Das Duell der Enttäuschten

SID
Freitag, 11.07.2014 | 10:45 Uhr
Luiz Felipe Scolari muss seine Mannschaft wieder aufbauen
© getty
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Im Duell der Enttäuschten treffen Brasilien und die Niederlande am Samstag im Spiel um Platz 3 (Sa., ab 21.55 Uhr im LIVE-TICKER) aufeinander. Lust auf die Begegnung hat keiner.

Für Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari ist es eine lästige Pflicht, der niederländische Bondscoach Louis van Gaal würde am liebsten gar nicht mehr antreten: Auf das Duell der Enttäuschten um Platz drei bei der WM verspüren die Protagonisten überhaupt keine Lust. Und sie halten mit ihrer Meinung über das Spiel am Samstag in Brasilia auch nicht hinterm Berg.

Van Gaal ging nach der Halbfinalniederlage gegen Argentinien (2:4 i.E.) sogar noch einen Schritt weiter. Er fordert die Abschaffung. "Das Spiel um Platz drei sollte nicht ausgetragen werden. Das sage ich seit zehn Jahren. Es kann nur ein Finale geben, und in dem muss es darum gehen, Champion zu werden", begründete der 62-Jährige seine ablehnende Haltung.

Kollege Scolari formulierte es ein bisschen diplomatischer. "Wir Trainer und die Spieler stehen bei der Verbandsführung bis zum Ende der WM in der Pflicht. Unser erstes Ziel war es, bis ins Finale zu kommen. Das haben wir nicht geschafft. Jetzt spielen wir nur noch um einen viel kleineren Traum", sagte er vor dem bedeutungslosen Spiel.

"Kann mir gestohlen bleiben"

Van Gaal dagegen sprach seinen Spielern aus dem Herzen. "Nur der Titel zählt. Der dritte Platz kann mir gestohlen bleiben", sagte Arjen Robben. Van Gaal kritisierte derweil auch noch den Weltverband FIFA wegen des Spielplans: "Wir haben einen Tag weniger Zeit zur Vorbereitung als unser Gegner, das ist kein Fair Play."

Für den ehemaligen Bayern-Coach ist es vor seinem Wechsel auf die Trainerbank von Manchester United die Abschiedsvorstellung als Chef der Niederländer. Trotz aller Kritik an der Austragung des Spiels möchte sich van Gaal aber nicht mit einer Niederlage verabschieden: "Das Schlimmste ist, dass man eventuell zweimal in Folge verliert. Und dass man ein Turnier, das so toll war, vielleicht als Loser beendet."

Nach dem Debakel im Halbfinale gegen Deutschland (1:7) steht auch den brasilianischen Spielern nicht der Sinn danach, sich von ihren Landsleuten erneut zu blamieren. Aber: "Es ist schwierig, sich auch emotional auf dieses Spiel einzustimmen. Ich habe immer betont, dass wir nur ein einziges Ziel haben, den Titel. Zweiter, Dritter, Vierter, das ist uns egal", sagte Kapitän Thiago Silva. Außenverteidiger Marcelo fügte an: "Für Brasilien hat der dritte Platz praktisch keinen Wert."

"Die Welt ist nicht untergegangen"

Zur besseren Stimmung im Estadio Nacional in der brasilianischen Hauptstadt soll der Besuch des verletzten Superstars Neymar (Fraktur im Querfortsatz des dritten Lendenwirbels) beitragen. Nach der historischen Demütigung im Halbfinale will sich der Rekordweltmeister zumindest erhobenen Hauptes von seinen Fans verabschieden.

"Das ist zwar auf keinen Fall das Spiel, das wir spielen wollten. Aber wir müssen jetzt Kraft dafür finden. Die Welt ist nicht untergegangen", appellierte Hulk an seine Mitspieler. Thiago Silva, der nach seiner Gelbsperre wieder auflaufen wird, erinnerte zudem daran, dass man mit "Stolz das gelbe Trikot vertreten" müsse.

In welcher Aufstellung die Selecao antritt, ließ Scolari offen. Es ist nicht unwahrscheinlich das der brasilianische Coach und van Gaal den Spielern Einsatzzeit gönnen, die bisher noch keine große Rolle gespielt haben. Sicher ist nur: Es ist ein Spiel, das keiner will.

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