Fussball

FIFA glaubt an Entlastung von Whelan

SID
Das Image der FIFA leidet erneut unter dem Ticketskandal um Ray Whelan
© getty

Der Fußball-Weltverband FIFA geht im WM-Ticketskandal davon aus, dass der per Haftbefehl gesuchte leitende Angestellte des FIFA-Partners Match Services AG, Ray Whelan, im Zuge der weiteren Ermittlungen von den Vorwürfen entlastet wird.

Dies teilte die FIFA am Samstagabend per Presseerklärung mit.

Zuvor hatte sich bereits Match Services zu Wort gemeldet und sich ebenfalls hinter Whelan gestellt. Der Brite hatte am Donnerstag kurz vor Eintreffen der Polizei am Copacabana Palace in Rio de Janeiro das Luxushotel durch den Hinterausgang verlassen und war so einer erneuten Verhaftung entgangen.

Whelan gilt als einer der Hauptverdächtigen im Skandal um illegal verkaufte WM-Tickets. Match Services ist eine Tochterfirma des langjährigen FIFA-Partners Byrom plc.

"Basierend auf den Erfahrungen in fast 30 Jahren Zusammenarbeit mit Byrom plc, vertraut FIFA auf das loyale und respektable Geschäftsgebaren von Byrom plc, ihrer Mitarbeiter und leitenden Angestellten", hieß es vonseiten der FIFA. Man gehe deshalb von einer Entlastung der Beschuldigten aus.

Whelan Mitglied einer Bande?

Whelan soll einer elfköpfigen Bande um den Franko-Algerier Lamine Fofana Tickets aus VIP- und Hospitality-Paketen zugespielt haben.

Er war am vergangenen Dienstag wenige Stunden nach seiner ersten Verhaftung auf Kaution wieder frei gekommen und darf sich laut Match innerhalb Brasiliens frei bewegen. Am Donnerstag hatte jedoch eine Richterin eine erneute Untersuchungshaft angeordnet.

Whelans Anwälte hatten noch in der Nacht zum Freitag vergeblich versucht, den Haftbefehl aufzuheben. Die Polizei in Rio hat bereits Alarm an den Landesgrenzen ausgelöst und Interpol eingeschaltet, um ein Verlassen des Landes von Whelan zu verhindern.

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