Fussball

WM 2018, News: Entscheidung über Hierro-Zukunft diese Woche - Marcelo auf der Bank

Von SPOX
Die Entscheidung über die Zukunft von Fernando Hierro entscheidet sich in dieser Woche.
© getty

Die Zukunft von Spaniens Trainer Fernando Hierro entscheidet sich in dieser Woche. Marcelo wird gegen Mexiko nicht in der Startelf stehen. Nach dem Einzug ins Viertelfinale bangt Uruguay um seinen verletzten Superstar Edinson Cavani. Derweil wird der Mannschaft Panamas bei der Rückkehr in die Heimat ein triumphaler Empfang bereitet.

Hier gibt es die wichtigsten Nachrichten des Tages zur Weltmeisterschaft in Russland.

Fernando Hierro: Verbandsboss kündigt Entscheidung in dieser Woche an

Nach dem bitteren Ausscheiden der spanischen Nationalmannschaft steht hinter der Zukunft von Fernando Hierro als Trainer der Seleccion mehr denn je ein Fragezeichen. Über die Personalie soll dem Vernehmen nach noch in den kommenden Tagen entschieden werden. "Wir werden uns diese Woche beim Verband zusammensetzen und dann Entscheidungen treffen", kündigte Verbands-Präsident Luis Rubiales nach der Niederlage gegen Russland an.

Direkt nach dem Spiel wollte er noch keine Einschätzung geben: "Ich denke, dass nicht mal Hierro jetzt über seine Zukunft reden will, an so einem harten Tag."

Der vorige Sportdirektor des spanischen Verbandes Hierro hatte zwei Tage vor Turnierbeginn den Trainerposten des zuvor entlassenen Julen Lopetegui übernommen. Die Zusammenarbeit wurde zunächst nur auf die Dauer des Turnieres beschränkt.

Marcelo im Spiel gegen Mexiko zunächst auf der Ersatzbank

Linksverteidiger Marcelo wird beim Viertelfinale der brasilianischen Mannschaft gegen Mexiko am Montag (16 Uhr im LIVETICKER) zunächst auf der Ersatzbank sitzen. "Wir haben unsere Aufstellung festgelegt. Es wird das Team auflaufen, dass das letzte Spiel beendet hat, also auch Filipe Luis", erklärte Tite und sagte damit indirekt, dass der 30-jährige noch nicht wieder vollständig hergestellt ist und nicht von Beginn an spielen wird.

Für eine Partie, die möglicherweise 120 Minuten dauern könnte, sei er noch nicht bereit, führte Tite weiter aus. Er habe nur die Fitness für "45 oder 60 Minuten". Zwar habe Marcelo nach einer erlittenen Verkrampfung der Rückenmuskulatur sein Trainingspensum zuletzt steigern können, bei zu erwartenden Temperaturen von 30 Grad Celsius beim Spiel in Samara solle aber kein Risiko eingegangen werden.

Uruguay sorgt sich um Cavani

Quasi ganz Uruguay sorgt sich nach dem 2:1-Sieg gegen Portugal um Doppeltorschütze Edinson Cavani. "Er ist verletzt und hat Schmerzen. Wir wissen nicht, wie schwer es ist. Wir sind besorgt", sagte Uruguay-Coach Oscar Tabarez auf der Pressekonferenz und kündigte für Sonntag eine eingehende Untersuchung des Starangreifers von Paris St. Germain an.

Cavani selbst hatte sich unmittelbar nach dem Spiel zurückhaltend geäußert. "Ich hoffe, es ist nichts Ernstes", sagte er, "mein Knie, mein Schienbein. Ich habe da einen Schlag abbekommen. Mal sehen."

Cavani musste bei der Partie am Samstagabend in Sotschi verletzt ausgewechselt werden und steht nun also für das Viertelfinale am Freitag in Nischni Nowgorod gegen Frankreich auf der Kippe.

