Blatter: WM in Katar steht nicht infrage

SID
Mittwoch, 19.02.2014 | 11:55 Uhr
Mit Brasilien ist alles klar, mit Katar noch nicht
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Vissel Kobe
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat nochmals ein klares Bekenntnis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar abgegeben. "Der Entscheid steht nicht infrage. Wir sind überzeugt, dass die Arbeitsbedingungen in Katar rasch verbessert werden", sagte der 77 Jahre alte Chef des Weltverbandes im "Sport Bild"-Interview.

Zuletzt hatte die "Welt am Sonntag" einen hochrangigen FIFA-Mitarbeiter zitiert, der erklärte, dass auf dem FIFA-Kongress 2015 über eine Neuvergabe der WM 2022 entschieden werde. Zuletzt hatte die internationale Kritik am WM-Gastgeber aufgrund zum Teil unmenschlicher Bedingungen für die zahlreichen Gastarbeiter zugenommen.

Blatter vertritt eine andere Auffassung: "Allein die Diskussion zeigt, wie wichtig der Fußball sein kann, um Öffentlichkeit zu erzeugen und so auch nachhaltige Veränderungen anzustoßen." Ungefähr wortgleich hatte sich FIFA-Exekutivmitglied Theo Zwanziger in der vergangenen Woche nach der Anhörung zu den Menschenrechtsverletzungen in Katar vor dem EU-Parlament geäußert. Der einstige DFB-Präsident war von Blatter als FIFA-Gesandter in die belgische Hauptstadt geschickt worden.

"Man macht es sich zu einfach"

Blatter nahm die FIFA in Schutz: "Mann macht es sich bisweilen zu einfach, wenn man die gesamte Verantwortung ausschließlich auf die FIFA schiebt. Wir dürfen nicht vergessen, dass auch große europäische Unternehmen vor Ort investiert haben, und auch diese sind für menschenwürdige Arbeitsbedingungen verantwortlich."

Den Verantwortlichen von Champions-League-Sieger Bayern München, die heftig die WM-Vergabe an Katar kritisiert hatten, die letzten Jahre aber regelmäßig ihr Wintertrainingslager in Doha abhielten, schrieb der FIFA-Präsident ins Stammbuch: "Es gibt ein lateinisches Sprichwort: Quod licet Iovi, non licet bovi. Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt. Vielleicht ist es in diesem Fall umgekehrt."

Blatter will unter allen Umständen die Olympischen Winterspiele 2022 schützen und machte klar, dass eine Verlegung der WM in den Januar oder Februar nicht infrage komme: "Das wäre respektlos gegenüber der Olympischen Familie und Organisatoren, da im Februar die Olympischen Winterspiele stattfinden."

Keinen Gedanken verschwendet der FIFA-Chef daran, die Teilnahme der A-Nationalteams an den Olympischen Sommerspielen zu erlauben, wie es IOC-Präsident Thomas Bach vorgeschlagen hatte. Blatter dazu knapp: "Das ist für die FIFA kein Thema."

Fünfte Amtszeit wird wahrscheinlicher

Eine fünfte Amtszeit für Blatter ab 2015 scheint indes immer wahrscheinlicher. Der Walliser will 2015 voraussichtlich wieder antreten, er wiederholte in der Sport Bild sein Ansinnen: "Wenn mich die Mitgliedsverbände anfragen, ob ich weiter ihr Präsident sein soll, werde ich nicht Nein sagen."

Blatter, seit 1998 auf dem FIFA-Thron, wäre zum Zeitpunkt der Wahl auf dem Kongress bereits 79. Der Eidgenosse fühlt sich allerdings topfit: "Wenn ich tatsächlich noch bei bester Gesundheit sein werde - und im Moment bin ich es tatsächlich -, dann sehe ich keinen Grund, warum ich meine Arbeit nicht fortführen sollte."

Möglicher Gegenkandidat könnte UEFA-Präsident Michel Platini (58) sein. Seinen Hut bereits in den Ring geworfen hat Platinis französischer Landsmann Jerome Champagne (55). Er gilt jedoch als Ziehsohn von Blatter, ob er gegen Blatter antritt, erscheint fraglich.

Alles zur WM

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung