8:1! Belgien überragt - CR7 im Fokus

Von SPOX
Sonntag, 13.11.2016 | 22:38 Uhr
Belgien hat Estland nach allen Regeln der Kunst vorgeführt
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Bei den Sonntagsspielen der WM-Qualifikation hat Belgien Estland nach Strich und Faden vorgeführt. Bei Portugals Sieg stand Cristiano Ronaldo nicht nur wegen seinem Doppelpack im Fokus. Außerdem brannten Dzeko gegen Griechenland die Sicherungen durch und die Niederlande gewann gegen Luxemburg. Die Schweiz hat ihre Tabellenführung in der Gruppe B weiter ausgebaut.

Gruppe A

Luxemburg - Niederlande 1:3 (1:1)

Tore: 0:1 Robben (36.), 1:1 Chanot (44.), 1:2 Depay (58.), 1:3 Depay (84.)

  • Vor dem Spiel bei Außenseiter Luxemburg waren die Niederlande gehörig unter Zugzwang. Nach schwachem Start in die Qualifikationsgruppe A galt es für die Mannschaft von Danny Blind Boden auf Frankreich und Schweden gut zu machen.
  • Für die auf dem Papier einfache Aufgabe griff der Nationalcoach der Oranje auf Arjen Robben zurück. Der Bayern-Star machte sein erstes Länderspiel seit exakt einem Jahr. Am 13.11.2015 hatte der Flügelstürmer seinen bis dato letzten Nationalmannschaftseinsatz gegen Wales absolviert.
  • Die Niederlande taten sich über weite Strecken der Partie überraschend schwer. Robben brachte die Elftal zwar in Front, aber Eindhovens Joshua Brenet fällte kurz vor der Pause Daniel Da Mota an der Strafraumgrenze und Maxime Chanot verwandelte den Elfmeter zum sensationellen und nicht unverdienten Pausenstand von 1:1.
  • Für den zweiten Durchgang musste Robben dann mit Verletzungs-Verdacht ausgewechselt werden. Er spürte nach eigenen Angaben bei einem Sprint einen Krampf im Oberschenkel und wurde vorsichtshalber ausgewechselt. Für ihn kam Memphis Depay in die Partie. Der United-Akteur nahm das Heft des Handelns in die Hand und sorgte mit einem Doppelpack für den Auswärtserfolg.

Bulgarien - Weißrussland 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Popov (10.)

Gelb-Rote Karte: Hleb (90.+2/Weißrussland)

Gruppe B

Schweiz - Färöer Inseln 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Derdiyok (27.), 2:0 Lichtsteiner (83.)

  • Bereits sechs Mal gab es ein Duell zwischen der Schweiz und den Färöern. Dabei war immer die Schweiz erfolgreich: Den höchsten Sieg gab es am 4. September 2004, die Schweiz gewann damals mit 6:0. Diesmal setzte es einen 2:0-Erfolg.
  • In den ersten 45 Minuten spielten überwiegend die Gastgeber. 67 Prozent Ballbesitz sowie 16 zu vier Torschüsse sprechen Bände. Die Chancenverwertung der Schweizer ließ allerdings zu wünschen übrig, nur Eren Derdiyok traf ins Schwarze.
  • In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich weiter. Das Team von Vladimir Petkovic ballerte ganze zwölf Mal aufs gegnerische Tor, die Färöer kamen unterdessen zu keinem weiteren Abschluss.
  • Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel bleiben die Schweizer weiterhin unangefochten Tabellenführer der Gruppe B.

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Ungarn - Andorra 4:0 (2:0)

Tore: 1:0 Gera (34.), 2:0 Lang, 3:0 Gyurcso (73.), 4:0 Szalai (88.)

Portugal - Lettland 4:1 (1:0)

Tore: 1:0 Ronaldo (28./FE), 1:1 Zjuzins (67.), 2:1 Carvalho (70.), 3:1 Ronaldo (85.), 4:1 Alves (90.+2)

Besondere Vorkomnisse: Ronaldo verschießt Foulelfmeter (59.)

  • Im letzten Pflichtspiel des erfolgreichsten Jahres in der portugiesischen Fußballgeschichte galt es für die Hausherren mit der Schweiz Schritt zu halten. Die Hoffnungen lagen einmal mehr auf Superstar Cristiano Ronaldo - er sollte sie mit einem Doppelpack erfüllen.
  • In einem unspektakulären Spiel wurde Nani nach einem Zuspiel Ronaldos nach gut einer halben Stunde unsanft im Strafraum gelegt. CR7 verwandelte aus elf Metern und schenkte der Selecao die Führung.
  • Auch im zweiten Durchgang erhielt der Star von Real Madrid die Möglichkeit, per Elfmeter zu treffen, doch scheiterte er diesmal am Pfosten. Daraufhin folgte eine verrückte Phase: Die Letten kamen durch einen Distanzschuss von Arturs Zjuzins erst zum Ausgleich. Doch nur kurz darauf verwertete William Carvalho eine Flanke per Kopf zur erneuten Führung.
  • In der Schlussphase war es dann erneut Cristiano Ronaldo, der nach einer Quaresma-Flanke per herrlichem Seitfallzieher traf. Bruno Alves erzielte in der Nachspielzeit den vierten Treffer zum Endstand.

Gruppe H

Zypern - Gibraltar 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Laifis (29.), 1:1 Casciaro (51.), 2:1 Soteriou (65.), 3:1 Sielis (87.)

Gelb-Rote Karte: Mascaremjas-Ilivero (80./Gibraltar)

Belgien - Estland 8:1 (3:1)

Tore: 1:0 Meunier (8.), 2:0 Mertens (16.), 3:0 Hazard (25.), 3:1 Anier (30.), 4:1 Carrasco (62.), 5:1 Mertens (64.), 6:1 Mertens (68.), 7:1 Lukaku (83.), 8:1 Lukaku (88.)

  • Hazard und Co. dominierten das Geschehen nach Belieben, allein im ersten Durchgang gab Belgien ganze 13 Torschüsse (Estland hatte einen) ab und hatte zudem 62 Prozent Ballbesitz.
  • Auch im zweiten Durchgang blieb es einseitig - und der Gastgeber agierte jetzt noch zielsicherer: Innerhalb von sechs Minuten kassierte Estland drei Gegentore. Darüber hinaus steigerte Belgien seinen Ballbesitzanteil auf starke 73 Prozent.
  • Belgien behält durch den vierten Sieg im vierten Spiel weiterhin die Tabellenführung in der Gruppe H und poliert sein Torverhältnis ordentlich auf. Estland hingegen findet sich mit drei Zählern aus vier Partien auf dem fünften Platz wieder.
  • Die Begegnung Belgien gegen Estland gab es zuvor nur zweimal. Sowohl Belgien, als auch Estland konnten eine Partie für sich entscheiden. Das letzte Aufeinandertreffen fand am 14. Oktober 2009 statt.

Griechenland - Bosnien-Herzegowina 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Karnezis (32./ET), 1:1 Tzavellas (90.+5)

Gelb-Rote Karte: Dzeko (80./Bosnien-Herzegowina)

Rote Karte: Papadopoulos (80./Griechenland)

  • Griechenland lieferte im ersten Durchgang eine enttäuschende Vorstellung ab. Der Mannschaft des deutschen Trainers Michael Skibbe gelang erst in der Nachspielzeit der erste Torschuss durch Kostas Mitroglou. In Halbzeit zwei entwickelte sich allerdings eine ausgeglichene Partie, in der Griechenland der umjubelte Last-Minute-Ausgleich gelang.
  • Kuriose Szene beim 1:0 der Bosnier: Ein Freistoß von Miralem Pjanic traf den Pfosten und sprang von dort aus unglücklich an den Rücken von Gäste-Keeper Orestis Karnezis - Eigentor.
  • In der 75. Spielminute dann der größte Aufreger des Spiels: Nach einem Zweikampf gerieten Edin Dzeko und Sokratis aneinander. Dzeko zog dem Dortmunder die Hose herunter, was ein Gerangel zur Folge hatte, bei dem auch Papadopoulos mächtig austeilte. Der Leipziger sah glatt Rot, Dzeko Gelb-Rot.
  • Insgesamt standen sieben aktuelle Bundesliga-Spieler von Beginn an auf dem Platz. Für Griechenland liefen Konstantinos Stafylidis (FC Augsburg), Sokratis (Borussia Dortmund) und Kyriakos Papadopoulos (RB Leipzig) auf. Bei Bosnien waren es mit Izet Hajrovic (Werder Bremen), Vedad Ibisevic (Hertha BSC), Emir Spahic (Hamburger SV) und Sead Kolasinac (FC Schalke 04) sogar vier Akteure.

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