Montag, 16.12.2013

Nach erneuten Todesfällen in Manaus

Partieller Baustopp an WM-Arena

Nach dem Tod zweier Arbeiter binnen 24 Stunden an der Arena da Amazonia in Manaus hat ein brasilianisches Gericht einer öffentlichen Klage stattgegeben und einem Teil-Baustopp zugestimmt. In dem Stadion sollen im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 vier Spiele stattfinden, darunter das Vorrundenduell zwischen England und Italien.

Die WM-Arena in Manaus ist nicht die erste Baustelle in Brasilien, wo es zu einem tragischen Todesfall kam
© getty
Die WM-Arena in Manaus ist nicht die erste Baustelle in Brasilien, wo es zu einem tragischen Todesfall kam

Wie die Nachrichtenagentur "dpa" berichtet, wurden vorläufig Arbeiten in großer Höhe untersagt, nachdem am Freitag ein 22-Jähriger einem Sturz vom 35 Meter hohen Stadiondach zum Opfer gefallen war. Wenige Stunden später war ebenfalls in Manaus ein 49-jähriger Arbeiter an einem Herzinfarkt gestorben.

Nun drohen mehrere Gewerkschaften in Brasilien mit einem Streik, falls sich die Arbeitsbedingungen in Manaus nicht verbessern sollten. Einige Bauarbeiter in Curitiba sollen wegen verspäteter Lohnzahlungen bereits in den Ausstand getreten sein.

Zeitdruck erschwert Sicherheit

Nach Einschätzung der Industrie- und Baugewerkschaft im Bundesstaat Amazonas vernachlässigen die Bauherren der WM-Arenen auf mehreren Stadion-Baustellen die Sicherheitsvorkehrungen aufgrund des Zeitdrucks.

Gewerkschaftspräsident Cicero Custodio erklärte: "Es ist eine alte Debatte, aber die Verantwortlichen ignorieren uns. Seit Langem warnen wir vor den schlechten Arbeitsbedingungen am Stadion und dem großen Risiko, vor allem bei der Arbeit in der Nacht."

Der WM im Überblick

Marco Heibel
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