViertelfinaleDeutschland
2010VorrundeUruguay, Mexiko, Südafrika
2006FinaleItalien
2002VorrundeDänemark, Senegal, Uruguay
1998WeltmeisterBrasilien
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