Panama feiert Mega-Party

Panama hat alle seine drei WM-Spiele verloren und dabei eine Tordifferenz von 2:11 angesammelt - schlechter war keine andere Nation. Gefeiert wurde das Team dennoch, als es am Samstag nach der ersten WM-Teilnahme des Landes überhaupt in die Heimat zurückkehrte.

Tausende Menschen säumten in Panama-Stadt den Weg vom Flughafen zum zentralen Urraca-Park, den das Team im offenen Doppeldecker-Bus zurücklegte, ehe eine große Jubelparty begann. Bürgermeister Jose Isabel Blandon versprach, dem Verband ein Grundstück zu schenken, um ein Fußballzentrum zu errichten.

"Wir sind vielleicht Letzter, aber wir sind nicht das schlechteste Team, wenn wir die Geschichte, Infrastruktur und Entwicklung des Fußballs in Panama bedenken", hatte Trainer Hernan Dario Gomez bereits vor dem Heimflug gesagt. Die Gruppe mit Belgien (0:3), England (1:6) und Tunesien (1:2) war schlicht eine Nummer zu groß für den WM-Neuling.

Ronaldo äußert sich zu möglichem Rücktritt

Cristiano Ronaldo hat sich nach dem WM-Aus Portugals im Achtelfinale gegen Uruguay zurückhaltend zu einem möglichen Rücktritt aus dem Nationalteam geäußert. "Das ist kein Moment, um über die Zukunft von Spielern oder Trainern zu sprechen", sagte CR7 nach der 1:2-Pleite.

Er sei "stolz auf die Mannschaft. Das Team ist jung und stark und kann auch in Zukunft um Titel spielen. Wir verlassen das Turnier hoch erhobenen Hauptes", sagte Ronaldo nach seiner vierten Weltmeisterschaft. Ob der Superstar von Real auch 2022 in Katar noch dabei sein wird, ist offen.

"Alle in Portugal hoffen, dass er noch im Jahr 2022 da sein wird, auch wenn er dann 37 Jahre alt sein wird", sagte Mitspieler Bernardo Silva stellvertretend für sein Team. Trainer Fernando Santos meinte: "Cristiano hat dem Fußball noch viel zu geben und ich hoffe, dass er bleibt, um den jungen Spielern zu helfen, zu wachsen und sich zu entwickeln. Wir haben ein Team mit vielen jungen Spielern und natürlich wollen wir ihn alle bei uns haben."

WM 2018: Die Achtelfinalspiele

DatumPaarung
30.06.2018 - 16 UhrFrankreich - Argentinien (4:3)
30.06.2018 - 20 UhrUruguay - Portugal (2:1)
01.07.2018 - 16 UhrSpanien - Russland (4:5 n.E.)
01.07.2018 - 20 UhrKroatien - Dänemark
02.07.2018 - 16 UhrBrasilien - Mexiko
02.07.2018 - 20 UhrBelgien - Japan
03.07.2018 - 16 UhrSchweden - Schweiz
03.07.2018 - 20 UhrKolumbien - England

Familienangehörige von Frankreich-Stars beworfen

Unschöne Szenen im WM-Stadion von Kasan: Etliche Familienmitglieder, Freude oder Freundinnen der französischen Fußball-Nationalspieler wurden beim 4:3-Achtelfinal-Hit zwischen der Equipe Tricolore und Argentinien auf der Tribüne von wütenden argentinischen Anhängern mit Gegenständen beworfen.

Unter den Zuschauern befanden sich unter anderem die Eltern von Doppeltorschütze Kylian Mbappe, Familienangehörige und Freunde von Thomas Lemar, Blaise Matuidi, Paul Pogba, Antoine Griezmann sowie von Ousmane Dembele.

Sie alle waren vom französischen Verband gemeinsam hinter der französischen Trainerbank platziert worden. Nachdem sie bei französischen Toren gejubelt hatten, hagelte es Wurfgeschosse, vor allem gefüllte Bierbecher. Ordnungspersonal musste für den Rest des Spiels beschützend eingreifen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung