WM

FIFA sieht Verbesserungspotenzial

SID
Jeffrey Webb kritisiert die Sicherheitsvorkehrungen bei der WM
© getty

Die FIFA sieht deutliches Verbesserungspotenzial bei den Sicherheitsvorkehrungen vor WM-Spielen, um das Zeigen eindeutiger politischer Parolen im Stadion zu verhindern.

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"Wir sollten einen besseren Job bei der FIFA machen, um Fans mit eindeutigen Symbolen nicht ins Stadion zu lassen", sagte FIFA-Exekutiv-Mitglied Jeffrey Webb am Donnerstag.

Es ging um rechtsradikale Symbole, die offensichtlich von kroatischen Anhängern in der Vorrunde gezeigt worden waren. Außerdem wurde auch nochmals zu den homophoben Äußerungen mexikanischer Fans in Richtung von Kameruns Torhüter Charles Itandje Stellung genommen.

Der Keeper soll als "Puto" (Stricher) beschimpft worden sein. Die FIFA-Disziplinar-Kommission ließ das Verfahren allerdings fallen, weil nicht zweifelsfrei deutlich gewesen sein soll, dass nur der Schlussmann mit den Beleidigungen gemeint war.

Bei Ahndung zurückhaltender

"Dies scheint in Mexiko Teil der Spiele zu sein, aber es ist keine Beleidigung, wenn es nicht an einen speziellen Spieler gerichtet ist. Wir haben das intensiv diskutiert, können dies aber deshalb nicht bestrafen", sagte Claudio Sulser, der Chef der FIFA-Disziplinarkommission, am Donnerstag.

Bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine waren vor allem Russland und Kroatien mehrfach wegen Fehlverhaltens der Fans von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) mit zum Teil drakonischen Geldstrafen zur Kasse gebeten worden.

Die FIFA ist bei der WM bei der Ahndung des Fehlverhaltens der Fans wesentlich zurückhaltender. Gemäß Art. 67, Abs. 1 des FIFA-Reglements haftet der Heimverband für das Verhalten der Zuschauer, auch wenn ihn keine Schuld trifft.

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